Test: Externe Festplatten mit mindestens 1 Terabyte

Vergleichstest: externe Festplatten mit mindestens 1 TB Kapazität

Test: Externe Festplatten mit mindestens 1 Terabyte

Die besten externen Terabyte-Festplatten

Externe Speicherriesen gibt es heute zum kleinen Preis. Doch Vorsicht, im Test stellen uns nur die wenigsten Modelle auf ganzer Linie zufrieden. Festplatten bis zwei Terabyte im Test.

Von Christian Helmiss (19.01.2010)

Das Praktische an einer externen Festplatte ist, dass sie sich leicht installieren lässt: Einfach USB- oder Firewire-Kabel einstecken – fertig. Dadurch vervielfachen Sie die Festplattenkapazität Ihres Macs. Und auch Platzprobleme gehören der Vergangenheit an. Externe Festplatten gibt es in zwei Ausführungen: 2,5-Zoll-Festplatten sind ideal für unterwegs, da sie kein Netzteil benötigen. Ganz im Gegensatz zu Modellen mit 3,5-Zoll-Festplatte. Diese bieten dafür die dreifache Kapazität, also Platz für bis zu 2 Terabyte (TB) an Daten. In diesem Test stellen wir Ihnen die zehn besten Festplatten vor, die mindestens 1 TB Speicher besitzen.

Besonders günstig: 1,5-TB-Festplatten
Die billigsten externen 3,5-Zoll-Festplatten besitzen 500 GB Kapazität und kosten rund 50 Euro. Real bleiben etwa 466 MB übrig, was einen GB-Preis von 11 Cent pro GB ergibt – das ist ziemlich hoch. Unser Tipp: Geben Sie lieber etwas mehr Geld aus. Denn so kaufen Sie zu besseren Konditionen ein. Modelle mit 1,5 Terabyte Speicherplatz bekommt man bereits ab 80 Euro.

Die besten externen Terabyte-Platten

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Platz 1: Iocell Netdisk 351 UNE 2 TB

Hochkapazitive Festplatte mit USB-, E-SATA- und Ethernetschnittstelle. Sie ist flott und einigermaßen leise. Der Stand-By-Stromverbrauch ist hoch.

Zum Test

USB-Schnittstelle als Rettungsanker
Je schneller ein externer Massenspeicher, desto weniger Zeit müssen Sie vor dem Rechner in Warteposition verbringen. In Praxistests zeigte sich, dass moderne Schnittstellen E-SATA, Firewire 800 und – ganz neu – USB 3.0 mindestens doppelt so flott wie die althergebrachte USB-Buchse ist. Allerdings profitieren Mac-Anwender kaum von diesen Standards. E-SATA und USB 3.0 findet bei Macs noch keine Verwendung. Lediglich am Mac Pro kann man E-SATA mittels Adapter oder Erweiterungskarten nutzen. Für USB 3.0 fehlt die Unterstützung noch komplett. Allerdings ist USB abwärtskompatibel und funktioniert mit jeder USB-Buchse, wenn auch gedrosselt. Der große Vorteil von USB ist ihre große Verbreitung und damit die Kompatibilität. Jedoch bringen nur flotte Schnittstellen genügend Tempo mit, um vom heute üblicherweise sehr hohe Datenaufkommen nicht erschlagen zu werden.

In der folgenden Tabelle haben wir für Sie die 10 Terabyte-Festplatten mit der besten Gesamtnote zusammengestellt. Die Testberichte der einzelnen Modelle finden Sie auf den nächsten Seiten.

Hersteller/Modellbezeichnung

Preis
(Euro)

Kapazität
(formatiert, GB)

GB-Preis
(Cent)

USB 2.0

USB 3.0

E-SATA

Iocell Netdisk 351 UNE 2 TB

185

1863

10

ja

nein

ja

Lacie d2 quadra 2TB

235

1863

13

ja

nein

ja

Seagate Freeagent Xtreme 1 TB

125

931

13

ja

nein

ja

Iomega Professional Hard Drive 1 TB

100

931

11

ja

nein

ja

G-Technology G-Drive Q TB

160

931

17

ja

nein

ja

Iocell Netdisk 351 UNE 1 TB

135

931

15

ja

nein

ja

Verbatim Quad-Interface 1 TB

140

931

15

ja

nein

ja

Buffalo Drivestation USB 3.0 1 TB

100

931

11

ja

ja

nein

Verbatim External Hard Drive E-SATA & USB 2.0 Combo TB

100

931

11

ja

nein

ja

Seagate Freeagent Desk 2 TB

160

1863

9

ja

nein

nein

Testsieger: Iocell Netdisk 351 UNE 2 TB
Diese externe 3,5-Zoll-Festplatte war das bisher schnellste Modell im Testfeld. Obendrein bietet sie mit 2 TB die maximale Kapazität, die mit einer einzigen Festplatte möglich ist. Da sie neben USB-, Firewire- und E-SATA- auch noch eine Ethernet-Schnittstelle mitbringt, hat sie sich den Testsieg redlich verdient. Sie ist übrigens auch noch günstig. Negativ fiel uns im Test lediglich ihr Betriebsgeräusch auf.

