Das neue iPhone 3G hat äußerlich nur leicht verändert

Erster Test des iPhone 3G

Das neue Apple-Handy in der Praxis

Vieles ist neu, manches ist gleich geblieben. Unser amerikanischer Kollege Jason Snell hatte auf der WWDC die Gelegenheit, das neue iPhone einmal auszuprobieren.

Von Patrick Woods (10.06.2008)

Hinweis: Dies ist ein Vorab-Test unserer Kollegen von Macworld. In der Zwischenzeit gibt es einen ausführlichen Test des iPhone 3G von Macwelt.

Lange erwartet, nun ist das iPhone 3G nach vielen Spekulationen endlich offiziell. Jason Snell von Macworld durfte das iPhone 3G bereits auf der WWDC anfassen. Alle anderen kommen erst ab dem 11. Juli an das Smartphone von Apple heran. Ab dann wird es offiziell zu kaufen sein.

Der erste Eindruck

Das Gehäuse ist rundlicher, die Tasten jetzt aus Metall
Das Gehäuse ist rundlicher, die Tasten jetzt aus Metall
Das neue iPhone fühlt fast genau so an wie der Vorgänger. Die Unterseite ist etwas runder geworden. Statt aus Metall besteht das Hinterteil des Gehäuses nun aus Kunststoff. Dies könnte möglicherweise auch die Empfangswerte verbessern, da Plastik Strahlen weniger isoliert als Metall. Zudem hat das Gerät minimal abgespeckt, ist ein klein wenig leichter. Auffällig auch die neue Kopfhörerbuchse: Sie liegt nicht mehr leicht im Gehäuse eingelassen, sondern schließt jetzt plan mit dem Gehäuse ab. So passt jeder handelsübliche Kopfhörer in die Buchse. Vorbei sind die Zeiten von Kopfhöreradaptern.

Das iPhone als Navi

Die Tasten an der Kante des Gehäuses sind jetzt aus silbernem Metall statt wie zuvor aus Plastik. Apple-Mitarbeiter erklären Snell wie die GPS-Funktion in der Praxis eingesetzt wird. So soll der satellitengestützte Dienst die bisherige WLAN- und GSM-Ortung nicht ersetzen. Stattdessen arbeiten alle drei Dienste zusammen und bilden die "Core location"-Funktion des Handys gemeinsam. Geschossene Fotos werden mit Geotags versehen - man kann so nachvollziehen, wo welches Bild entstanden ist.

Vorinstallierte Straßenkarten wird es von Apple nicht geben. Stattdessen setzt das Unternehmen auf Googles Maps-Server, die die erforderlichen Daten auf Abruf streamen. Hier werden Drittanbieter in die Bresche springen und Komplettlösungen anbieten, die möglicherweise auch ohne permanente Internetverbindung auskommen. Geo-Anbieter Tomtom will bereits eine fertige Navi-Software für das iPhone fertig haben.

Mehr Laufzeit

Die Batterielaufzeit soll sich deutlich verbessert haben. Im herkömmlichen GSM-Netz soll das neue iPhone 300 Stunden gesprächsbereit sein, Telefonate können bis zu zehn Stunden dauern. Im UMTS-Netz verkürzt sich diese Zeit deutlich: Hier liegt die maximale Gesprächszeit bei etwa fünf Stunden. "Fünf Stunden UMTS sind ein großartiger Wert", sagt Bob Borchers, der Marketing-Chef für das iPhone. Wir haben sehr aggressiv an den Stromsparmöglichkeiten gearbeitet, um diese Daten zu erreichen".

Das neue Netzteil sieht aus wie ein Reiseadapter
Das neue Netzteil sieht aus wie ein Reiseadapter
Der Nutzer kann das iPhone per Voreinstellung auch dazu zwingen, sich im GSM-Netz einzubuchen, um Strom zu sparen. Mit dem neuen iPhone wird ein neues Netzteil geliefert. Es ist winzig, besteht nur aus einem Stecker und einem kleinen Gehäuse, an dessen Rückseite ein USB-Anschluss ist.

Fazit

Die aktualisierte Version des iPhones ist keine Revolution, es ist eine Evolution. Vieles ist gleich geblieben, einiges wurde verbessert. So ist der Akku immer noch nicht austauschbar, hält dafür jetzt aber etwas länger. UMTS war Pflicht und von den Kunden seit langem gefordert. Hier erfüllt Apple die Erwartungen. Auch GPS stand auf dem Wunschzettel vieler iPhone-Interessenten. In der Summe, zusammen mit der neuen Software, dem App Store und den gesenkten Preisen, wird Apple es der Handy-Konkurrenz sehr schwer machen.

Info: Apple, Macworld.com

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