App Store erreicht drei Milliarden Downloads +++ Google-Handy Nexus One kommt +++ E-Books: Amazon bringt größeren Kindle auf den Weltmarkt +++ iPhone, Tablet und Online-Werbung: Apple und Google konkurrieren immer stärker +++ Elektronikmesse CES öffnet - mit eigenem iPhone-Bereich +++ Millionen EC- und Kreditkarten müssen womöglich umgetauscht werden +++ AAPL bricht ein
(07.01.2010)
Wie Apple mitteilt, hat der App Store inzwischen über drei Milliarden Programm-Downloads für das iPhone zu verzeichnen. Der App Store ist die zentrale Anlaufstelle für Anwendungen für das iPhone und den iPod Touch. Der App Store ist seit dem 10. Juli 2008 online und starte damals mit wenigen Hundert Anwendungen. In kürzester Zeit durchbrach das Angebot zahlreiche Schallmauern – sowohl was Apps als auch Downloads angeht. Mittlerweile gibt es über 130.000 Apps im App Store.
Macwelt hat inzwischen Hunderte Apps getestet, bewertet und in einer übersichtlichen Datenbank gelistet.
Mit einem neuen Smartphone wollen Google und HTC dem iPhone Konkurrenz machen: Das Nexus One genannte Gerät ist weniger wuchtig als das Apple-Handy und eine Spur flacher - letzteres fällt jedoch nur bei genauerem Hinsehen auf. Der Touchscreen besitzt nach Angaben von Google eine Diagonale von 3,7 Zoll, also rund 9,4 Zentimeter. Auch die Auflösung von 480 mal 800 Pixel ist größer als die des iPhones. Die Bedienung über das Display ist ähnlich komfortabel.
Im Nexus One kommt ein Prozessor mit 1 Gigahertz Taktfrequenz zum Einsatz, was es erlaubt, auch aufwendigere oder mehrere Anwendungen gleichzeitig flott laufen zu lassen. Das Nexus One ist mit dem maßgeblich von Google entwickelten Betriebssystem Android ausgestattet. Anders als bei bisherigen Android-Handys ist es erstmals möglich, mehrere Google-Mail-Accounts einzubinden. Neu ist auch die integrierte Navigationslösung mit Sprachausgabe.
Zur Ausstattung des UMTS-fähigen Nexus One gehören unter anderem WLAN, Bluetooth, GPS und eine Kompassfunktion. Das Nexus One steht dem iPhone also in vielerlei Hinsicht nicht nach, ist in mancher Hinsicht sogar besser ausgestattet. Was den internen Speicher angeht, liegt das Apple-Handy jedoch weiter vorne: Lediglich 512 Megabyte Speicher hat der Hersteller HTC dem Nexus One spendiert. Das iPhone kommt mit 16 oder 32 Gigabyte (GB) daher. Allerdings kann das Nexus mit Hilfe einer Speicherkarte (microSDHC) auf bis zu 32 GB erweitert werden.
Ein Novum ist, dass Google erstmals selbst ein Handy verkauft - vorerst allerdings nur in den USA, wo das Gerät online mit Mobilfunkvertrag ab 179 US-Dollar (124 Euro) erhältlich ist. Ohne Vertrag kostet es 529 Dollar (367 Euro) - was für ein Smartphone dieser Kategorie relativ günstig ist. Die Markteinführung in Europa ist für Frühjahr geplant. (dpa)
Der Internet-Einzelhändler Amazon.com startet eine weltweite Großoffensive mit seinen Lesegeräten für elektronische Bücher. Der größere E-Book-Reader "Kindle DX" werde vom 19. Januar an weltweit verfügbar sein, teilte Amazon am Mittwoch mit. Bisher wurde das Gerät mit einer Bildschirm-Diagonale von 9,7 Zoll (24,6 cm) nur in den USA verkauft. Die Ankündigung kommt in einer Zeit, in der sich die Gerüchte verdichten, dass Apple schon bald ein Konkurrenzprodukt auf den Markt bringen wird.