Iocell NetDISK 351 UNE 2 TB (Platz 1)

Festplatte (extern): Iocell NetDISK 351 UNE 2 TB im Test
Festplatte (extern): Iocell NetDISK 351 UNE 2 TB im Test
Fazit: Hochkapazitive Festplatte mit USB-, E-SATA- und Ethernetschnittstelle. Sie ist flott und einigermaßen leise. Der Stand-By-Stromverbrauch ist dagegen hoch.

Zwei Besonderheiten zeigen sich schon im Namen der Iocell Netdisk 351 UNE 2 TB. Einerseits der riesige Speicherplatz von 2 Terabyte (TB) und andererseits ihre Netzwerkfähigkeit. Die NDAS-Festplatte (Network Direct Attached Storage) besitzt eine Gigabit-Ethernet-Schnittstelle, kann also in 10-, 100- und 1000-MBit/s-Netzwerke eingebunden und so von jedem Rechner, der dort angeschlossen ist, angesprochen werden. Voraussetzung: Je nach System (wie Windows XP) muss ein passender Treiber installiert sein.

Ausstattung: Neben der Gigabit-Ethernet-Schnittstelle steht zum Datentransfer ein USB-Anschluss zur Verfügung - super kompatibel, praktisch jeder PC besitzt so eine Buchse. Wer auf Tempo steht kann die E-SATA-Schnittstelle verwenden, die jedoch nur wenige aktuelle PCs besitzen. Als zusätzliches Bedienelement steht auf der Rückseite der Iocell Netdisk 351 UNE 2 TB ein Netzschalter - er kappt die Stromversorgung zum Steckernetzteil. Im Lieferumfang sind ein USB- (160 Zentimeter), ein E-SATA- (105 Zentimeter) und ein Ethernet-Kabel (160 Zentimeter) enthalten.

Tempo: Wer auf Geschwindigkeit setzt, verwendet die E-SATA-Schnittstelle, da dies die schnellste der drei Schnittstellen ist. Leider unterstützt lediglich der Mac Pro diese Schnittstelle. An diesem Anschluss erreichte die Iocell Netdisk 351 UNE 2 TB im Praxistest einen Datendurchsatz von 43 und 45 MB/s beim Lesen und Schreiben. Diese Werte sind zwar im Vergleich zu einer USB-2.0-Festplatte mehr als doppelt so hoch, jedoch sind andere E-SATA-Festplatten teilweise um bis zu 10 MB/s flotter. Die mittlere Zugriffszeit ist mit 6,43 Millisekunden in Ordnung. Alles in allem tempomäßig also guter Durchschnitt.

Ergonomie: Die verbaute 2-TB-Festplatte der Iocell Netdisk 351 UNE 2 TB stammt aus dem Hause Seagate. Die Barracuda LP dreht ihre Datenscheiben mit gemächlichen 5900 Umdrehungen pro Minute. Das kommt einem niedrigen Geräuschpegel zugute. Er lag bei der Netdisk 2 TB bei stillen 19,7 dB(A) im Leerlauf und bei noch flüsterleisen 26,8 dB(A) unter Last. Somit ist die Iocell zwar durchaus hörbar, stört im Wohnzimmer aber ebenso wenig wie im Büro oder Heimkino. Sie verbraucht im Betrieb zwischen 8 und 9 Watt. Im Standby-Modus betrug der Verbrauch 4 Watt. Das ist zu hoch und verursacht - je nach Tarif - Mehrkosten auf der Stromrechnung von rund 6 Euro pro Jahr (bei Stromkosten von 17 Cent pro Kilowattstunde). Erst nachdem wir die Festplatte an der Gehäuserückseite komplett ausschalteten, sank der Stromverbrauch auf 0 Watt.

Lacie d2 quadra (Platz 2)

Festplatte (extern): Lacie d2 quadra im Test
Festplatte (extern): Lacie d2 quadra im Test
Fazit: Sehr groß, sehr schwer, hochkapazitiv und obendrein auch noch schnell. Die Lacie d2 quadra ist ideal für Anwender, die mit großen Dateien jonglieren und daher hohes Tempo zu schätzen wissen.

