Morgenmagazin: Parkstadt Schwabing

Dienstag, 22. Dezember

Macwelt wünscht frohe Weihnachten +++ Die Tagesschau kommt als App aufs iPhone +++ Intels neue Netbook-Plattform mit Atom N450 +++ Mehr Leistung für Ihre Digicam +++ Weihnachtseinkäufe: Rückgaberecht beachten +++ Firefox überrundet Internet Explorer +++ Neue Mobilfunkfrequenzen werden versteigert +++ AAPL im Plus

(22.12.2009)

Macwelt wünscht frohe Weihnachten

Ein aus Mac-Perspektive aufregendes Jahr geht zu Ende. Das iPhone ist zum begehrten Smartphone-Vorreiter geworden, Apple hat den Markt mobiler Anwendungen und des mobilen Internets schier revolutioniert. Wer die Goldgräbestimmung auf Apples Etwicklerkonferenz WWDC erlebt, der merkt, wie viele Entwickler Apple zur iPhone-Plattform gezogen hat. Dazu gab es zahlreiche Modellverbesserungen bei den Macs. Das nächste Jahr verspricht nicht weniger spannend zu werden. Sollten die Gerüchte Recht behalten, könnte Apple mit einem Tablet-Mac die mobile Computernutzung neu definieren. Ein solches Gerät könnte die mobile Tageszeitung, ein vielseitiger E-Book-Reader und ein perfektes Surfgerät sein.

Nach zahlreichen Macwelt-Ausgaben, Sonderheften und der neuen iPhoneWelt, sowie einigen Abenden mit Liveberichterstattung geht das Jahr für die Macwelt langsam zu Ende. Dies ist das letzte Morgenmagazin für das Jahr 2009, Sie lesen uns im neuen Jahr wieder. Auf Macwelt.de gibt es aber auch über die Feiertage und den Jahreswechsel jeden Tag neue, spannende Themen. In unserem Macwelt-Jahresrückblick lassen wir die vergangenen zwölf Monate des Jahres 2009 Revue passieren und blicken jeden Tag auf einen Monat zurück.

Wer sich über die Feiertage intensiv mit seinem Mac beschäftigen möchte, Neues lernen will oder sich immer schon einmal in ein bestimmtes Programm einarbeiten wollte, dem seien unsere zwölf Mac-Projekte ans Herz gelegt. Täglich präsentieren wir dort ein neues Thema.

Zum Schluss möchten wir uns bei Ihnen, unserem treuen Leser bedanken. Wir wünschen Ihnen schöne Feiertage und einen guten Rutsch ins Jahr 2010!

Die Tagesschau kommt als App aufs iPhone

Auch die ARD-"Tagesschau" wird wie andere große Medien demnächst als App auf dem iPhone auftauchen. Das sagte der Erste Chefredakteur von ARD aktuell, Kai Gniffke, der Deutschen Presse-Agentur dpa (am Montag) in Hamburg. "Mehrere Hunderttausend iPhone-Nutzer dürfen von uns erwarten, dass wir sie auch unterwegs mit seriösen Nachrichten versorgen", so Gniffke. Die Inhalte für diese Anwendung stellt ARD-aktuell im Gegensatz zu anderen Apps auf dem Endgerät kostenlos zur Verfügung, da sie bereits aus der Rundfunkgebühr finanziert sind. Noch im ersten Quartal soll Tagesschau.de für mobile User abrufbar sein.

Auf dem Online-Markt hat es die Redaktion von ARD aktuell mit Konkurrenten auf dem Nachrichtensektor zu tun, die für ihre Inhalte zunehmend Geld verlangen wie zum Beispiel Bild.de. Eröffnet diese Entwicklung zum sogenannten paid content größere Chancen für kostenlose öffentlich-rechtliche Nachrichtenportale? "Ich habe Verständnis für die Sorgen der Printkollegen und der Verlage, die auf der Suche nach tragfähigen Geschäftsmodellen im Netz sind", so Gniffke. "Ich bin mir da der Verantwortung unserer besonderen Rolle bewusst." Die anderen großen Anbieter hätten jedoch auch ein anderes inhaltliches Portfolio.

