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Ein Betriebssystem mag noch so ausgeklügelt sein - mit ein paar Tricks und Kniffen kann man es optimieren oder zusätzliche Funktionen nutzen - Lesen Sie hier unsere besten Tipps und Tricks für Mac-OS X 10.6 Snow Leopard
Von Volker Riebartsch (04.09.2009)
Mit Snow Leopard hat Apple das Tool zum Aktivieren des Root-Accounts in den Core Services versteckt. Öffnen Sie zur Aktivierung die Systemeinstellung "Benutzer", und klicken Sie auf "Anmeldeoptionen". Klicken Sie dann den Button "Verbinden" bei "Netzwerk-Account-Server", und wählen Sie im Pull-down-Fenster "Verzeichnisdienste öffnen". Klicken Sie auf das Schlosssymbol, um den Schutz für "Verzeichnisdienste" aufzuheben. Geben Sie dazu Ihren Administratornamen und Ihr Administratorkennwort ein. Wählen Sie im Menü "Bearbeiten" den Befehl "Root-Benutzer aktivieren", und vergeben Sie ein sicheres Kennwort für den Superuser. Der Root-Benutzer sollte immer deaktiviert werden, wenn er nicht mehr benötigt wird.
Snow Leopard bietet diverse Serverdienste. Mit FTP ist eines der ältesten und am meisten verbreiteten dabei. Leider erlaubt Snow Leopard nur unverschlüsselte Verbindungen. Es gibt eine sichere Variante:
Der im Lieferumfang enthaltene Tnftp-Server taucht in den Listen erfolgreicher Einbruchsversuche leider immer wieder auf.
Eine Lösung wie der frei erhältliche PureFTPd-Server ist hier deutlich besser. Er ist einfach zu verwalten und gilt als sicher. Bei Administratoren ist die Apple-Lösung besonders unbeliebt, da Besucher zwar nur Änderungen an Dateien in ihrem Verzeichnis durchführen können, in allen anderen aber "stöbern" dürfen. Fast noch schlimmer - zumindest wenn man auf den FTP-Server per Internet-Verbindung zugreift - wiegt, dass die Übertragung der Login-Daten und der eigentlichen Dateien unverschlüsselt erfolgt. Zumindest das letztgenannte Problem lässt sich mit Bordmitteln abstellen. Starten Sie statt des FTP-Servers den SSH-Server ("Freigaben > Entfernte Anmeldung"), und erlauben Sie nur den Benutzern Zugriff, die ihn via Internet auch benötigen.
FTP scheint bei Apple nicht sehr beliebt zu sein. Obwohl bis heute fast alle Website-Betreiber FTP nutzen müssen, um ihr Angebot zu bestücken, lässt der integrierte FTP-Client in Snow Leopard zu wünschen übrig. Schon in den Mac-OS-X-Versionen 10.2 bis 10.5 hatte Apple einen FTP-Client ins Betriebssystem integriert. Zugriff erhält man über das Finder-Menü "Gehe zu" mit dem Befehl "Mit Server verbinden". Hier kann man - wie bisher auch schon - problemlos eine Verbindung mit einem FTP-Server im Internet herstellen und Daten vom Server laden. Das Heraufladen von Dateien geht aber weiterhin nicht. Auch Snow-Leopard-Benutzer sollten sich also einen geeigneten FTP-Client besorgen
Der SSH-Server ist eigentlich für den verschlüsselten Zugriff per Terminal gedacht, bietet aber auch ein grafisches Interface für SFTP-Clients. FTP-Clients wie Cyberduck, Transmit und Co können neben unverschlüsselten FTP-Verbindungen auch verschlüsselte über SFTP aufnehmen. Zumindest lassen sich bei einer solchen Verbindung Passwort und Daten nicht ausspionieren.
Zunächst müssen Sie in der Systemeinstellung "Benutzer" die zukünftigen Nutznießer des Volumes anlegen. Achten Sie darauf, im Klappmenü unter "Neuer Account" die Option "Nur Freigabe" zu wählen.
Im nächsten Schritt gilt es, die externe Festplatte entsprechend vorzubereiten. Wollen Sie die gesamte Festplatte für alle externen Benutzer freigeben, klicken Sie in der Systemeinstellung "Freigaben > Dateifreigabe" auf das kleine Pluszeichen unter "Freigegebene Ordner", und wählen Sie die externe Festplatte aus.Aktivieren Sie die Festplatte dann mit der Maus. Wählen Sie das kleine Pluszeichen unter "Benutzer" und aus dem Menü diejenigen Benutzer (Standard und Nur-Freigabe-Benutzer) aus, die auf die externe Festplatte zugreifen sollen. Für jeden können Sie dann noch festlegen, ob dieser die Daten auf dem Volume nur lesen oder auch verändern darf. Hier sollten Sie allen Benutzern Lese- und Schreibrechte gewähren. Die per Voreinstellung angelegten Benutzer sowie "Jeder" können Sie einfach löschen. Sie sollten allerdings Ihr Administrator-Account in der Liste belassen, um jederzeit vollen Zugriff auf den Datenbestand zu haben.