Die Lacie d2 quadra vereint viele Superlative einer externen Festplatte - positive wie negative. Sie ist beispielsweise das bisher schwerste aller von uns getesteten Modelle. Sie wiegt gut 1,76 Kilogramm und damit fast drei Mal so viel wie das leicheste 3,5-Zoll-Modell im Testfeld, das nur gut 0,5 Kilo auf die Waage brachte. Auch bei der Kapazität bietet die Lacie d2 quadra das Maximum, das eine externe Festplatte mit nur einem Laufwerk erreichen kann, nämlich 2 Terabyte (TB). Und die Schnittstellenausstattung lässt obendrein kaum Wünsche offen: Neben dem langsamen, aber weit verbreiteten USB-Anschluss stehen E-SATA-, Firewire-400- und -800-Buchsen zur Verfügung. Statt eines normalen Ein-/Ausschalters hat der der Lacie d2 quadra eine weitere Schaltstufe namens auto - hier läuft die Festplatte nur, wenn der angeschlossene Mac in Betrieb ist.

Ausstattung: Im Innern der Lacie d2 quadra arbeitet die 2 TB große S-ATA/300-Festplatte Hitachi HDS722020ALA330, die ihre vier Datenscheiben mit 7200 Umdrehungen pro Minute rotiert und über 32 MB Cache verfügt. Dieses interne Modell war ebenfalls bei uns schon im Testcenter - es überzeugte durch recht hohe Geschwindigkeit bei einem niedrigen Preis-pro-GB-Verhältnis, erreichte jedoch keinen Platz in der Top 10. Bei externen Festplatten ist jedoch nicht das Laufwerkstempo entscheidend, sondern das des Brückenchips. Er sitzt zwischen verbauter Festplatte und den Schnittstellen - und entscheidet über das Tempo Ihrer externen Festplatte.

Tempo: Bei der Lacie d2 quadra arbeitet der Brückenchip offensichtlich extrem schnell, denn sie erreicht viele neue Spitzenwerte. Damit war sie sogar die bis dato schnellste Festplatte im Test. In den Praxistests etwa liest die Lacie d2 quadra pro Sekunde 32 MB/s. Beim Schreiben erreicht sie sogar 35 MB/s - superflott! Auch die mittlere Zugriffszeit ist mit 6,08 Millisekunden sehr kurz.

Ergonomie: Beim Tempotest gab die Lacie d2 quadra ordentlich Gas. Das wirkte sich jedoch negativ auf den Stromverbrauch aus. Schon im Leerlauf zog sie 12,4 Watt. Unter Last stieg der Stromverbrauch auf 16,8 Watt. Als wir den Test-rechner herunterfuhren schaltete sich die Lacie d2 quadra aufgrund der Schalterstellung auto ebenfalls ab - der Stromverbrauch blieb mit 3,6 Watt jedoch ziemlich hoch. Rechnen Sie mit mindestens fünf Euro mehr auf Ihrer nächsten Stromrechnung. Die Schalterstellung off halbiert den Stromverbrauch lediglich, der so immer noch relativ hohe 1,8 Watt beträgt. Hier sollte Lacie ein qualitativ höherwertigeres Netzteil beilegen. Auch was das Thema Geräuschentwicklung angeht, müssen Sie ob des hohen Tempos Zugeständnisse machen: Die Lacie d2 quadra ist stets zu hören, im Leerlauf beträgt ihr Geräuschpegel 22,1 dB(A), der unter Last auf deutlich zu vernehmende 26,8 dB(A) ansteigt.

Seagate Free Agent Xtreme (Platz 3)

Festplatte (extern): Seagate Free Agent Xtreme im Test
Festplatte (extern): Seagate Free Agent Xtreme im Test
Fazit: Eine externe Platte, die flott arbeitet und jede Menge Platz bietet. Im Umgang mit Energie und in der Lautheit könnte Seagate allerdings noch nachbessern.

Ergonomie: Die Platte beginnt zu arbeiten, sobald sie an einen Rechner angesteckt ist. Einen Ausschalter gibt es nicht. So ist es auch nicht verwunderlich, dass der niedrigste Messwert am Strommessgerät mit 4,1 Watt recht hoch ist. Aufgrund der passiven Kühlung kann die Hitze, die im Inneren des Gehäuses entsteht, nur durch Schlitze entweichen. Als maximalen Temperaturwert haben wir deshalb recht hohe 48 Grad Celsius gemessen. Gleichzeitig bleibt die externe Platte im Test stets vernehmbar: Unter Last ermitteln wir 30,5 dB(A) oder 1,2 Sone. Im Ruhemodus kommt die Platte auf 27,3 dB(A) oder 0,6 Sone.

