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T-Mobile HTC Dream G1

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Android-Handy G1 will dem iPhone Konkurrenz machen

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T-Mobile und Google haben mit dem HTC Dream G1 gestern in New York das erste Android-Handy vorgestellt. Das Smartphone will Geräten von Nokia, Windows-Mobile-basierten Smartphones und dvor allem dem Apple Konkurrenz machen.

Von Hans-Christian Dirscherl (24.09.2008)

Wer mit seinem Handy nicht nur telefonieren will, sondern ein Mobiltelefon mit einem richtigen Betriebssystem und vielen Features möchte, kann bisher zu Symbian-Handys von Nokia und anderen Herstellern, zu Smartphones mit Windows Mobile, zu einem Blackberry, vielleicht auch zu einem Linux-basierten Handy, zu einem Palm oder eben zum iPhone 3G greifen. Doch mit Android geht nun eine neue Plattform an den Start, die das Internet mit all seinen typischen Anwendungen auf das Handy bringen will.

T-Mobile stellt das Android-Handy G1 vor

Der von T-Mobile angefertigte Film zeigt die Funktionen des Android-Handys HTC Dream G1.

Google und T-Mobile haben das erste Android-Mobiltelefon für den US-Markt in New York vorgestellt. Es kommt von HTC und hört auf den Namen Dream G1. Google und T-Mobile wollen 400.000 Android-Handys bis Ende des Jahren 2008 verkaufen - das wäre dann ein Marktanteil von rund vier Prozent. Verkaufsstart soll in den USA Ende Oktober sein, in Deutschland kommt das G1 eim ersten Quartal 2009 auf den Markt, in Großbritannien bereits im November 2008. Das HTC Dream ist etwa 160 Gramm schwer, bietet eine Bildschirmauflösung von 320x480 Pixel, verfügt über einen GPS-Chip und eine Kamera mit 3,1 Megapixeln. Der interne Speicher ist 8 Gigabyte groß, die Steuerung erfolgt über einen verschiebbaren Touchscreen unter dem eine volle Tastatur bereit steht. Eine Videofunktion fehlt, Wifi-Support ist dagegen vorhanden. Das HTC Dream G1 kostet in den USA 179 US-Dollar mit Vertrag. Für 35 US-Dollar im Monat ist eine Flatrate für die Internetnutzung und SMS zu haben

Die über 30 Unternehmen, die am Android-Betriebssystem und dessen Handys mitarbeiten, sind in der Open Handset Alliance zusammengeschlossen. Mitglieder der „Open Handset Alliance sind unter anderem T-Mobile, Intel, HTC, Motorola, LG, Samsung, aber auch Ebay und natürlich Google.
Technisch basiert Android auf dem freien Betriebssystem Linux, das sich seit vielen Jahren als leistungsfähige und stabile Konkurrenz zu Windows auf Desktop-PCs und besonders im Servereinsatz bewährt hat, wo Linux einen bemerkenswert großen Marktanteil behauptet. Die für Android entwickelten Anwendungen werden in Java programmiert. Diese Programmiersprache wird von Sun entwickelt und dürfte die derzeit meisteingesetzte Programmiersprache überhaupt sein. Android kann sich also auf eine erprobte Basis stützen.

Android-Quellcode ist Open Source

Google will den gesamten Quellcode von Android als Open Source veröffentlichen. Das ist ein wesentlicher Unterschied beispielsweise zu Windows Mobile und zum Apple iPhone. Somit kann jeder Interessierte problemlos für Android eigene Programme schreiben. Google stellt dafür ein eigenes Software-Developer-Kit bereit. Das SDK stellt Entwicklern die benötigten Javaklassen und Schnittstellen zur Verfügung. Wer für Android programmieren will, muss zusätzlich noch das Java SDK installieren und schon steht der ersten eigenen Android-Anwendung nichts mehr im Weg. Mobilfunktelefone mit dem Android OS können zwar auch Verbindungen mit anderen Bluetooth-Geräten aufbauen, aus dem SDK für Android entfernte Google zunächst aber die Programmierschnittstellen für Bluetooth- & GtalkService.

Google Android ist also quelloffen und kostenlos - Apples iPhone-Software dagegen ist ein proprietäres geschlossenes Produkt, für das Lizenzkosten fällig werden. Bei Android kann jeder Qualifizierte mitentwickeln, allerdings stellt sich dann natürlich die Frage, wer die Einhaltung von Qualitätsstandards gewährleistet. Weil im Prinzip jeder Interessierte Android-Mobiltelefone bauen kann, könnte es durchaus sein, dass Billigheimer auf den Markt kommen, die schlecht verarbeitet sind und fehlerhaft funktionieren. Beim Apple iPhone kommen Software und Hardware aus einer Hand, was grundsätzlich sehr hohe Qualität gewährleisten sollte (wobei es beim iPhone 3G durchaus auch Probleme gab).

Google Android verspricht die Funktionsvielfalt des Internets auf dem Handy. Deshalb ist bei Android der Browser die zentrale Anwendung, mit dessen Hilfe Sie typische Anwendungen wie beispielsweise Google Maps nutzen können. Inklusive Social Networking und MP3-Abspielfunktion sowie Kontaktverzeichnis und SMS.

Ein Problem schwebt jedoch wie ein Damoklesschwert über Android - der Datenschutz. Google steht per se unter dem Verdacht, an möglichst vielen Informationen über seine Kunden interessiert zu sein, schließlich basiert das Geschäftsmodell von Google auf möglichst auf die Nutzer zugeschnittener Werbung. Beim neuen Browser Google Chrome war der mangelhafte Datenschutz sogar der Hauptkritikpunkt. Wie viele Handybenutzer mit ruhigem Gewissen über Google telefonieren und mit Google ihre Kontakte verwalten wollen, bleibt also abzuwarten.

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