US-Amerikaner können schon seit Mitte vergangenen Jahres Bücher, Zeitungen und Zeitschriften auf dem Kindle DX lesen. Mehr als 320 000 Titel sind derzeit verfügbar. Dagegen war selbst die kleinere Kindle-Version mit einem 6-Zoll-Bildschirm von Deutschland aus erst seit Oktober zu bestellen. Deutschsprachige Bücher gibt es momentan gar nicht im Angebot. Die Chancen darauf steigen jedoch. "Wir wollen das Angebot ausbauen und die Vielfalt erhöhen", sagte ein Sprecher.
Der große Kindle kostet weltweit einheitlich 489 Dollar (340 Euro), sein kleinerer Bruder gut die Hälfte. Wie viele der Geräte Amazon mittlerweile verkauft hat, darüber schweigt sich der Versandhändler aus. "Es ist unser meistverkauftes und meistverschenktes Produkt", sagte der Sprecher. Amazon hatte nicht zuletzt dank des elektronischen Lesegeräts seinen Gewinn in den vergangenen Quartalen kräftig steigern können.
Die Gewinnquelle scheint aber bedroht: Laut mehren gleich lautenden Medienberichten wird Apple noch in diesem Monat ein eigenes Lesegerät vorstellen und dann im März auf den Markt bringen. Mit einer Bildschirm-Diagonale von 10 bis 11 Zoll (rund 25 bis 28 Zentimeter) böte das Gerät noch mehr Lesefläche als der Kindle DX. Das dürfte allerdings auch den Preis in die Höhe treiben, den Beobachter auf 700 bis 1.000 Dollar schätzen.
Dem Apple-Gerät wird ein starker Einfluss auf Computermarkt und Medienindustrie zugetraut. Unter anderem erhofft sich die kriselnde Print-Branche neues Interesse für ihre Zeitungen und Magazine in digitaler Form. Bereits mit dem Musikspieler iPod und dem Smartphone iPhone hatte Apple den Markt aufgerollt und neue Standards gesetzt.
Apple wollte die Existenz des Lesegeräts bislang aber nicht bestätigen. Auch Amazon hält sich in punkto Neuerungen beim Kindle bedeckt. Schon bald soll die Kindle-Software aber auch mit einem Apple-Mac-Computer zusammenarbeiten können, soviel verriet der Versandhändler. "Unser Ziel ist es, die Lesequalität zu erhöhen", sagte der Sprecher.
Wenn Technik-Gurus einen Ausblick auf die Trends des Jahres 2010 wagen, ist ein Thema stets heiß gehandelt: das mobile Netz. Surfen per Multimedia-Handy oder Netbook ist angesagt wie nie. Google und Apple heizen nun den Kampf um die kauffreudigen Kunden weiter an. Der Suchmaschinen-Primus will gegen die iPhone-Macher punkten und stellt am Dienstag (1900 MEZ) mit dem "Nexus One" sein erstes eigenes Handy vor. Apple legt nach und stellt laut US-Medien den lang erwarteten Tablet-Computer Ende Januar vor, um ihn Ende März auf den Markt zu bringen. Die Rivalität zwischen den Konzernen, die lange befreundet waren, wird damit immer deutlicher.
Apple ist die unangefochtene Nummer 1 im Taschen-Internet. Der Computerhersteller hat mit dem iPhone und dem Multimedia-Player iPod Touch gezeigt, wie das Surfen auch unterwegs und auf einem kleinen Bildschirm Spaß macht. Perfekt designte Hardware, perfekt abgestimmte Software - das ist der Apple-Weg. Der Tablet-Computer wäre der Versuch, einen weiteren Meilenstein zu setzen.
Trotz Apples üblicher Geheimniskrämerei wollen amerikanische Blogs und Medien Details in Erfahrung gebracht haben. Kernstück des Gerätes ist demnach ein berührungsempfindlicher Bildschirm. Mit einer Diagonale von zehn bis elf Zoll (rund 25 bis 28 Zentimeter) ist er größer als der des E-Book-Lesegerätes Kindle. Da der Tablett-förmige Computer - wie in dieser Geräteklasse üblich - keine Tastatur hat, ist er aber handlicher als die meisten Notebooks. Das Gerät koste zwischen 700 und 1000 Dollar, berichtete das Wall Street Journal.
