Cloud Computing

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Sugarsync

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Test Sugarsync: Alternative zu Mobile Me

Viele werben mit dem Schlagwort Cloud Computing. Mobile Me hat die Wolke sogar im Logo. Doch erst Sugarsync zeigt, welche Freiheiten der hardwareunabhängige Sync wirklich bedeuten kann.

Von Ingo Böhme (17.07.2010)

Unterwegs mit dem Notebook und schnell noch die wichtigsten Daten vom iMac kopieren. Und doch fehlt dann im Meeting die benötigte Dokumentenvorlage. Dieses Szenario ist typisch für den Umgang mit stationärem und mobilen Computing. Wer seine Kontakte und Kalender per Mobile Me synchronisiert, würde sich denselben Service auch für Dokumente und weitere Daten wünschen.

Sugarsync erfüllt diesen Wunsch. Der Lösungsansatz besteht aus einer kostenlosen Hintergrundsoftware wahlweise für Mac-OS X ab Leopard oder Windows sowie einem virtuellen Speicherplatz auf den Servern des Dienstanbieters. Zwei Gigabyte gibt es kostenlos, mehr wird auf monatlicher Basis abgerechnet. Knapp 5 Euro kosten 30 Gigabyte pro Monat, bei jährlicher Zahlweise bekommt man zwei Monate umsonst. Das größte Volumen beträgt 250 Gigabyte und schlägt mit 25 Euro monatlich zu Buche.

Leistungsvergleich Sugarsync

Upload eine Datei 55 MB

Datendurchsatz eine Datei

50 Dateien à 1 MB

Datendurchsatz 50 Dateien

Maximaler Speicherplatz

Preis / Jahr

Kostenloser Speicherplatz

Sekunden

KB/Sec.

Sekunden

KB/Sec.

< besser

> besser

< besser

> besser

> besser

< besser

> besser

Sugarsync

740 s

76,11 KB/s

858 s

59,67 KB/s

250 GB

50-250 Euro

2 GB

Mobile Me

750 s

75,09 KB/s

1442 s

35,51 KB/s

20 GB

80 Euro

-

DropBox

690 s

81,62 KB/s

663 s

77,22 KB/s

100 GB

120-240 Euro

2 GB

Während ähnliche Online-Festplattendienste, wie Mobile Me oder Drop Box, aktives Handeln vom Nutzer erwarten, arbeitet Sugarsync im Hintergrund. Drop Box stellt zur Datenhaltung einen speziellen Ordner bereit, der automatisch mit dem entfernten virtuellen Laufwerk synchronisiert wird. Mobile Me hingegen ist als WebDAV-Festplatte quasi in das Mac-OS X integriert. Auch hier existiert ein Sync-Mechanismus. Aber wegen der katastrophal niedrigen Datenraten wird dieser Teil des Service in Deutschland eher selten benutzt - in den USA sieht es anders aus. Bei Sugarsync hingegen bestimmt der Nutzer all jene Ordner, die gesichert werden sollen. Fortan hat man nichts mehr zu tun. Der Dienst sichert die Daten und sämtliche Änderungen automatisch. Und während logischerweise der erste Durchlauf mit dem Upload mehrerer Gigabyte etwas länger dauert, ist die weitere Verarbeitung im Hintergrund so unauffällig, dass man sie leicht vergisst.

Sugarsync im Überblick

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image

Über das Statusfenster zeigt Sugarsync, welche Dateien gerade synchronisiert werden.