Ausstattung: Das mobile Laufwerk bringt mit USB 2.0 Hi-Speed, E-SATA sowie zwei Firewire-400-Ports eine üppige Auswahl an Schnittstellen mit. Für den vertikalen Einsatz liegt ein Fuß zum Anstecken bei. Der Hersteller legt sowohl ein USB- als auch ein Firewire-Kabel bei. Die E-SATA-Verbindung ist jedoch nicht eingeschlossen. Sie muss separat erworben werden.

Tempo: Die Geschwindigkeitsläufe absolviert das Laufwerk flott. Insbesondere die Ergebnisse am E-SATA-Port überzeugen: Hier erreicht die Platte maximale Transferraten von 110,44 MB/s im Lesen und 110,56 MB/s im Schreiben. Via Firewire angeschlossen, liegen die Werte bei maximal 42,70 MB/s im Lesen und 35,32 MB/s im Schreiben. Und über die USB-Verbindung überträgt das Laufwerk 33,20 MB/s beim Lesen und 31,08 MB/s beim Schreiben. Die positive Leistung rundet die mit 9,8 ms schnelle mittlere Zugriffszeit ab.

Iomega Professional Hard Drive (Platz 4)

Festplatte (extern): Iomega Professional Hard Drive im Test
Festplatte (extern): Iomega Professional Hard Drive im Test
Fazit: Angenehm schnelle externe Festplatte im Metallgehäuse. Die Geräuschentwicklung ist nicht allzu hoch, der Stromverbrauch hält sich ebenfalls in Grenzen - empfehlenswert!

Die Iomega Professional Hard Drive kommt im üblichen eher unauffälligen Design. Mitgeliefert wird ein Standfuß aus Plastik, um die externe Festplatte auch hochkant auf den Schreibtisch stellen zu können. Allerdings ist dann der hässliche Typenschild-Aufkleber zu sehen. Damit ist die Iomega Professional Hard Drive von der Optik her kein Gewinner. Ob sie wenigstens gut ausgestattet, schnell, leise und stromsparend ist, haben wir im Testcenter für Sie untersucht.

Ausstattung: Die externe Festplatte bietet 1 TB Speicherplatz. Nach dem Formatieren stehen 931,5 GB zur Verfügung. Die Iomega Professional Hard Drive besitzt zwei Schnittstellen. Die E-SATA-Buchse verspricht hohe Datenraten, jedoch haben Macs ohne Adapter keine passende Schnittstelle dafür. Die USB-2.0-Schnittstelle schließt diese Kompatibilitätslücke - praktisch jeder Rechner kommt mit so einer Buchse - ist jedoch vom Tempo her nicht berauschend. Zum Lieferumfang der Iomega Professional Hard Drive gehört ein USB-Kabel (60 Zentimeter) und ein S-ATA-Kabel (110 Zentimeter) sowie ein Steckernetzteil.

Tempo: Im Praxistest erreichte die Iomega Professional Hard Drive beim Lesen einen Datendurchsatz von 36 MB/s, beim Schreiben 41 MB/s. Damit war die externe E-SATA-Festplatte gut doppelt so schnell wie ein USB-2.0-Laufwerk, jedoch kaum schneller als eine Firewire-400-Verbindung.

Ergonomie: Bei der 981 Gramm schweren Iomega Professional Hard Drive (1109 Gramm mit Netzteil) ermittelten wir einen Stromverbrauch von 9,5 Watt im Leerlauf und 10,5 Watt unter Last - das ist für ein 3,5-Zoll-Laufwerk normal. Im ausgeschalteten Zustand sinkt der Verbrauch laut Messgerät auf 0 Watt - klasse. Die Geräuschentwicklung liegt je nach Betriebszustand (Leerlauf/Last) zwischen 18,1 und 25,4 dB(A) beziehungsweise 0,1 und 0,7 Sone - das ist für ein 3,5-Zoll-Modell relativ leise, also kaum zu hören.

G-Technology G-Drive Q 1000 GB (Platz 5)

Festplatte (extern): G-Technology G-Drive Q 1000 GB im Test
Festplatte (extern): G-Technology G-Drive Q 1000 GB im Test
Fazit: Schön robuste und schnelle Festplatte im Apple-Design. Sie besitzt zum Anschluss als externer Speicher alle gängigen Schnittstellen. Unschön ist ihr lautes Betriebsgeräusch.