Das Ganze lässt sich natürlich noch weiter verfeinern. Sie können alternativ auf der externen Festplatte für jeden Benutzer einen Ordner anlegen und diesen nur für den jeweiligen Benutzer mit Lese- und Schreibrechten ausstatten. Dazu können Sie noch einen Ordner anlegen, auf den alle Benutzer vollen Zugriff haben. Der Einsatz einer externen Festplatte minimiert das Risiko für Ihre interne Festplatte am Mac und damit für Ihre Daten.
Um das zu verhindern, lässt sich der "Gastzugriff" unterbinden. Dazu ist die XLM-Datei com.apple.AppleFileServer.plist im Verzeichnis "Library > Preferences" zu modifizieren. Zunächst öffnen Sie die Systemeinstellung "Freigaben" und deaktivieren "Dateifreigabe", falls diese eingeschaltet ist. Von der Snow-Leopard-DVD installieren Sie die Entwicklertools Xcode, zu finden unter "Optionale Installationspakete". Nach der Installation finden Sie auf Ihrem Mac im Verzeichnis "Developer > Applications > Utilities" das Programm Property List Editor. Es ist geeignet, die oben genannte XML-Datei sicher zu editieren. Um Fehlern vorzubeugen, kopieren Sie die Datei zunächst als Backup auf die Schreibtischoberfläche, und öffnen Sie dann das Original im Verzeichnis "Library > Preferences" mit Property List Editor. Scrollen Sie nach unten bis zum Eintrag "guestAccess", klicken Sie auf "Yes", und wählen Sie im sich öffnenden Klappmenü die Option "No". Speichern Sie jetzt die Änderungen, und beenden Sie Property List Editor. Nun öffnen Sie wiederum die Systemeinstellung "Freigaben" und aktivieren "Dateifreigabe". Ab sofort können sich nur noch berechtigte Benutzer an Ihrem Mac anmelden.
Falls die Spotlight-Datenbank einmal nicht mehr so funktioniert, wie sie eigentlich sollte, gibt es einen einfachen Weg, die Indexdatei neu anzulegen. Öffnen Sie zunächst die Systemeinstellung "Spotlight", und wählen Sie hier den Reiter "Privatsphäre". Kopieren Sie jetzt das Volume (Festplatte), dessen Index Sie neu erstellen wollen, in das Fenster. Spotlight löscht daraufhin den gesamten Index zu dem Volume, da es der Meinung ist, Sie würden den Inhalt nicht indizieren. Im zweiten Schritt aktivieren Sie das Volume in der Liste und entfernen es über das kleine Minuszeichen unten. Spotlight beginnt nun sofort, einen frischen Index anzulegen.
Logfile des Fileservers prüfen
Noch bis Mac-OS X 10.5 musste man in der oben genannten XML-Datei Hand anlegen, wollte man Zugriffe auf den Mac-Server protokolliert haben. Seit Snow Leopard ist die Log-Funktion automatisch eingeschaltet. Wer wissen will, welche Benutzer die Serverdienste des Mac verwenden und was sie auf dem Mac treiben, findet das Logfile AppleFileServiceAccess.log im Verzeichnis "Library > Logs > AppleFileService".Dateien aus den Papierkorb zurücklegen
Im Laufe eines Arbeitstages füllt sich der Papierkorb mit diversen Entwürfen und anderen Dokumenten, die der Benutzer entsorgen wollte. Oft geschieht es, dass eine solche Datei doch noch Verwendung finden soll. Solange der Papierkorb nicht geleert ist, geht das unter Snow Leopard sehr elegant. Klicken Sie bei gedrückter ctrl-Taste auf das Dokument, und wählen Sie "Zurücklegen". Die Datei wird aus dem Papierkorb genommen und zurück an ihren Ursprungsort gelegt.Wer seinen Mac direkt per DSL-Modem mit dem Internet verbunden hat, stellt alle freigegebenen Serverdienste sowohl dem lokalen Netzwerk als auch dem Internet zur Verfügung. Potenzielle Besucher brauchen nur die externe IP-Nummer des Macs - also die vom Provider zugeteilte - in Erfahrung zu bringen, und sie haben Zugriff. Aber auch solche Zeitgenossen, die das Internet nach ungeschützten Servern durchsuchen, finden schnell Zugang. Unser Tipp: Schalten Sie die Firewall ein, und starten Sie nur Serverdienste, die Sie unbedingt benötigen.
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