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Augmented Reality: Apple will Objekte in Echtzeit bewegen

20.04.2017 | 15:03 Uhr |

Das zuständige U.S. Patent and Trademark Office veröffentlichte ein Apple-Patent zu einer Applikation, die es mit modernster Technik möglich machen soll, virtuelle Objekte in der Umgebung zu verschieben – und das Ganze in Echtzeit.

Laut Apple Insider hat Apple ein neues Patent beantragt, mit dem es möglich ist, virtuelle Objekte in einer realen Umgebung in Echtzeit zu bewegen. Bei dem Patent soll es sich wohl um eine Erweiterung des deutschen AR-Spezialisten Metaio handeln – einer Firma, die 2015 von Apple aufgekauft wurde .

Das Patent fokussiert sich demnach auf einen Arbeitsprozess, bei dem Computer generierte, virtuelle Objekte mit Bildern aus der realen Welt zusammengefügt werden. Für eine derartige Leistung sei eine technisch fortgeschrittene Hardware sowie ein komplexer Algorithmus notwendig. Um beispielsweise einen virtuellen Stuhl in einem Live-Video anzeigen lassen zu können, benötigt man eine extrem genaue Datenberechnung für den darzustellenden Standort. Ohne ausgefeilte Technik enden solche Vorhaben ansonsten in der Regel in App-Abstürzen oder perspektivischen und geometrischen Problemen.

Apple stützt sich bei diesem Projekt auf High-Definition Kameras, starke Bild-Prozessoren und fortgeschrittene Hardware – alles Voraussetzungen, die in den neuesten iPhone-Generationen mitgeliefert werden. Bei dem Prozess fängt eine Kamera ein zweidimensionales Bild der echten Umgebung ein und ermittelt die Position von mindestens einem Objekt oder einer Bildkomponente. Sobald dies erfolgt ist, berechnet das Gerät Informationen für ein dreidimensionales Bild sowie räumliche Informationen, wie zum Beispiel die Positionsbestimmung von Flächen und Wänden.

Im nächsten Schritt fokussiert sich die Technik auf ein bestimmtes Areal der zweidimensionalen Umgebung. Diese Daten werden genutzt, um ein virtuelles Objekt auf das angezeigte Bild projizieren zu können, während im gleichen Moment ausgewählte Bereiche der echten Umgebung im Bild entfernt werden. Mit Hilfe dieser Methode können echte Kollisionen zwischen virtuellen und realen Bilden simuliert werden.

Sobald diese Form der Technik ausgereift ist, sind die Möglichkeiten im Bereich der Augmented Reality nicht nur für den Smartphone-Markt interessant, sondern beispielsweise auch für die Automobil-Branche. Bleibt also nur zu hoffen, dass Apple auf diesem Gebiet technische Erfolge feiern kann.

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