G-Technology, ein Unternehmen von Hitachi, hat sich vom Äußeren der Mac Pros von Apple inspirieren lassen. So kommen die G-Drives im Design à la Käsereibe daher. Das Gehäuse ist aus Aluminium, rundherum besteht es aus Lochblech - das kommt der Kühlung zugute, ebenso wie die Kühlrippen an der Gehäuseunterseite. Die Festplatte wirkt äußerst robust. Derzeit gibt es die G-Drive Q von G-Technology in Europa nur im englischen Onlineshop von Apple zu kaufen.

Ausstattung: Sehr anschlussfreudig ist die G-Drive Q von G-Technology. Sie besitzt nicht nur einen E-SATA- und einen USB-Anschluss, sondern auch drei Firewire-Buchsen (1x FW 400, 2x FW 800). Mit Strom wird die G-Drive Q Über ein externes Netzteil versorgt. An der Rückseite ist ein Ein-/Ausschalter vorhanden. Außerordentlich großzügig war G-Technology beim Hardware-Lieferumfang zur G-Drive Q: Mit von der Partie sind ein USB-, ein E-SATA-, ein Firewire-400- und ein Firewire-800-Kabel. Unserem Testmodell lag auch eine CD bei, auf der unter anderem Handbücher und Produktinfos zu den Laufwerken von G-Technology zu finden waren.

Tempo: Dank der flotten Schnittstellen erreichte die G-Technology G-Drive Q in den Benchmarks sehr hohe Geschwindigkeiten - wir verwendeten für den Tempotest den E-SATA-Zugang. Das durchschnittliche Lesetempo von 89 MB/s ist zum Testzeitpunkt der höchste Wert im Testfeld (Anm. Seagate Free Agent Xtreme ist noch schneller) Auch die Schreibgeschwindigkeit von 83 MB/s ist angenehm hoch. Ebenfalls einen neuen Bestwert setzte die G-Drive Q bei den Zugriffszeiten mit durchschnittlich 5,7 Millisekunden. Im Praxistests erreichte die G-Technology ebenfalls Spitzenwerte, 50 MB/s beim Lesen und 53 MB/s im Schreibmodus.

Ergonomie: Leise ist die G-Technology G-Drive Q nicht. Nach dem Einschalten beschleunigt die Festplatte ihre Datenscheiben deutlich hörbar auf 7200 Umdrehungen pro Minute: 27 dB(A) sind in Büros noch tolerabel, im Wohnzimmer kann so ein hohes Betriebsgeräusch empfindliche Ohren immens stören. Noch lauter wird die verbaute Hitachi-Festplatte bei Zugriffen: 32,2 dB(A). 9 Watt Verlustleistung im Leerlauf sind völlig in Ordnung, 12 Watt unter Last ebenfalls. Dass das Netzteil im ausgeschalteten Zustand noch 1 Watt verbraucht, ist nicht besonders schön, aber nur eine Kleinigkeit.

Iocell Netdisk 351 UNE 1 TB (Platz 6)

Festplatte (extern): Iocell NetDisk 351 UNE 1 TB im Test
Festplatte (extern): Iocell NetDisk 351 UNE 1 TB im Test
Fazit: Die Iocell Netdisk 351UNE 1 TB kann uns überzeugen. Zwar ist sie nicht die leiseste externe Festplatte unseres Testfelds, die hohen Datenraten und der niedrige Stromverbrauch machen das Laufwerk jedoch attraktiv. Dazu kommt, dass die Iocell Netdisk 351UNE in der 1-TB-Ausführung noch recht günstig ist.

Die Netdisk ist eine NDAS-Festplatte (Network Direct Attached Storage). Ist sie in ein Netzwerk eingebunden, greift jeder kompatible Rechner wie auf eine lokale Festplatte darauf zu. Das hat den Vorteil, dass Sie die Netdisk in jedem beliebigen Dateisystem formatieren können. Außerdem sind höhere Datenraten möglich, da die NDAS-Festplatte kein Netzwerkprotokoll wie TCP/IP oder FTP einsetzt, sondern ohne Host direkt an den Router angeschlossen wird. Und ist das Netzwerk mal nicht zugänglich, lässt sich die Iocell Netdisk alternativ per USB 2.0 am Mac anschließen.