Beobachter vermuten, dass Apple sein noch namenloses Gerät mit einem Direktzugang zu seinen beiden Online-Läden ausstattet. Im App Store könnten die Käufer dann kleine Zusatzprogramme herunterladen, die das Tablett zum Allzweckwerkzeug machen. Und mit dem iTunes Store wird das Gerät multimedial.
Denn in den virtuellen Geschäft gibt es mehr als Musik und Videos. Immer mehr Medienhäuser nutzen die Plattform als Kiosk und verkaufen darüber Zeitungen oder Magazine in digitaler Form. "Solche Inhalte würden von einem größeren Bildschirm profitieren", sagt Carolina Milanesi, Marktforscherin bei Gartner. Das Gerät wäre Notebook, iPod und E-Reader in einem - eine attraktive Mischung für Technik-Fans.
Apple verdient daran dreifach: an Geräten sowie der Provision beim Verkauf von Software und Medieninhalten. Google setzt auf ein anderes Geschäftsmodell: Der Suchmaschinen-Konzern macht den allergrößten Teil seines Umsatzes mit Anzeigen. Um die wachsende Zahl der mobilen Surfer zu erreichen, brachte Google daher Ende 2007 das offene, kostenlose Betriebssystem Android auf den Markt. Das Kalkül: Je mehr Hersteller Geräte mit der Software verkaufen, desto öfter klicken die Nutzer auf Werbung in Google-Diensten - was wiederum das Kerngeschäft befeuert.
Nun bringt der Konzern mit dem Nexus One erstmals ein eigenes Gerät auf den Markt, zunächst in den USA. Das Gerät ist allerdings auf den zweiten Blick kein 100%iges Google Phone". Weil der Internetkonzern keine Erfahrungen im Hardware-Geschäft hat, arbeitet er mit HTC zusammen. Der taiwanesische Hersteller fertigt das Gerät in seinen Fabriken und wird Berichten zufolge auch den Kundenservice übernehmen. Eine solche Abteilung müsste Google erst aufwendig aufbauen. Ein echter Einstieg ins Hardwaregeschäft sieht anders aus.
"Google will zeigen, was Android-Telefone können", bewertet Ralf Kaumanns, Mitautor des Buches "Die Google-Ökonomie", den Schritt. Der Konzern setze damit die anderen Android-Hersteller unter Druck, die Lücke zum iPhone werde somit kleiner. Dass Google Apple damit seine loyalen Fans abspenstig machen kann, glaubt der Unternehmensberater jedoch nicht: "Apple ist und bleibt der Meister des Fachs."
Die Rivalität zwischen den Konzernen heizt das trotzdem an. Apple wehrt sich auf seine eigene Weise: Der Konzern hat am Montag laut einem Bericht des Wall Street Journal für 275 Millionen Dollar die Firma Quattro Wireless gekauft. Sie betreibt eine Werbe-Plattform für mobile Geräte eigentlich Googles Kerngeschäft. (dpa)
Fernsehen in 3D, große Displays mit gestochen scharfen Bildern und mobile Internetgeräte - mit insgesamt 20 000 neuen Entwicklungen und Produkten will sich die Branche der Unterhaltungselektronik auf der amerikanische Consumer Electronics Show (CES) resistent gegen die Krise zeigen und bei den Verbrauchern wieder für Konsum-Laune sorgen. Die CES 2010, die größte Branchenmesse Amerikas, startet für das Fachpublikum am Donnerstag in Las Vegas. Und Microsoft-Chef Steve Ballmer könnte jüngsten Gerüchten zufolge auf seiner Eröffnungsrede am Mittwochabend (Ortszeit) bereits eines der großen Highlights präsentieren.
Ballmer werde seine Keynote dazu nutzen, dem Rivalen Apple zuvor zu kommen und einen neuartigen Tablet-PC vorstellen, berichteten die New York Times und zahlreiche Onlinemedien am Vorabend. Dies könne allerdings auch zu einem riskanten Unterfangen werden, sollte das Gerät den Markt nicht überzeugen. Seit geraumer Zeit kursieren Gerüchte, dass Apple ein eigenes Tablet noch in diesem Monat ankündigen will. Und seit dem großen Erfolg des iPhones traut die Branche dem Hersteller aus Cupertino noch am ehesten zu, innovative und verbraucherfreundliche Geräte zu entwickeln, die dem Markt neuen Schwung geben.
