AMD senkt Chip-Preise, Intel dürfte nachziehen +++ Früherer ATI-Chef verlässt AMD +++ Projektorbrille für den iPod: Myvu Solo zum günstigeren Preis +++ Macbook-Pro-Netzteile in heiße Angelegenheit verwickelt +++ Neu bei FON: Mit La Fonera+ ein Plus für den Ethernet-Anschluss +++ MacUpdate: Software im Paket günstiger +++ Microsoft stellt neue Software für kleine Unternehmen vor +++ Bei Sennheiser brummt Geschäft mit Kopfhörern +++ Philips will Anteil an LG.Philips LCD derzeit nicht verringern +++ AAPL legt zu
(11.07.2007)
Der Chiphersteller AMD hat eine neue Runde im Preiskrieg mit Intel eingeleitet. Den Preis für seinen High-End-Desktop-Prozessor hat AMD deutlich reduziert, das Paar 3-GHz-Chips kostet nun 600 US-Dollar statt 800 US-Dollar, so viel wie die 2,8-GHz-version. Auch die Dual-Core-Prozessoren Athlon 64 X2 6000+ und AMD 64 X2 5600 werden günstiger und kosten nun 180 US-Dollar respektive 160 US-Dollar statt 240 US-Dollar und 500 US-Dollar. Die Preissenkung wirkt wie ein Ausverkauf, die nächste Chip-Generation mit dem Codenamen Barcelona steht schließlich kurz vor ihrer Markteinführung, einige der aktuellen Athlon-Prozessoren produziert AMD nicht mehr. Die Preissenkungen bei AMD dürften auch Folgen für Intel haben, die Investmentbank Goldman Sachs rechnet mit einem Preisabschlag für Intel-Chips, den das Unternehmen am 22. Juli bekannt geben werde.
David Orton, früherer CEO des Grafikspezialisten ATI, hat seinen Posten als Executive Vice President beim Chiphersteller AMD gekündigt. AMD hatte ATI im Oktober vergangenen Jahres für 5,4 Milliarden US-Dollar übernommen. Orton hatte von den neuen Eignern einen Vertrag mit einem Jahressalär von 1,7 Millionen US-Dollar erhalten und konnte so zum Verbleib beim fusionierten Unternehmen überzeugt werden. Ende Juli wird Orton AMD jedoch verlassen. Orton erklärt in einer Stellungnahme, dass er dem Konzern mit "gemischten Gefühlen" den Rücken kehre. Er glaube nach wie vor an den erfolg der fusionierten Firma. Die Aufgaben Ortons als direkter Vorgesetzter der Geschäftsführers für die Unterhaltungselektroniksparte Adrian Hartog und der Grafikproduktgruppe Rick Bergman übernimmt AMD-CEO Hector Ruiz.
Myvu hat seine gleichnamige Projektorbrille für den iPod in der Variante Myvu Solos herausgebracht. Die Brille projiziert Filme vom iPod Video auf ihre Gläser, dem Zuseher soll der Eindruck entstehen, vor einem 27-Zoll-Bildschirm zu sitzen. Im Gegensatz zur voll ausgestatteten Myvu-Version kommt Myvu-Solo ohne eigenes Netzteil und Hartschalencase, ein Lärm reduzierender Kopfhörer ist jedoch im Lieferumfang dabei. Myvu Solo kostet 200 US-Dollar und ist damit um 100 US-Dollar günstiger als die voll ausgestattete Variante.
Vor möglichen Problemen mit den Netzgeräten der ersten Macbook-Pro-Modelle warnt die französische Seite MacBidouille: Die Stromzuleitung sei recht dick, da sie das Notebook mit 85 Watt Leistung versorgen müsse. Beim Einrollen des Kabel um die zwei Laschen, die sich am Netzteil ausklappen lassen, könnten sich mehreren Leserberichten zufolge die einzelnen Drähte im Kabel verheddern. Die Isolierung werde dann auf Dauer beschädigt und Kurzschlüsse oder gar Kabelbrände seien möglich. In den letzten zwei Wochen hätten sich drei Leser mit verschmorten Netzteilen an die MacBidouille-Redaktion gewandt - ihr liegen Bilder des Defekts vor. Apple tauscht betroffene Netzteile nach diesem Bericht auch außerhalb der Garantiezeit aus.
Mit La Fonera+ steht ein neuer Router für FON-Hotspots bereit. Das Gerät soll laut FON nun leichter zu installieren sein und besitzt jetzt einen zweiten Ethernet-Steckplatz - quasi als "Wiedergutmachung" für den RJ45-Port, den das Gerät selbst belegt. Bei einigen Anwendern erforderte das Vormodell die Anschaffung eines weiteren Switches. Mitglieder der WLAN-Geminschaft FON bieten ihren Internetzugang auch anderen Mitgliedern an. Auf diese Weise soll ein globales Netz mit frei zugänglichen Hotspots entstehen (wir berichteten). La Fonera+ funkt sowohl in 802.11b- Netze, als auch in 802.11g-Netze und ist für 43 Euro erhältlich. Zusätzlich kann der Anwender für zwei Euro eine Antenne mit besserer Leistung hinzukaufen. Einzeln kostet die "La Fontenna"-Richtantenne 17,20 Euro.
Mit einer Promotionaktion von MacUpdate können Anwender ein aus sieben Applikationen bestehendes Software-Paket noch bis kommenden Montag günstiger erhalten. Zum Preis von 49,99 US-Dollar stehen GraphicConverter, Fetch, iWOW, GarageSale, Cocktail, ProfCast, und Amadeus Pro zur Verfügung. Damit können Benutzer gegenüber dem normalen Verkauspreis nahezu 170 Dollar sparen. Zudem gibt das Softwareportal noch drei zusätzliche Registrierungscodes frei. Diese allerdings erst dann, wenn genug Bestellungen vorliegen. So gibt es ab einer Absatzmenge von 2500 Software-Paketen Little Snitch kostenlos dazu. Wird die Marke von 4000 Bestellungen durchbrochen, steht Intaglio zur Verfügung und ab 9999 können sich Benutzer über TechToolPro freuen. Was wie eine MacHeist.com-Aktion klingt, ist im Grunde auch eine: Registrierte Mitglieder bei MacHeist bekommen noch weitere Goodies oben drauf.
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