Microsoft zahlt Lizenzgebühren für jeden verkauften Zune an die Musikindustrie +++ Macworld: Rosetta ist deutlich schneller geworden +++ Forrester: Verbraucher nehmen Vista nur zögerlich an +++ Myssing Sync 3.0 gleicht iPhoto und iTunes mit ab +++ Dual-LCDs von Soyo in 17 und 19 Zoll +++ Äpfel und Birnen - Taschenrechner einmal ganz anders +++ Web 2.0 entsteht am Frühstückstisch: BarCamp Cologne +++ Emirates erlaubt Handy-Gespräche in der Luft +++ Telekom will 2007 weniger Auszubildende einstellen +++ AAPL legt weiter zu
(10.11.2006)
Die New York Times berichtet, dass Microsoft für jeden verkauften Musikplayer Zune an Universal Music Lizenzgebühren in nicht genannter Höhe abführt. Anders als Apple, das der Musikindustrie nur für jeden Download aus dem iTuens Store Gebühren zukommen lässt, soll Microsoft die Labels auch über Hardwareverkäufe Geld mitverdienen lassen.
Der Ovum-Analyst Jonathan Arber hält die Strategie für Microsoft sinnvoll. Durch die Lizenzgebühren würde sich der Zune-Hersteller eng an die Musikindustrie binden und für seinen Zune Marketplace exklusive Inhalte erhalten können. Apple weigert sich bisher standhaft, sein Einheitspreismodell im iTuens Store zugunsten hitverdächtiger Neuveröffentlichungen, die man teurer verkaufen könnte, aufzugeben. Mit dem Hardwarelizenzmodell könnte die Musikindustrie jedoch über den Zune mehr verdienen als über iTunes, bei gleichen Musikpreisen. Ob neben Universal Music weitere Konzerne Vereinbarungen mit Microsoft dieser Art schließen werden, hat die New York Times nicht geschrieben. Weder Microsoft noch Apple haben den Zeitungsbericht kommentiert.
Was Apple mit dem jüngsten Betriebssystemupdate auf Mac-OS X 10.4.8 versprochen hat, konnten unsere Kollegen von Macworld im Labor verifizieren: Rosetta, die PPC-Emulation in der Intel-Variante des Betriebssystems, ist deutlich schneller geworden. Der Test der Ende Oktober herausgekommenen Macbooks Pro mit Intel Core 2 Duo Prozessor stellte Performance-Sprünge in den Photoshop- und Benchmark-Tests fest, die sich vorwiegend auf das Betriebssystem zurückführen lassen. Die Benchmarks lifern um 3 Prozent bis 36 Prozent bessere Ergebnisse. So hatte vor Veröffentlichung von Mac-OS X 10.4.8 der 2.66 GHz schnelle Mac Pro Quad Xeon schlechter Ergebnisse bei den Tests mit Photoshop und Word aufzuweisen als ein iMac G5, mittlerweile arbeitet das nicht native Photoshop unter Mac-OS X 10.4.8 auf den Intel-Macs schneller als auf dem iMac G5. Eine native Version der Creative Suite für Intel-Macs kommt voraussichtlich im April 2007, der Zeitpunkt für die Veröffentlichung einer Universal Binary von Microsoft Office steht noch in den Sternen.
Endverbraucher werden Windows Vista ab Januar erwerben können. Bis sich das neue Betriebssystem durchsetzt, wird aber mehr Zeit vergehen, als das Microsoft recht ist, meint der Analyst Ted Schadler von Forrester Research. Consumer würden auf Vista im gleichen Tempo umsteigen, wie es bei Windows XP der Fall war, Microsoft hat bisher damit gerechnet, der Umstieg würde doppelt so schnell vonstatten gehen wie bei bisherigen Windows-Systemen. Schadler sieht keinen Grund darin, warum Windows-Anwender in Scharen ab Januar Vista installieren würden. Stattdessen würden sie in ihrem "Jahrelangen trott" fortfahren und neue Rechner erst dann kaufen, wenn der alte kaputt gegangen ist oder die Preise weit genug gesunken sind. Schadler Fazit: "Die beste Vorhersage für die Aufnahme von Windows Vista ist Windows XP". Mehr als vier Jahre habe es von dessen Veröffentlichung gedauert, bis es auf die Mehrzahl der PCs installiert gewesen sei, derzeit liege die Durchdringung bei 76 Prozent. Keine der Neuerungen in Sicherheitstechnologie oder Benutzeroberfläche würde stark genug sein, um frühe Käufe auszulösen. Im Jahr 2007 würden 12 Millionen Haushalte Windows Vista einsetzen, bis zum Jahr 2011 würde es 73 Millionen sein.
Der Softwarehersteller Mark/Space hat Version 3.0 seines Synchronisationstools Missing Sync vorgestellt. Die Software, die unter Windows Mobile laufende PDAs mit dem Mac abgleicht, bringt an Neurungen etwa den Austausch von in das Adressbuch integrierten Fotos, Datei- und Ordner-Abgleich, Synchronisation von iPhoto- und iTunes-Bibliothek und Safari-Bookmarks sowie den Import von Bildern von Windows-Mobile-Geräten mit integrierter Kamera. Myssing Sync 3.0 kostet 40 US-Dollar in der Downloadversion und 50 US-Dollar auf CD, das Update ist für 20 US-Dollar zu haben.
Soyo hat zwei Dual-LCDs in Größen von 17 und 19 Zoll vorgestellt. Zwei Displays sind dabei nebeneinander in separaten Rahmen in einem Gehäuse montiert, die Auflösung der Displays erreicht derart insgesamt 2560 x 1024 Pixel. Die Variante mit zwei 17-Zöllern kostet 1.000 US-Dollar, das Dual-19-Zoll-Display ist für 1.200 US-Dollar zu haben. Für den Anschluss an Mac und PC sind die Monitore mit d-Sub und DVI ausgestattet. Die Responsezeit gibt der Hersteller mit acht Millisekunden an, die Helligkeit mit 300 Candela pro Quadratmeter und das Kontrastverhältnis mit 700 : 1.
So ein Rechner kann eigentlich nur einem Mac-Anwender einfallen - Windows-Kollegen würden da wohl eher zu großen Excel-Tabellen greifen. Soulver von Acqualia aus Sydney rechnet mit Äpfeln und Birnen und beantwortet auch mathematische Fragen - allerdings zur Zeit nur in Englisch. So ungewöhnlich das Konzept auch ist, nach kurzer Zeit wächst einem dieser Außenseiter ans Herz. Die Webseite erklärt das Prinzip anschaulich, das Programm kostet 13,95 US-Dollar, kann aber zwei Wochen lang ausprobiert werden.
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