iOS / iPhonePatrick Woods
CSR Racing
Apple zeigte das optisch eindrucksvolle CSR-Racing vor aller Welt auf der Keynote auf der WWDC. Damit demonstrierte Apple, wie Game Center am Mac funktioniert. Jetzt ist das Spiel da – und enttäuscht.
Mac-OS-Chef Craig Federighi spielte CSR Racing vor Millionen Zuschauern auf der WWDC-Keynote. Optisch macht das Spiel viel her und so ist die Aufmerksamkeit groß, als CSR Racing dann erscheint. Hier rasen wir als Streetracer nachts als Drag-Renner über die Straße. Es geht also rein um Beschleunigungsrennen. Entsprechend übersichtlich ist die Steuerung. Sie müssen beim Start die optimale Drehzahl treffen und dann zu den richtigen Zeitpunkten schalten, mehr nicht.
Unsere Ernüchterung ist groß. Wieder einmal ein Spiel, das dem Spieler immer wieder um die Ohren schlägt: "Du musst Dein Auto aufrüsten, dafür brauchst Du virtuelles Geld, willst Du jetzt virtuelles Geld mit echtem Geld kaufen?" Nein, wollen wir nicht. Könnte man CSR-Racing für einige Euro kaufen und dann unbegrenzt spielen, wäre es trotz des etwas pubertären "Fast and Furious"-Settings ein interessantes Spiel. Denn hier kann man etliche echte Sportwagen fahren, diese aufrüsten, die Karriere voran treiben und die Rennen selbst sind auch kniffliger als zunächst gedacht. Wenn man die besseren Autos allerdings nur gegen "Gold" bekommt und dieses Gold nur extrem mühsam durch normales Spielen zu bekommen ist, dann merkt man als Spieler schnell: entweder man zahlt oder kommt nicht weit.
So ist dieses simple, aber aufwändig umgesetzte Spiel durch das Bezahlmodell eingeschnürt und letztlich einfach zu teuer. Wir wollen nicht rund drei Euro für virtuelles Gold ausgeben um damit dann ein virtuelles Auto zu kaufen. Wir wollen Spiele kaufen und spielen!
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