Tagesschau.de, derzeit etwa auf Platz sieben in der Nutzungsskala der Nachrichtenportale, präsentiere das "Hartholz", wenig Buntes oder Sport. "Es ist nicht unsere Aufgabe, ein Ranking der schönsten News-Ladys zu präsentieren oder eine Tiger-Woods-Fotostrecke. Wir bewegen uns weiter auf unserem angestammten Korridor, auf dem wir aber weiter Maßstäbe setzen wollen." Ein breiter aufgestelltes Tagesschau.de-Portal werde es nicht geben, Verlinkungen zu Sportseiten oder zur ARD-Börse reichten dem Nutzer. "Die leichten Themen können andere besser, würden wir da mitmischen wollen, wären wir nicht mehr unverwechselbar."

Dass die Tagesschau auch im Netz nachgefragt werde, so Gniffke, beweise die Funktion "Tagesschau 24": Im Mai, kurz nach der Einführung, habe es 400.000 Abrufe gegeben, im September seien es für das On-Demand-Angebot mit den wichtigsten Nachrichten der Stunde (Gniffke: "Wir nennen sie die ewige 'Tagesschau'") schon 3,6 Millionen gewesen. Die 20-Uhr-Tagesschau im Fernsehen werde dennoch ihren "herausragenden Wert" behalten: Sie wurde im Wahljahr 2009 laut GfK-Fernsehforschung im ARD-Gemeinschaftsprogramm und in den dritten Programmen bis zum 10. Dezember von 8,84 Millionen Menschen pro Ausgabe gesehen, etwas mehr als 2008. Rund 145 Mitarbeiter kümmern sich derzeit um die Nachrichten im TV und im Netz. Einen Stellenabbau soll es im Zuge der Verschmelzung beider Einheiten mit Wirkung vom 1. Januar an nicht geben. (dpa)

Intels neue Netbook-Plattform mit Atom N450

Erst mit der Einführung von Intels Atom-Plattform respektive entsprechenden Endprodukten nahm der Netbook-Markt Mitte 2008 Fahrt auf, auch wenn derlei Geräte natürlich schon vorher existierten. Inzwischen sind Netbooks ein etabliertes Segment, sie stellen rund 20 Prozent der portablen Rechner am Markt. Dabei wurden nur wenige herkömmliche Notebooks verdrängt, denn Netbooks sind zusätzliche portable Systeme.

Das Gros der aktuellen Netbooks basiert auf Intels Atom-Plattform, die sich seit ihrer Einführung 2008 kaum verändert hat. Das bedeutet: In den meisten Netbooks steckt ein Atom N270, dem Intels 945GSE-Chipsatz zur Seite steht, der wiederum die integrierte Grafik GMA 950 mit sich bringt; das Ganze wurde auch als "Diamondville" eingeführt. Seit Beginn des Jahres 2009 sind auch hie und da Netbooks mit dem Intel Atom N280 zu finden. Dieser arbeitet ein wenig flinker als der weit verbreitete N270, und zwar mit 1,66 statt 1,6 GHz und einem FSB von 667 statt 533 MHz. Der TDP-Wert liegt laut Intel wie beim N270 unverändert bei 2,5 Watt.

Ursprünglich sollte dem N280 einmal der GN40-Chipsatz assistieren, von dem man insbesondere bei der Wiedergabe von HD-Inhalten Vorteile erwartete. Tatsächlich findet sich der Atom N280 in Endgeräten aber in der gleichen Umgebung wieder wie der N270, sprich in Gesellschaft des 945GSE-Chipsatzes. Der GN40 hat den Markt nicht so recht erreicht. Von einem wirklich spürbaren Performancevorteil kann man in der Praxis daher kaum sprechen.