Das von Hewlett-Packard produzierte Multimedia-Gerät soll nach Art einer Schiefertafel über ein berührungsempfindliches Display bedient werden können und auch als E-Book-Reader dienen. Tablet-PCs gehören zu den technologischen Steckenpferden von Microsoft-Gründer Bill Gates und wurden von Microsoft bereits öfters in Las Vegas präsentiert. Es gibt sie in verschiedenen Ausführungen bereits seit Jahren, doch bei den Verbrauchern hat sich diese Geräteklasse nicht zuletzt wegen hoher Preise und geringer Akku-Laufzeit nie richtig durchsetzen können.
Neben zahlreichen neuen Anwendungen und Produkten rund um TV und Internet zählen vor allem mobile Web-Geräte inklusive zahlreicher Erweiterungen zu den Hoffnungsträgern der Branche. Einer der wesentlichen Treiber dieser Entwicklung war in der Vergangenheit Apple und sein iPhone. Erst jüngst hatte das Unternehmen gemeldet, dass inzwischen über drei Milliarden Anwendungen, sogenannte Apps, für das Telefon herunter geladen worden sind. In Las Vegas wird Apples iPhone jedoch weiterhin nur indirekt zu sehen sein.
Speziell für den Markt rund um das iPhone hat die CES hat in diesem Jahr einen eigenen "iLounge Pavillon" eingerichtet, um alle Anwendungen und Entwicklungen für das iPhone und den Mediaplayer iPod zu präsentieren. Neben iPod-Docking-Stations in allen Größen und Formen zum Abspielen von Musik zeigen viele Hersteller zum Beispiel auch, wie sich das iPhone zur Wanduhr, zur Wetterstation oder zum Navigationsgerät für ein Modell-Flugzeugs verwandeln kann. Apple selbst bleibt allerdings auch weiterhin der CES wie auch anderen großen Messen fern. (dpa)
Angesichts der Probleme mit EC- und Kreditkarten könnte nach Sparkassenangaben auch ein Austausch fehlerhafter Karten nötig werden. Derzeit wird daran gearbeitet, die Schwierigkeiten mit falsch programmierten Mikrochips auf rund 30 Millionen Karten aller Kreditinstitute zentral über neue Software zu lösen. "Sollte sich herausstellen, dass das so ganz einfach nicht geht, werden die Kunden angeschrieben und gebeten, die alte Karte abzugeben und sich eine neue zu holen", sagte der stellvertretende Sprecher des Ostdeutschen Sparkassenverbands, Wolfram Morales, am Mittwoch dem Sender MDR Info.
Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner (CSU) verlangte von Banken und Sparkassen "mehr Sorgfalt", um die Funktionsfähigkeit der Karten zu gewährleisten. "Wenn Kunden jetzt gezwungen sind, am Bankschalter Bargeld zu holen, dürfen dafür keine Gebühren berechnet werden", sagte sie dem Tagesspiegel. Der Handelsverband Deutschland (HDE) forderte, die Zahlung mit EC-Karte und Unterschrift auszubauen, die auch jetzt genutzt werde, wenn es an der Ladenkasse mit EC-Karte und Geheimzahl nicht funktioniere. Der Handel hoffe, dass Einbußen durch entgangene Geschäfte "in überschaubarem Rahmen bleiben", sagte HDE-Experte Ulrich Binnebößel dem Audiodienst der dpa. (dpa)
Am Mittwoch kommt die AAPL sichtlich aus der Puste. Die Aktie schließt mit einem Wert von 210,97 US-Dollar. Dies ist ein Verlust von 3,41 Dollar zum Vortag. Prozentual liegt das Minus bei 1,59 Prozent. Grund für die Schwäche könnte das Engagement von Google im Smartphone-Sektor und Mcrosoft im Tablet-Sektor sein. Hier könnten Anleger Einnahmeeinbußen für Apple befürchten.
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