Test WLAN-Router

Belkin N+

Test WLAN-Router

Test: Belkin N+

Ein WLAN-Router, der einwandfrei mit Macs zusammenarbeitet, ist nicht selbstversändlich. Der Belkin N+ tritt im Macwelt-Testcenter an, um zu zeigen, ob er gegen Apples Airport-Stationen bestehen kann.

Von Stefan Rubner (19.02.2009)

Aufrecht stehen scheint derzeit die Devise bei Belkin zu sein - zumindest wenn es um WLAN-Router geht. Auch der N+ macht da keine Ausnahme. Was auf den ersten Blick als zu klein geratene Fliegenklatsche erscheint, die aus Versehen an das Gehäuse geklebt wurde, entpuppt sich bei näherem Hinsehen als Standfuß. Da sich dieser nicht entfernen lässt, bleibt dem Nutzer nichts anderes übrig, als das Gerät eben aufrecht stehend zu betreiben. Selbst eine Wandmontage ist nicht vorgesehen.

Auf diese Weise kommt immerhin die nächste Auffälligkeit gut zur Geltung. Wo andere Hersteller mit einer Phalanx von Antennen protzen begnügt sich der N+ mit lediglich zwei Stück. Das dies keine Einschränkungen bei der Leistung nach sich zieht, zeigt unser Test. Sowohl bei der Reichweite, als auch bei der erzielbaren Übertragungsrate ist der Belkin-Router ganz vorne mit dabei.

Unübersichtliches Bedien-Interface

Übersichtlich geht anders: Das Web-Interface des Routers lädt nicht zum Stöbern in den Features ein
Übersichtlich geht anders: Das Web-Interface des Routers lädt nicht zum Stöbern in den Features ein
Weniger gut schneidet das Web-Interface zur Konfiguration ab. Zwar sind alle Funktionen vorhanden, doch das Design erleichtert das Auffinden einzelner Optionen nicht gerade. Immerhin: vollkommen und korrekt eingedeutscht sowie mit Hilfefunktion versehen, ist es auch für Einsteiger bedienbar. Lediglich ein Programmierfehler in der Firmware sorgt für echte Abzüge. Es ist nicht möglich, ein Gerätepasswort zum Schutz der Einstellungen zu vergeben.

Ansonsten überzeugt der Belkin N+ mit komplettem Funktionsumfang. Neben Verschlüsselung der drahtlos übertragenen Daten nach WPA/WPA2, automatischem Setup neuer WLAN-Clients mittels WPS und den üblichen Firewall-Funktionen finden sich auch noch einige Zusatzfeatures. Dazu zählt das optional freischaltbare WLAN mit eigener SSID für Gäste. Es erlaubt Besuchern den Zugriff auf das Internet, nicht aber auf Gegenstellen, die sich im lokalen Netz befinden.

Einen an den USB-Port angeschlossenen Massenspeicher stellt der N+ als Netzwerkressource bereit, auf die auch vom Mac aus problemlos zugegriffen werden kann. Neben dem Betrieb als Router ist auch der Einsatz als reiner Access Point möglich. Dabei wird der sonst zum Anschluss des Kabel- oder DSL-Modems dienende Port zum echten Netzwerkport. In diesem Fall stehen fünf statt der normalerweise vier Gigabit-Anschlüsse für weitere Netzgeräte zur Verfügung.

Empfehlung

Bei einem Preis von rund 70 Euro ist der Belkin N+ ein Angebot, bei dem man eigentlich nichts falsch machen kann - es sei denn, man legt Wert auf flexible Aufstellbarkeit. Stefan Rubner

Feedback: christian.moeller@macwelt.de

Belkin N+

Schneller WLAN-Router mit hohen Übertragungsraten und problemloser Mac-Kompatibilität

Preis: € 70, CHF 102

Note: 1,6 gut

Leistung (50%) 1,4

Ausstattung (30%) 1,6

Handhabung (10%) 2,2

Verbrauch/Ergonomie (10%) 2,2

Vorzüge: gute Sendeleistung, problemloser Betrieb, hohe Übertragungsraten, Betrieb als Access Point, USB-Port für Massenspeicher

Nachteile: gewöhnungsbedürftiges Design, leichte Fehler in der Firmware, keine Wandmontage

Alternativen: Airport Extreme

Technische Angaben: Router nach 802.11n-Draft, 5 Gigabit-Ports (1 x WAN, 4 x LAN), USB-Port für Massenspeicher

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