Das soll sich jetzt mit der neuen Generation, die den Codenamen Pine Trail trägt, ändern. Intel verspricht mehr Performance bei geringerer Leistungsaufnahme. So spricht Intel von 10 bis 20 Prozent mehr Leistung und einer Akku-Laufzeit, die um 20 bis 30 Minuten länger ist als bei vergleichbaren Geräten.

Vorher/Nachher: Die neue Netbook/Nettop-Plattform (rechts) kommt als Zwei-Chip-Lösung. (Quelle: Intel)
Vorher/Nachher: Die neue Netbook/Nettop-Plattform (rechts) kommt als Zwei-Chip-Lösung. (Quelle: Intel)

Mit der Einführung von Pine Trail verabschiedet sich Intel auch bei Netbooks und Nettops von der klassischen Drei-Chip-Lösung so wie bei anderen Plattformen. Dazu integriert Intel Speichercontroller und integrierte Grafik in den Prozessor, oder besser auf den Prozessor-Chip. Bislang ist die Atom-Plattform der Netbooks sehr traditionell aufgebaut und besteht aus Prozessor, Chipsatz und ICH. Der zweite Teil der neuen Plattform ist der Chipsatz, der sich um I/O wie Serial ATA, USB und PCI Express kümmert. Nach Aussagen von Intel soll Pine Trail einige Flaschenhälse der bisherigen Atom-Plattform in Sachen Leistung eliminieren. Das betrifft nicht nur die im Fokus stehenden Netbooks, sondern auch die sogenannten Nettops und auch "Entry-Level-Desktop"-Systeme. Das kompaktere Design der neuen Chip-Lösung soll zudem Kostenersparnisse für die Hersteller mit sich bringen und gleichzeitig für eine geringere Leistungsaufnahme der Gesamtplattform sorgen.

Intel Pine Trail Plattform (Quelle: Intel)

Bild 1 von 22
image

Intels neue Netbook-Plattform mit Atom N450

Neue Prozessoren

Drei neue CPUs führt Intel mit der neuen Generation ein. Für die beliebten Netbooks steht mit dem Atom N450 ein neues Modell zur Verfügung. Diese Single-Core-CPU arbeitet mit 1,66 GHz, verfügt über einen L2-Cache von 512 KByte und unterstützt DDR2-667-Speicher. Der Prozessor ist mit einem TDP-Wert von 5,5 Watt spezifiziert. Dieser Wert ist jetzt nicht mehr direkt mit der Vorgängergeneration vergleichbar (Atom N270: 2,5 Watt), da nun ja die Grafik und der Speichercontroller mit an Bord sind.

Neue Atom-Prozessoren

Prozessor

Taktfrequenz

Cores

Cache

Speicher-Unterstützung

TDP-Wert

Atom N450

1,66 GHz

1

512 KByte

DDR2-667

5,5 Watt

Atom D410

1,66 GHz

1

512 KByte

DDR2-800

10 Watt

Atom D510

1,66 GHz

2

1 MByte

DDR2-800

13 Watt

Für die Desktop-Systeme sind die neuen Atom-Prozessoren D410 und D510 zuständig. Beim D410 handelt es sich um einen Single-Core-Prozessor, der mit maximal 1,66 GHz arbeitet, über 512 KByte Cache verfügt und DDR2-800 unterstützt. Der D510 ist ein Dual-Core-Prozessor, arbeitet maximal mit 1,66 GHz und kann mit 1 MByte Cache aufwarten und unterstützt ebenfalls DDR2-800. Den TDP-Wert für den D410 beziffert Intel mit 10 Watt, der D510 soll bei 13 Watt liegen. Mit dem neuen Plattform-Design ist der FSB Geschichte, der Chipsatz wird per DMI angebunden. Die Atom-Prozessoren unterstützen wie das Gros des bisherigen Line-ups Hyperthreading.

Intel Pineview CPUs (Quelle: Intel)

Bild 1 von 5
image

Die neuen Atom-Prozessoren werden in 45-nm-Technologie gefertigt.

