Aroundme und Qype Radar |
Dank der Lokalisation weiß das iPhone immer, wo der Nutzer gerade ist. Mit den richtigen Programmen kann man herausfinden, welche interessanten Plätze in der Nähe sind. Wir haben zwei Programme getestet.
Von Patrick Woods (08.01.2009)
Wo ist das nächste Kino? Welche Bars sind hier in der Nähe? Wo finde ich die nächsten Sehenswürdigkeiten? Mit dem iPhone kann man sich solche Fragen in wenigen Sekunden selbst beantworten. Dank GPS und ständiger Internetverbindung ist es ein Leichtes, Geschäfte und Einrichtungen zu finden. Dank der Programme Aroundme und Qype Radar muss sich niemand mehr in einer fremden Stadt auch wie ein Fremder fühlen.
Beide Programme bieten auf den ersten Blick sehr ähnliche Funktionen: Sie finden verschiedene Einrichtungen in der Nähe, basierend auf dem Ortungsdienst des iPhones. Nicht nur GPS, sondern auch die WLAN-Ortung funktioniert hier, auch der iPod Touch kann so seine ungefähre Position ermitteln, sofern eine Internetverbindung besteht. Grundsätzlich sind beide Programme in Kategorien wie "Bars" oder "Hotels" aufgeteilt. Ein Klick verrät die umliegenden Örtlichkeiten.
Doch schon hier gibt es Unterschiede. Aroundme bietet deutlich mehr Kategorien als Qype Radar. Dinge wie "Tankstellen", "Apotheken" oder "Bankfilialen" fehlen bei letzterem. Unter "Mehr Kategorien" zeigt Qype jedoch weitere Einträge an, darunter auch Ärzte und Werkstätten. Die Ergebnise werden bei beiden Programmen als Liste dargestellt, sortiert nach der Distanz. Ein Tipp auf ein Suchergebnis zeigt bei beiden Tools Details zu dem jeweiligen Ort. Adresse, Telefonnummer und Internet-URL zeigen beide Dienste an. So ist es in beiden Fällen direkt möglich, anzurufen, sich die Umgebungskarte in Google Maps anzeigen zu lassen oder die Webseite zu besuchen.
Die Unterschiede liegen hier im Detail. Beide Programme nutzen unterschiedliche Datenbestände für die Abfrage. Während Aroundme die Brancheneinträge von Google Maps abfragt, setzt Qype Radar auf die Datenbank des Bewertungsportals Qype. Dies verleiht den Suchergebnissen eine unterschiedliche Gewichtung. Während Aroundme dank Google oft deutlich mehr Ergebnisse zeigt, bietet Qype Radar im Gegenzug Nutzerbewertungen an. Diese helfen Unkundigen dabei, die passende Bar oder das beste Restaurant zu finden.
Dies bietet Suchenden einen echten Mehrwert bei der Einordnung der Ergebnisse. Doch Vorsicht: teilweise klingen die Bewertungen bei kleineren Geschäften nach schamloser Eigenwerbung der Betreiber. Erst wenn mehrere Nutzer ein Urteil abgegeben haben ergibt sich ein annähernd repräsentatives Bild. Obwohl Google Maps ebenfalls Nutzerbewertungen bietet, sind diese weder bei Aroundme noch bei der mobilen Version von Google Maps verfügbar. Beide Tools haben eine Lesezeichenfunktion, mit der man Lieblingsorte speichern kann.Mit beiden Programmen kann man nicht nur in der näheren Umgebung suchen, sondern Adressen und Orte auch manuell eingeben, um dort nach Einrichtungen zu suchen, beispielsweise für eine geplante Städtereise. Auch die Kategorien sind nicht auf die vorgegebenen begrenzt, sondern man kann zudem manuell beispielsweise nach "Döner" oder "TÜV" suchen. Dank der Anbindung an Google Maps ist es bei beiden Diensten möglich, sich die Wegbeschreibung zu dem Geschäft berechnen zu lassen.
Insgesamt haben beide Programme Vor- und Nachteile. Einen klaren Sieger gibt es hier nicht. Qype Radar punktet mit Nutzerbewertungen, Aroundme mit teils mehr Suchergebnissen. Perfekt sind beide Dienste noch nicht. Da beide Anwendungen kostenlos sind, müssen Nutzer beide nutzen oder mit den Schwächen eines der Konkurrenten leben. Im Alltag sind jedoch beide echte Helfer wenn es darum geht, ein Geschäft oder ein bestimmtes Ziel zu finden.
Die kostenlosen Downloads im App Store:
Aroundme
Qype Radar
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