Tempo: Beim sequenziellen Schreiben über den E-SATA-Port erzielt die Iocell Netdisk 351UNE mit 86,52 MB/s einen tollen Wert. Außerdem schaffte die externe NDAS-Festplatte einen der höchsten Werte beim sequenziellen Lesen. Auch die Messwerte über den USB-2.0-Port können sich sehen lassen. Nicht ganz so gut fällt dagegen die mittlere Zugriffszeit der Festplatte aus: 12,4 Millisekunden ist etwas zu lang.

Ausstattung: Für die Installation im Netzwerk legt Iocell der Netdisk 351UNE ein Tool bei, das Sie auf allen Rechnern installieren, die Zugriff auf die NDAS-Festplatte erhalten sollen. Für die Sicherheit sorgt die einmalige Hardware-ID der Netdisk 351UNE in Verbindung mit einem Zahlenschlüssel, der die Zugriffsrechte - also Lese- beziehungsweise Schreib-/Leserechte - eines jeden PCs bestimmt.

Handhabung: Die Iocell Netdisk 351UNE basiert auf der SATA/300-Festplatte Samsung HD103SI, die mit 5.400 Umdrehungen pro Minute arbeitet. Die externe NDAS-Festplatte ist für den vertikalen Betrieb ausgelegt, was sich sehr positiv auf ihre Betriebstemperatur auswirkte - 22,7 Grad stellten wir maximal fest, und dazu mussten wir das Laufwerk schon hinlegen. Die Iocell Netdisk 351UNE ist mit 1.129 Gramm ohne Netzteil ein ziemlicher Brocken. Und auch das Betriebsgeräusch ist mit 31,5 dB(A) etwas erhöht. Dafür ist die NDAS-Festplatte ein ausgesprochener Stromsparfuchs - 12,5 Watt unter Volllast ist ein sehr guter Wert für eine 3,5-Zoll-Festplatte.

Verbatim Quad-Interface (Platz 7)

Festplatte (extern): Verbatim Quad-Interface im Test
Festplatte (extern): Verbatim Quad-Interface im Test
Fazit: Die Quad-Interface von Verbatim ist eine sehr schwere Festplatte, die jedoch alle nötigen Schnittstellen samit Kabel und zudem ein eingebautes Netzteil besitzt. Allerdings ist sie im Test sehr schnell und dabei recht leise.

Die Verbatim Quad-Interface ist ein echter Brocken. Das Metallgehäuse wirkt sehr robust und ist mit einem Gewicht von rund eineinhalb Kilo auch ziemlich schwer. Dafür ist ein Netzteil integriert. Zudem haben Sie die Auswahl aus allen für externe Speicher gängigen Schnittstellen: USB 2.0, Firewire 400, Firewire 800 und E-SATA.

Ausstattung: Im Innern der Verbatim Quad-Interface werkelt die SATA-Festplatte Samsung HD103SI. Sie bietet eine Nennkapazität von 1 Terabyte (TB), wovon Ihnen in der Praxis 931 GB zur Verfügung stehen. Die Festplatte dreht ihre Datenscheiben mit 5.400 UPM. Der Cache ist 16 MB groß. Im Lieferumfang ist eine Installationsanleitung enthalten. Hervorzuheben ist, dass Verbatim der Quad-Interface zudem viele Kabel (1x USB, 1x eSATA, 1x Firewire 400 und 2x Firewire 800) beilegt - so sind Sie auf alle Anschlusssituationen vorbereitet.

Handhabung: Die Verbatim Quad-Interface arbeitete im Test sehr leise. Das Ruhegeräusch von 22 dB(A) war kaum zu bemerken. 27 dB(A) bei Zugriffen sind zwar hörbar, stören aber im Büroalltag nicht. Auch wird die Verbatim Quad-Interface nicht besonders heiß - bei einer Gehäusetemperatur von 32 Grad Celsius müssen Sie sich wirklich keine Sorgen um eine Überhitzung und damit einen Verlust Ihrer Daten machen.

Tempo: In den Benchmarks erreicht die Verbatim Quad-Interface beim Lesen und Schreiben über E-SATA 151 beziehungsweise 142 MB/s - das sind Spitzenwerte. Ebenfalls sehr schnell ist die Verbatim Quad-Interface im Praxistest: 55 MB/s beim Lesen und 36 MB/s beim Schreiben über E-SATA sind superflott. Auch die durchschnittliche Zugriffszeit von 7,85 Millisekunden gibt keinen Anlass zu Kritik.