Neue Grafik, neuer Chipsatz

Die neue Grafik trägt die Bezeichnung GMA 3150 und ist "in" den Prozessor gewandert. Intel verspricht einen deutlichen Leistungssprung gegenüber der jetzigen Grafik GMA 950 oder GMA 500. Zeitgemäß wäre dies in jedem Fall, denn die am häufigsten anzutreffende GMA 950 hat ihren Einzug in das mobile Segment ja bereits Anfang 2006 gehalten.

Wie leistungsfähig die neue Lösung wirklich ist, , bleibt weiterhin unklar. Nach Angaben von Intel sei die neue Grafik durchaus in der Lage HD-Flash-Videos abzuspielen, H.264-Unterstützung sei ebenfalls vorhanden. Dennoch bietet sich für OEMs die Möglichkeit, die Netbooks mit entsprechenden Zusatz-HD-Decodern - etwa von Broadcom - auszurüsten. Damit sollten die erwähnten Anwendunen dann in jedem Fall möglich sein. Diese HD-Video-Decoder sind wie WLAN-Karten als Mini-PCI-Cards ausgeführt. Die Netbook-Displays werden per LVDS mit maximal 1366 x 768 Bildpunkten angesteuert. Damit dürfte sich hinsichtlich der bislang verwendeten Maximalauflösungen bei Netbooks nichts ändern. Per VGA werden maximal 1400 x 1050 Bildpunkte unterstützt. Eine HDMI-Unterstützung seitens Intels erfolgt derzeit mit der Pine-Trail-Plattform nicht.

Dem neuen Atom-Prozessor steht jetzt der NM10-Chipsatz zur Seite. (Quelle: Intel)
Dem neuen Atom-Prozessor steht jetzt der NM10-Chipsatz zur Seite. (Quelle: Intel)

Wie eingangs erwähnt, ist bislang das Gros der Netbooks mit Intels 945GSE-Chipsatz ausgerüstet. Dessen technischer Ursprung liegt schon einige Zeit zurück, dementsprechend stand diese Lösung immer wieder in der Kritik. Mit der Einführung des Atom N280 wurde ursprünglich der GN40-Chipsatz erwartet, tatsächlich ist dieser aber nie so wirklich am Markt aufgetaucht. Der neue Chipsatz NM10 ist deutlich kleiner (17 x 17 mm) als die bisherige 945GSE-Lösung mit Grafik- und Speichercontroller (27 x 27 mm), zu der sich ja auch noch der ICH7 gesellt. Das dürfte den Designern von Netbooks einige Optimierungen erlauben.

Der neue Chipsatz NM10 bringt zwei SATA-Ports mit sowie Unterstützung für acht USB-Ports. Das klingt nach sehr viel, tatsächlich muss man davon aber die internen - per USB angebundenen - Geräte abziehen. Zur Integration ins Netzwerk steht ein integrierter 100 MBit-MAC zur Verfügung, unterstützt wird darüber hinaus Intels Gbit-Chip. Die verfügbaren WLAN-Module werden 802.11n unterstützen.

Der Vollständigkeit halber sei die ebenfalls am Markt vorhandene Silverthorne-Lösung erwähnt. Dabei handelt es sich um die Z-Versionen des Atoms, die gemeinsam mit dem Chipsatz US15W (Poulsbo) auftreten. Diese Kombination erweist sich als in der Leistungsaufnahme genügsamer als die bekanntere Diamondville-Plattform. Zum Chipsatz gehört die integrierte Grafik GMA500, die in puncto Performance gleichfalls noch etwas unter der GMA950 bleibt. Derzeit trifft man in entsprechenden Netbooks meist auf die Z-Varianten Atom Z520 (1,33 GHz, FSB 533 MHz) und Z530 (1,6 GHz, FSB 533 MHz). Die Z-Atoms unterstützen anders als der N270 Intels Virtualization Technology.

Apps für Netbooks

Was Smartphones recht ist, kann Netbooks nur billig sein. Bereits im Herbst 2009 hat Intel auf dem IDF das "Atom Developer Program" vorgestellt. Damit will der Hersteller Entwickler von Applikationen für Atom-basierte Geräte wie Netbooks und MIDs unterstützen.

