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Alle Details zu Google Android
T-Mobile und Google haben mit dem HTC Dream G1 gestern in New York das erste Android-Handy vorgestellt. Das Smartphone will Geräten von Nokia, Windows-Mobile-basierten Smartphones und dvor allem dem Apple Konkurrenz machen.
Von Hans-Christian Dirscherl (24.09.2008)
Wer mit seinem Handy nicht nur telefonieren will, sondern ein Mobiltelefon mit einem richtigen Betriebssystem und vielen Features möchte, kann bisher zu Symbian-Handys von Nokia und anderen Herstellern, zu Smartphones mit Windows Mobile, zu einem Blackberry, vielleicht auch zu einem Linux-basierten Handy, zu einem Palm oder eben zum iPhone 3G greifen. Doch mit Android geht nun eine neue Plattform an den Start, die das Internet mit all seinen typischen Anwendungen auf das Handy bringen will.
Google will den gesamten Quellcode von Android als Open Source veröffentlichen. Das ist ein wesentlicher Unterschied beispielsweise zu Windows Mobile und zum Apple iPhone. Somit kann jeder Interessierte problemlos für Android eigene Programme schreiben. Google stellt dafür ein eigenes Software-Developer-Kit bereit. Das SDK stellt Entwicklern die benötigten Javaklassen und Schnittstellen zur Verfügung. Wer für Android programmieren will, muss zusätzlich noch das Java SDK installieren und schon steht der ersten eigenen Android-Anwendung nichts mehr im Weg. Mobilfunktelefone mit dem Android OS können zwar auch Verbindungen mit anderen Bluetooth-Geräten aufbauen, aus dem SDK für Android entfernte Google zunächst aber die Programmierschnittstellen für Bluetooth- & GtalkService.
Google Android ist also quelloffen und kostenlos - Apples iPhone-Software dagegen ist ein proprietäres geschlossenes Produkt, für das Lizenzkosten fällig werden. Bei Android kann jeder Qualifizierte mitentwickeln, allerdings stellt sich dann natürlich die Frage, wer die Einhaltung von Qualitätsstandards gewährleistet. Weil im Prinzip jeder Interessierte Android-Mobiltelefone bauen kann, könnte es durchaus sein, dass Billigheimer auf den Markt kommen, die schlecht verarbeitet sind und fehlerhaft funktionieren. Beim Apple iPhone kommen Software und Hardware aus einer Hand, was grundsätzlich sehr hohe Qualität gewährleisten sollte (wobei es beim iPhone 3G durchaus auch Probleme gab).Google Android verspricht die Funktionsvielfalt des Internets auf dem Handy. Deshalb ist bei Android der Browser die zentrale Anwendung, mit dessen Hilfe Sie typische Anwendungen wie beispielsweise Google Maps nutzen können. Inklusive Social Networking und MP3-Abspielfunktion sowie Kontaktverzeichnis und SMS.
Ein Problem schwebt jedoch wie ein Damoklesschwert über Android - der Datenschutz. Google steht per se unter dem Verdacht, an möglichst vielen Informationen über seine Kunden interessiert zu sein, schließlich basiert das Geschäftsmodell von Google auf möglichst auf die Nutzer zugeschnittener Werbung. Beim neuen Browser Google Chrome war der mangelhafte Datenschutz sogar der Hauptkritikpunkt. Wie viele Handybenutzer mit ruhigem Gewissen über Google telefonieren und mit Google ihre Kontakte verwalten wollen, bleibt also abzuwarten.
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