Test: Apple Aperture 3: Konkurrenz zu Adobe Lightroom? |
Trotz gegenteiliger Gerüchte hat Apple Aperture weiter entwicklet. Wir testen, ob es eine echte Konkurrenz oder Ergänzung zu Adobe Lightroom ist.
Von Mike Schelhorn (05.03.2010)
Anwender der Vorgängerversion Aperture 2 werden sich in Aperture 3, für das Apple recht schnell ein Update hinterher geschoben hat, schnell zurechtfinden. Deutlich ist aber, dass in Aperture die Vollbildansichten ausgebaut sind. Der neue Vollbild-Browser von Aperture ersetzt nicht die Leuchttisch-Darstellung. Diese gibt es weiterhin, allerdings nicht mehr als Vollbildansicht. In der Vollbildansicht kann schnell zwischen Projektübersichten, Alben, Projekten, Einzelbild- und Vergleichsansichten gewechselt werden. Die Navigation wird dabei durch eine Mediathek-Pfad-Anzeige unterstützt. Es ist so sehr einfach, gezielt von einer Vollbilddarstellung in einem Projekt zu einem Bild in einem anderen Projekt zu wechseln. Mediathek, Metadaten-Panel und Anpassungsfunktionen von Aperture sind zusätzlich in einem Head-up-Display (HUD) untergebracht und lassen sich schnell ein-und ausblenden. Schön gelöst: Hält man während einer Anpassung die Umschalt-Taste gedrückt, wird bis auf den Reger das HUD ausgeblendet. Unschön: Während der Vollbilddarstellung können wir nicht in den Finder oder in andere Programme wechseln.
Ein besseres Debut gibt die Orte-Funktion: Aperture kann GPS-Daten von Digitalkameras und Geotaggern auslesen und Fotos auf einer Landkartenansicht darstellen sowie Geotracks zuordnen. Gut gelöst ist hierbei die Zusammenführung von Aufnahmen ohne GPS-Daten und geladenen GPS-Strecken. Man zieht eines der Fotos, beispielsweise vom Start einer Rundreise, auf die in Aperture angezeigte GPS-Strecke und Aperture hilft anhand Abgleich der Zeitdaten, das Foto an der richtigen Stelle der Strecke zu positionieren. Weitere Fotos aus dem Projekt werden anschließend automatisch oder per Drag-and-drop zugeordnet. Apple unterstützt die Ortsanzeige mit eigenen "Ortsnamen"-Servern und greift ansonsten auf Google Maps zu. Die Ortsnamen haben allerdings in Europa noch keine große Abdeckung. Wo Ortsnamen verfügbar sind, werden die GPS-Koordinaten in der Kartenanzeige von ihnen ersetzt (was Apple "Reverse Geocoding" nennt).
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