Apps für Netbooks: Mit dem Programm möchte Intel Entwickler und OEMs unterstützen.
Apps für Netbooks: Mit dem Programm möchte Intel Entwickler und OEMs unterstützen.

Dabei handelt es sich nicht um einen Appstore für Anwender, sondern um eine Community für Entwickler. Intel stellt dort ein SDK für die Atom-Plattform zur Verfügung. Mit dem Ziel, die Verfügbarkeit von plattformübergreifenden Applikationen zu fördern, unterstützt das Atom Developer Program laut Intel verschiedene Betriebssysteme und Laufzeitumgebungen. Entwickler sollen damit eine Applikation nur noch mit einer Code-Basis schreiben müssen, die aber dann gleichermaßen für die Betriebssysteme Windows und Moblin geeignet sind. Umfangreiche Neuprogrammierungen sollen nicht mehr notwendig sein. OEMs von Netbooks können dann beispielsweise entscheiden, ob sie ab Werk entsprechende Applikationen auf ihre Produkte packen.

Fazit

Die neue Plattform dürfte den Herstellern bei Netbooks durchaus attraktive Designs erlauben. Man darf annehmen, dass alle gängigen Netbook-Hersteller sehr schnell mit entsprechenden Geräten zur Stelle sein werden. An den eigentlichen Formfaktoren wird sich aber wohl wenig ändern. Schließlich existiert ja, ebenfalls in preislicher als auch in leistungsmäßiger Hinsicht durchaus attraktiv, die CULV-Plattform von Intel als nächst höhere Alternative.

Für viele Anwender dürfte insbesondere die Leistungsfähigkeit der Grafik ein interessanter Punkt sein. Schließlich sind Netbooks Geräte, mit denen in der Praxis häufig Online-Inhalte konsumiert werden, und dazu gehören heutzutage eben auch höherwertige Videos. Wie sich die Matrix aus Leistungsfähigkeit und Laufzeit darstellen wird, müssen erste Tests zeigen. (mje)

Mehr Leistung für Ihre Digicam

Ob Sie eine teure Spiegelreflex-Kamera besitzen, oder ein günstiges Kompakt-Modell. Diese Tipps machen Ihre Digitalkamera schneller.

So machen Sie Ihre Digicam schneller
Zwar können Sie bei Ihrer Digitalkamera in den seltensten Fällen die Hardware-Komponenten austauschen, aber Sie haben ein ganzes Sammelsurium an anderen Möglichkeiten, die Geschwindigkeit der Kamera zu verbessern. Mit diesen Tricks können Sie zum Beispiel die Auslöseverzögerung minimieren oder die Zeitspanne zwischen dem Aufnehmen eines Bildes und dessen Bearbeitung am Kameradisplay verkürzen.

Besitzen Sie ein älteres Kameramodell, haben Sie vielleicht ein Problem mit der Auslöseverzögerung. Es gibt jedoch ein paar Dinge, die Sie dagegen tun können. Verfügt Ihre Kamera beispielsweise über einen Shutter-Priority-Modus, setzen Sie diesen auf ISO 100, um schneller Fotos zu schießen. Eine Auslöseverzögerung entsteht im Wesentlichen dadurch, dass Ihre Kamera bei Werkseinstellungen allerhand Dinge zu erledigen hat, bevor sie das Bild aufnimmt. Ein paar dieser Arbeitsschritte und automatischen Einstellungen können jedoch ausgeschaltet werden.

Anstatt eines automatischen ISO sollten Sie den Kamera-ISO auf 100 oder 200 setzen. Das Wichtigste: Benutzen Sie den Vor-Fokus Ihrer Digitalkamera für schnellere Schnappschüsse. Fixieren Sie das Objekt, das Sie ablichten möchten und drücken Sie den Auslöser nur zur Hälfte herunter. Das fixiert den Fokus. Sind Sie bereit für das Bild, drücken sie den Auslöser ganz herunter, um die Aufnahme zu machen. All diese Schritte zusammen bringen Ihnen im Endeffekt einige Zehntel Sekunden Wartezeit weniger.