Buffalo Drivestation USB 3.0 1 TB (Platz 8)

Festplatte (extern): Buffalo DriveStation USB 3.0 1 TB im Test
Festplatte (extern): Buffalo DriveStation USB 3.0 1 TB im Test
Fazit: Die Buffalo Drivestation USB 3.0 ist sehr schnell. Die externe 3,5-Zoll-Festplatte ist daher ideal für Anwender, deren PC oder Notebook bereits eine USB-3.0-Schnittstelle besitzen. Außerdem können Sie sie dank ihrer Abwärtskompatibilität zu USB 2.0 auch an älteren Rechnern betreiben.

In der externen Festplatte Buffalo DriveStation USB 3.0 steckt die brandneue USB-3.0-Schnittstelle - deren Spezifikationen wurden im November 2008 festgezurrt. Die Datenübertragung ist ähnlich der von S-ATA, jedoch wird ein zusätzliches Adernpaar benötigt. Die Daten laufen somit über vier Drähte. Im Vergleich zu USB 2.0 sind neue Stecker, Buchsen und Kabel nötig. Allerdings ist USB 3.0 abwärtskompatibel - dann geht’s natürlich etwas langsamer. Während die USB-2.0-Schnittstelle eine Bandbreite von 480 MBit/s bietet, soll USB 3.0 theoretisch bis zu 5 GBit/s schaffen - E-SATA kommt auf 3 GBit/s. In der Buffalo Drivestation USB 3.0 steckt obendrein laut Hersteller noch eine flotte 7.200-UPM-Festplatte - ob die neue USB-3.0-Schnittstelle den Datenstrom der S-ATA-Festplatte ungebremst weitergeben kann oder wie der Vorgänger USB 2.0 zum Flaschenhals mutiert, haben wir im Tempotest geprüft.

Ausstattung: Im Inneren der Buffalo Drivestation USB 3.0 steckt eine Festplatte mit 7.200 Umdrehungen pro Minute und 1 TB Nennkapazität. Nach dem Formatieren blieben davon 931,5 GB übrig. Mit von der Partie ist die Backup-Software Memeo Autobackup für Windows und Mac-OS X. Ebenfalls vorhanden ist ein Lüfter, der dafür sorgt, dass die Fesplatte mit 27,8 Grad immer schön kühl bleibt. Einen Ein-/Auschalter oder weitere Bedienelemente gibt es nicht - die Festplatte schaltet sich beim Herunterfahren des Rechners automatisch aus.

Tempo: Das USB-3.0-Interface ist flott. Die Buffalo DriveStation USB 3.0 kommt in den Benchmarks beim Lesen auf 109 und beim Schreiben auf 93 MB/s. Im Praxistest erreicht sie 48 und 43 MB/s (lesen/schreiben) - klasse! Auch die Zugriffszeiten sind mit 6,4 Millisekunden angenehm kurz. Zwar ist die Buffalo DriveStation USB 3.0 über alle Geschwindigkeitstest gemittelt eine der bisher schnellsten externen 3,5-Zoll-Festplatten, allerdings liegen einige E-SATA-Modelle nur wenige MB/s hinter ihr.

Ergonomie: Mit 6 Watt im Leerlauf und 8 Watt unter Last war die Buffalo DriveStation USB 3.0 für ein externe Festplatte mit Steckernetzteil einigermaßen stromsparend. Ausgeschaltet sank der Energiebedarf auf unter ein Watt - gut. Das Betriebsgeräusch war hingegen sehr hoch. Während der eingebaute Lüfter relativ leise ist, macht sich die Festplatte im Leerlauf mit 28 dB(A) bemerkbar. Bei Zugriffen steigt die Lautstärke auf 32 dB(A) - das ist deutlich zu hören und kann empfindliche Ohren durchaus nerven.

Verbatim External Hard Drive E-SATA und USB 2.0 Combo (Platz 9)

Festplatte (extern): Verbatim External Hard Drive eSATA und USB 2.0 Combo im Test
Festplatte (extern): Verbatim External Hard Drive eSATA und USB 2.0 Combo im Test
Fazit: Das Verbatim-Modell ist zwar tempomäßig kein Überflieger, bietet aber viel Speicher und geht sorgsam mit Energie um.

Besonderheit: Mit einem Terabyte bietet die externe Festplatte von Verbatim ebenfalls viel Speicherplatz. Installationsbereit aufgespielt findet sich das Sicherungsprogramm Nero Back it Up 2 Essentials auf der Platte. Der Anwender hat die Wahl zwischen den Anschlüssen USB und E-SATA. Mac-Anwender werden hier in der Regel USB nutzen. Lobenswert: Die entsprechenden Kabel liefert der Hersteller mit. Für das externe Netzteil liegen zwei Stromstecker-Adapter im Paket - umsichtig. Im Gehäuse steckt eine Festplatte von Western Digital mit der Bezeichnung WD10EAVS-00D7B, einer formatierten Kapazität von 931,5 GB, 8 MB Cache und 7.200 Umdrehungen pro Minute.