Auf weiteren Macs oder auch Windows PCs kann ähnlich verfahren werden. In der Synchronisationsverwaltung erscheinen alle angemeldeten Rechner unabhängig von Betriebssystem und ob Desktop oder Notebook. Per Drag-and-drop verbindet man Sync-Zuordnungen auf den verschiedenen Rechnern. Und auch hier ist die Arbeit damit getan. Die Synchronisation - Up- und Download - läuft im Hintergrund. Sobald eine Datei verändert wird, landet sie in der Datencloud und alle zum Sync angemeldeten Systeme erhalten sie das nächste Mal, wenn sie online gehen. Sollte es Kollisionen geben, indem eine Datei auf zwei Systemen gleichzeitig verändert wurde, erstellt Sugarsync Doubletten mit der Rechner-ID im Dateinamen. In einem Monat des Praxistests gab es zwar zahlreiche Kollisionen, jedoch keinerlei Datenverluste. Da auch das Löschen synchronisiert wird, ist die Software leider als Backup-Lösung nicht geeignet. Hier bleibt nach wie vor die Time Machine - auch in Kombination mit Sugarsync - die bessere Wahl.

Mobiler Zugriff

Neben Mac OS und Windows ist Sugarsync auch auf mobilen Systemen wie Blackberry, Android und Windows Mobile aber eben auch auf iPhone und iPad verfügbar. Beim Start der jeweiligen Mobilanwendung haben Sie Zugriff auf die komplette Datenstruktur der Cloud, also der virtuellen Datenhalde bei Sugarsync und können diese - eine entsprechende Anwendung auf dem mobilen Device vorausgesetzt - unterwegs bearbeiten. Bis auf die beiden iDevices von Apple, werden alle Änderungen direkt in die Cloud synchronisiert. iPhone und iPad hingegen können die Online-Dateien zwar auch bearbeiten - im Falle des iPad Tabellen, Präsentationen und Texte sogar mit Numbers, Keynote und Pages - allerdings müssen die veränderten Dateivarianten per Mail verschickt werden.

Daneben kann auf jede Datei von jedem online-fähigen Rechner weltweit aus auch über den Browser erreicht werden. Musik und Videos können so gestreamt werden, ohne dass man die Dateien stets parat haben muss.

Spezielle Funktionen

Neben der Synchronisation ist auch eine virtuelle Aktentasche vorhanden, in die - wie bei Dropbox - einfach alle Dateien für unterwegs geworfen werden und die auf allen angemeldeten Systemen zur Verfügung steht. Beliebige Dateien können zudem freigegeben und ein Downloadlink per Mail verschickt werden. Auf diese Weise lassen sich auch viele Megabyte große Dokumente versenden, was sonst per Mail zu zahlreichen Problemen führen kann.

Die kostenlose Version sollte jeder installieren. Zeitlich ist man unlimitiert und mit zwei Gigabyte lässt sich schon vieles anstellen. Und da auch die iPhone und iPad Anwendungen gratis sind, ist man stets mit allen Dokumenten des privaten und des beruflichen Rechners versorgt.

Empfehlung

Wer auf verschiedenen Rechnern mit Mac-OS- und Windows-Betriebssystemen Kalender synchronisieren möchte und einen Online-Speicher sucht, findet mit Sugarsync eine günstige und gut funktionierende Alternative zu Apples Mobile Me.

Sugarsync Cloud Service

Flexibler Sync- und Backup Service, der weit über die Fähigkeiten und Leistungen von Mobile Me und Dropbox hinausgeht

Sugarsync

Preis Privatkunden: 2 GB kostenlos; 30 GB US$ 50 pro Jahr

Note: 1,3 sehr gut

Leistung (40%) 1,5

Ausstattung (30%) 1,2

Handhabung (30%) 1,2

Vorzüge Stets aktueller Datenbestand auf allen angeschlossenen Macs und Windows PCs, Zugriff von iPad und iPhone, iPad Notes/Numbers Nutzung, Android, Blackberry- und Windows Mobile 5 und 6 Unterstützung

Nachteile Datensicherheit entspricht nicht den EU-Richtlinien für Unternehmen, als Backup-Lösung nicht geeignet

Alternativen: Mobile Me, Dropbox

Ab Mac-OS X 10.5

www.sugarsync.com

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