So gelingen Action-Aufnahmen

So reduzieren Sie die Auslöseverzögerung
So reduzieren Sie die Auslöseverzögerung
Nachdem Sie den Auslöser gedrückt haben, wird Ihre Kamera den eben gemachten Schnappschuss speichern. Die meisten Kameras können mehrere Aufnahmen gleichzeitig verarbeiten und trotzdem in der Zwischenzeit neue Fotos schießen. Bei exzessiven Foto-Sessions braucht aber auch die beste Digicam nach einiger Zeit eine Rechenpause, bis Sie neue Bilder aufnehmen können. Sie können zwei Dinge tun, um diesen Engpass etwas aufzulockern: Wenn Sie nicht gerade eine ganze Armada von 12-Megapixel-Bildern benötigen, sollten Sie Ihre Aufnahmen in einer geringeren Auflösung speichern. Damit können nicht nur insgesamt mehr Fotos schießen, sondern auch die Anzahl der Bilder, die gleichzeitig bearbeitet werden, erhöhen. Die zweite Möglichkeit ist der Kauf einer schnelleren Speicherkarte. Zwar kosten schnellere Modelle deutlich mehr als Standard-Speicherkarten, doch sie erhöhen die Leistung der Kamera merklich.

Action-Aufnahmen - von herumtollenden Welpen, Grundschul-Fußballspielen oder Autorennen - sind eine echte Herausforderung, insbesondere mit langsamen Kameras. Die Action lebendig einzufangen ist aber oft nur eine Frage der Auslöseverzögerung. Die meisten Spiegelreflex-Kameras und einige Profi-Modelle verfügen über einen Shutter-Priority-Modus, der es erlaubt, die Geschwindigkeit, mit der die Blende schließt, manuell einzustellen - auch auf die höchst mögliche Geschwindigkeit. Reicht das noch nicht, muss auch der ISO der Kamera verändert werden. Mit einer Verdoppelung des ISOs von 100 auf 200 etwa halbiert die Kamera ihre Verschlusszeit. Wird der ISO-Wert noch höher gesetzt, fängt die Kamera die Action sogar noch bei sehr schwachem Licht hervorragend ein.

Verfüht Ihre Kamera nicht über solche Funktionen, können Sie Ihre Action-Fotos durch einen Schwenk verbessern. Fokussieren Sie das Objekt im Bildsucher und drehen Sie Ihren Körper in die Bewegungsrichtung des Objektes mit, wenn Sie auf den Auslöser drücken. Dadurch verschwimmt zwar der Hintergrund des Fotos, das Objekt selbst jedoch bleibt klar und deutlich.

Dieser Artikel stammt von unserer Schwesterpublikation PC World.

Weihnachtseinkäufe: Rückgaberecht beachten

Falls ein online bestelltes Weihnachtsgeschenk nicht gefällt, lässt es sich meist problemlos zurückgeben. Auch für solche Waren gilt die 14-tägige Rückgabefrist, so der Branchenverband BITKOM in Berlin. Innerhalb dieser Zeit können Onlinekäufer den Kaufvertrag widerrufen. Bei Ware aus anderen EU-Ländern laufe die Frist mindestens eine Woche. Es reicht laut BITKOM aus, sie ohne Begründung zurückzuschicken. Ausgenommen vom Rückgaberecht seien Musik, Videos und Software, wenn der Kunde den Datenträger aus der versiegelten Hülle genommen hat. Auch für Verderbliches wie Schnittblumen gelten Ausnahmen. (dpa)

Firefox überrundet Internet Explorer

Das Webstatistik-Unternehmen StatCounter wertet regelmäßig die Marktanteile von Browsern aus. Und kommt nun zu einem bemerkenswerten Ergebnis: Firefox 3.5 ist erstmals der weltweit am meisten eingesetzte Browser – vor Internet Explorer 7 und 8.