Tempo: Über den E-SATA-Port erreicht das Laufwerk Transferraten von maximal 94,95 MB/s im Lesen und 93,12 MB/s im Schreiben - eine ordentliche Leistung. Per USB angesteuert liegen die Werte bei maximal 33,15 MB/s im Lesen und 31,01 MB/s im Schreiben - okay. Die mittlere Zugriffszeit fällt mit 13,55 Millisekunden recht gemächlich aus.

Ergonomie: Im Gehäuse der passiv gekühlten Platte enstehen im Test keine extremen Temperaturen. Wir haben maximal 37,7 Grad Celsius gemessen. Zudem bleibt die Geräuschentwicklung mit 22,3 dB(A) und 0,3 Sone unter Last sowie 20,3 dB(A) oder 0,2 Sone gering. Außerdem lobenswert: Das Verbatim-Modell benötigt zeitgemäß wenig Strom. Die Messungen ergeben 6,7 Watt im Standby und im Schnitt 10,6 Watt im Betrieb. Ausgeschaltet geht das Gerät tatsächlich auf 0 Watt.

Seagate Freeagent Desk 2 TB (Platz 10)

Festplatte (extern): Seagate FreeAgent Desk 2 TB im Test
Festplatte (extern): Seagate FreeAgent Desk 2 TB im Test
Fazit: Die Festplatte bietet eine riesige Kapazität und ist vom Design ansprechend. Negativ schlagen das niedrige Schreibtempo sowie die hohe Geräusch- und Temperaturentwicklung zu Buche.

Die Seagate Freeagent Desk ist keine Unbekannte im Testcenter: Schon im Sommer haben wir die 1,5 TB große Version dieser externen Festplatte getestet. Jetzt ist die 2-TB-Version der FreeAgent Desk eingetroffen. Schon damals haben wir das Tempo kritisiert. Schneller ist die Freeagent Desk mit 2 TB nicht geworden - im Gegenteil.

Handhabung: Einen Ein-/Ausschalter bietet die Seagate FreeAgent Desk nicht. Zur Stromversorgung dient ein externes Netzteil. An den PC schließen Sie die Festplatte über ein USB-Kabel. Weitere Schnittstellen gibt es nicht. Die Seagate Freeagent Desk 2 TB bringt 1.006 Gramm auf die Wage. Das externe Netzteil wiegt 160 Gramm. Ausstattung: Seagate legt der Freeagent Desk Montagematerial bei, mit dem sich die externe Festplatte auch vertikal betreiben lässt.

Tempo: Im Benchmark-Test erreichte die Seagate Freeagent Desk 2 TB noch gute Werte - zumindest für ein USB-Laufwerk, dessen Datenrate vor allem durch die Schnittstelle begrenzt wird. Beim sequenziellen Lesen kam die Seagate Freeagent Desk im Durchschnitt auf 32,8 MB/s - das ist okay. Beim Schreiben landeten laut Benchmark-Programm 30,45 MB/s auf dem Datenträger - ebenfalls in Ordnung. Im Praxistests schnitt die Seagate Freeagent Desk deutlich schlechter ab: Die Leserate war mit 25 MB/s zwar noch sehr hoch. Die Schreibgeschwindigkeit ließ mit 5,4 MB/s aber sehr zu wünschen übrig - hier muss Seagate nachbessern. Die mittlere Zugriffszeit lag bei 6,17 Millisekunden, was wiederum ein Spitzenwert ist.

Ergonomie: Wir haben die Seagate Freeagent Desk flach auf dem Schreibtisch liegend getestet. Dort erreicht die Temperatur sehr hohe 45,3 Grad. Daher empfehlen wir Ihnen, die Festplatte immer vertikal, also im Standfuß befestigt, zu betreiben. So kann die Hitze, die die Festplatte in ihrem Inneren erzeugt, an beiden Gehäuseflächen abgeleitet werden. Die Leistungsaufnahme liegt bei 10 Watt im Betriebszustand und bei Zugriffen. Das ist niedrig. Ausgeschaltet zieht das Netzteil immer noch 2 Watt - unschön. Es gibt externe 3,5-Zoll-Platten, die im ausgeschaltetem Zustand keinen Strom mehr verbrauchen. Schließlich ist auch der Geräuschpegel bei Zugriffen mit rund 28 dB(A) hoch - auch hier gibt es leisere Modelle.

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