Lionsgate einigt sich mit Apple: 150 Filme mehr im iTunes Store +++ Adobe bringt Flash Video auf das Handy +++ Vista verärgert PC-Spieler +++ MP3Tunes.com bietet Musikspeicher ohne Ende +++ Myst Online: Uru Live kommt auf den Mac +++ Konfigurations-Werkzeug MAMP Pro für Mac OS X +++ Mehr Spaß mit Microsoft +++ Telekombranche am Scheideweg - Boom in Indien, Spardruck in Europa +++ Mit GPS und TV-Empfang: Neue Handys von Nokia +++ AAPL legt wieder zu
(13.02.2007)
Was haben Terminator 2, Basic Instinct und Dirty Dancing gemeinsam? Richtig, alle drei sind Klassiker aus den späten Achtiger- und frühen Neunzigerjahren. Richtig ist aber auch, dass US-Amerikaner die Filme jetzt zusammen mit 150 anderen Streifen aus dem Hause Lionsgate neu im iTunes Store kaufen können. Damit ist Apple ein weiterer Streich im Kampf um ein größeres Video-Angebot gelungen - doch der scheint noch lange nicht entschieden.
"Wir sind entzückt, diese unglaublich populären Filme von Lionsgate auf iTunes anbieten zu können und wollen in Zukunft noch mehr hinzufügen", freut sich Steve Beeks, der Vorstandsvorsitzende des unabhängigen Fimstudios in einer Presseerklärung. Der größte unabhängige Filmvertreiber in Nordamerika ist vor allem auf ausländische und Indipendent-Filme spezialisiert. 10.000 Titel hat er in seinem Archiv. Für Furore sorgte er 2004, weil er Michael Moores Fahrenheit 9/11 auf den amerikanischen Markt brachte - die großen US-Studios fürchteten einen Image-Verlust und lehnten den Vertrieb ab. Doch auch in der Mac-Szene hat das Studio bereits für einigen Wirbel gesorgt: Im August 2006 plauderte CEO Jon Feltheimer während einer Telefonkonferenz aus, Apple werde bald Spielfilme in den iTS aufnehmen. Zu diesem Zeitpunkt war dieses pikante Detail aus Cupertino noch streng geheim und der iTunes Store hatte noch ein "Music" im Namen. Die Kooperation Apples mit Lionsgate kommt zur rechten Zeit. Musste der iTunes-Anbieter doch eine Schlappe einstecken, als Wal-Mart vor einer Woche den Einstieg in den Online-Vertrieb von Videos sowie im gleichen Atemzuge Kooperationen mit allen großen US-Studios bekannt gab. Der iTS-Betreiber hingegen, auf ein einheitliches Preismodell von 9,99 US-Dollar setzt, findet neben Lionsgate bislang nur bei Walt Disney und seit der Macworld Expo im Januar auch bei Paramount Zuspruch. Außerhalb der USA gibt es weiterhin noch in keinem Land Filme über iTunes zu kaufen.
Adobe hat auf der Mobilfunkmesse 3GSM in Barcelona angekündigt, Flash Video auf Mobiltelefone zu bringen. Video werde fester Bestandteil von Flash Lite 3 sein, der kommenden Flash-Laufzeitumgebung für Handys. Ab der zweiten Jahreshälfte werden Anbieter die Flash-Technologie lizenzieren können, Anwender sollten Ende des Jahres Flash-Video auf ihre Handys bekommen, kündigt Anup Murarka an, Adobes technischer Marketing-Direktor für mobile Geräte. Mit Flash Video will Adobe die Herstellung und Verbreitung von bewegten Bildern auf Handys erleichtern, bisher sei dafür ein Set unterschiedlichster Werkzeuge nötig. "Die gleichen Tools für die Verbreitung von Videos im Web kann man nun für Videos für Handys einsetzen." Zunehmend setzen Mobilfunkprovider auf Video-Content für ihre Kunden. Laut Adobe sind mittlerweile 200 Millionen Handys in der Lage, Flash-Inhalte abzuspielen.
Viele Hardcore-Gamer sind mit Microsofts neuem Betriebssystem Vista überhaupt nicht glücklich. Zahlreiche Spiele würden unter Vista abstürzen oder nur sehr langsam laufen, heißt es in verschiedene Foren. Betoffen von den Problemen sind vorwiegend First-Person-Shooter wie Half Life 2, Doom 3 oder Fear, berichten unsere Kollegen von Macworld. In erster Linie seien die Probleme auf die intensiven Grafikabforderungen von Vista zurückzuführen, die wenigsten Grafikkarten unterstützen Direct X 10 noch nicht ausreichend. Microsoft habe sein Versprechen der Abwärtskompatibilität mit der in Windows XP integrierten Grafikengine Direct X 9 nicht umgesetzt. Für Direct X 10 optimierte Spiele werden nach Ansicht von Experten erst mit der zeit auf den Markt kommen, manche Titel würden noch bis Mitte 2008 auf sich warten lassen.
Der Microsoft-Manager für Windows-Spiele Chris Donahue weist die Vorwürfe zurück. Microsoft habe mehr als 1000 populäre Spiele der letzten fünf Jahre ausgiebig mit Windows Vista getestet. Zu welchen Ergebnissen man kam und welche Probleme auftauchten, sagte Donahue jedoch nicht.
MP3Tunes.com hat seinen Musiksynchronisationsdienst Oboe auf unlimitierten Speicherplatz für Musik erweitert. Oboe, das in einer kostenlosen und in einer Premium-Version verfügbar ist, versetzt den Anwender in die Lage, seine Musik in sein persönliches Verzeichnis im Internet abzulegen und auf beliebige Geräte zu streamen oder über das Internet zu hören. Die Software Oboe Sync gleicht dabei die Inhalte vom Computer mit denen im Web ab. Oboe unterstützt MP3, MP4, AAC, OGG, AIF und andere populäre Musikformate. Die Premium-Version für 40 US-Dollar im Jahr ermöglicht es, größere Musikdateien zu speichern und Musik auf einer größeren Anzahl von Geräten abzuspielen. Zudem kennt Oboe Premium keine Einschränkung bei der Verwendung von Plattencovern, Anwender erhalten volle technische Unterstützung.
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