Demnach hat Firefox bis zum 20.12.2009 einen weltweiten Marktanteil von 21,93 Prozent erobert. Der Internet Explorer 7 folgt mit 21,2 Prozent, danach kommt bereits Internet Explorer 8 mit 20,33 Prozent.

Speziell für Europa fällt der Triumph für Firefox sogar noch deutlich aus: Firefox 3.5 kommt hier auf 28,37 Prozent Marktanteil und liegt damit deutlich vor dem Internet Explorer 8 mit 21,6 Prozent. Mit dem IE 7 erfolgten aus Europa 16,8 Prozent aller von StatCounter ausgewerteten Zugriffe auf Websites.

Nord-Amerika dagegen ist noch vergleichsweise Microsoft-treu. 25,1 Prozent der Seitenabrufe aus Nordamerika erfolgten laut StatCounter mit dem Internet Explorer 8, gefolgt von 21,7 Prozent mit Firefox und Internet Explorer 7.

Allerdings muss ganz klar darauf hingewiesen werden, dass die jeweiligen Marktanteile je nach Auswertungstool und Marktforschungsinstitut unterschiedlich ausfallen.

Neue Mobilfunkfrequenzen werden versteigert

Die EU-Kommission und die Bundesnetzagentur haben sich zur geplanten Auktion von Mobilfunkfrequenzen im Deutschland im kommenden Jahr geeinigt. Der Präsident der Bundesnetzagentur, Matthias Kurth, kündigte am Montag in Brüssel an, die Bedenken der Kommission mit einer Untersuchung der Wettbewerbsverhältnisse auf dem deutschen Markt drei Monate nach der Versteigerung ausräumen zu wollen.

"Die Regeln der Auktion werden somit nicht geändert, auch nicht die Vergaberegeln für Unternehmen", sagte Kurth. Die Unternehmen O2 und E-Plus hatten Ende November angekündigt, gegen die Versteigerung zu klagen. Die beiden Netzbetreiber sehen sich gegenüber den größeren Anbietern Vodafone und T-Mobile benachteiligt.

Versteigert werden soll ein Paket mit Frequenzen von 360 Megahertz. Diese beinhaltet unter anderem auch die sogenannte Digitale Dividende - ehemalige Rundfunkfrequenzen im Bereich von 800 Megahertz, die eine wichtige Rolle bei der Breitbandversorgung in der Fläche spielen sollen.

EU-Telekommunikationskommissarin Viviane Reding hatte in einem Schreiben die "eindeutige Diskrepanz" im Verfahren zu Lasten von E-Plus und O2 beklagt. Kurth erklärte, dass die Bundesnetzagentur gegen Wettbewerbsverzerrungen vorgehen wolle, wenn die geplante Untersuchung diese aufzeige. Reding sagte nach Treffen: "Ich freue mich, dass wir zu einer Lösung kommen konnten." Sie erwarte in Deutschland künftig eine bessere Versorgung der "weißen Flecken", jene Gebiete, wo es bisher keine Anschlüsse zum Breitbandnetz möglich sind.

Der Branchenverband Bitkom fordert, dass die Versteigerung spätestens bis Ende Februar über die Bühne geht. Sonst werde es schwierig für die Bundesregierung, das Breitbandziel zu erreichen und bis Ende 2010 alle Bundesbürger ans schnelle Internet anzuschließen. (dpa)

AAPL im Plus

Nach dem erfreulichen Freitagsabschluss setzt sich der Steigflug der Apple-Aktie am Montag fort. Der Börsenkurs steigt auf 198,23 US-Dollar und legt damit um 1,43 Prozent zu. Dies entspricht einem Gewinn von 2,80 US-Dollar. Zwischanzeitlich liegt der Wert des Papieres am Montag bei 199,49 Dollar, fällt zum Ende des Handelstages jedoch wieder leicht ab.

Newsletter bestellen: Newsletter und Wochenchronik

Beta