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moma morgenmagazin

Dienstag, 20. November

Vodafone erwirkt Einstweilige Verfügung gegen iPhone-Verkaufsmodell +++ Piper Jaffray setzt Apple-Aktie auf Alpha-Liste – Kurs fällt um 1,5 Prozent +++ Studie: Das Internet kann in zwei Jahren überfüllt sein +++ Heise.de entlastet Apples iPhone vom Spionagevorwurf +++ Luxuriöse Lautsprecher für den iPod +++ Native Instruments und Beatport präsentieren Beatport SYNC +++ Wiebetech stellt USB DriveDock v4 vor +++ Leopard: Termination der Menü-Transparenz +++ Gravis zieht heute bei Karstadt ein +++ Die Kraft des Saftes spielt mit Safari 3 +++ Nun wirklich kompatibel mit dem Leopard: Rapidweaver 3.6.5 +++ Hewlett-Packard mit deutlich mehr Gewinn +++ Telekom will mit Milliardenzukauf T-Systems stärken

(20.11.2007)

Vodafone erwirkt Einstweilige Verfügung gegen iPhone-Verkaufsmodell

Der Mobilfunkanbieter Vodafone D2 hat eine Einstweilige Verfügung gegen den exklusiven Vertrieb des Apple-Handys iPhone durch den Rivalen T-Mobile erwirkt. Das sagte Vodafone- Deutschlandchef Friedrich Joussen am Montag in Düsseldorf. Ein Telekom-Sprecher bestätigte den Eingang der Einstweiligen Verfügung. Wegen einer elektronischen Sperre funktioniert das iPhone in Deutschland nur im Netz der Deutschen Telekom. Einen Verkaufsstopp verlange Vodafone nicht, sagte Joussen. «Wir wollen, dass das iPhone für alle ohne Vertragsbindung erhältlich ist.»

«Wenn ich den Vertrieb unterbinden will, dann hätte ich das schon tun können», betonte der Vodafone-D2-Chef allerdings. Er kritisierte, dass das Apple-Handy nur in Verbindung mit einem Zweijahresvertrag von T-Mobile verkauft wird. «Ich will mit der Einstweiligen Verfügung geklärt haben, ob diese Koppelgeschäfte erlaubt sind.»

Laut Vodafone wurde die Einstweilige Verfügung vor dem Landgericht Hamburg erwirkt. Die Telekom kann nun Widerspruch einlegen. In einem Einstweiligen Verfahren sei dann voraussichtlich innerhalb von zwei Wochen mit einer Entscheidung zu rechnen, sagte Joussen. Der Vodafone-Manager befürchtet, dass andere Handy-Hersteller wie Nokia oder Motorola dem Beispiel von Apple folgen und ebenfalls Mobiltelefone nur noch mit einem Netzbetreiber anbieten könnten. Dies würde den Markt massiv verändern, weswegen er über den gerichtlichen Weg Klarheit erhalten wolle. «Das iPhone ist der Südenfall.»

Durch ein exklusive Bindung an einen Netzbetreiber erwartet Joussen Nachteile für die Kunden, da sie die Mehrkosten tragen müssten. Er sprach sich daher für einen freien Verkauf des Apple- Mobiltelefons aus. Vodafone D2 hatte ebenfalls mit Apple über die exklusiven Vertriebsrecht verhandelt, die Gespräche aber beendet, da der US- Konzern ein Umsatzbeteiligung verlangt hat. Dem Vernehmen nach reicht die Telekom rund ein Drittel der mit dem iPhone erwirtschafteten Umsätze an Apple weiter. Telekom-Chef René Obermann betrachtet die Vereinbarung mit dem amerikanischen Technologieunternehmen dennoch als wirtschaftlichen Erfolg, da die iPhone-Nutzer höhere Datenumsätze beisteuern würden. Nach eigenen Angaben setzte T-Mobile am ersten Verkaufstag vor eineinhalb Wochen rund 15 000 Apple-Telefone ab. (dpa)

Piper Jaffray setzt Apple-Aktie auf Alpha-Liste – Kurs fällt um 1,5 Prozent

Die Investmentbanker von Piper Jaffray haben die Apple-Aktie auf ihre Alpha-Liste von Papieren gesetzt, von denen in der nächsten Zeit starke Kurszuwächse zu erwarten sind. Innerhalb der nächsten 90 Tage könne man bei AAPL mit signifikanten Zuwächsen rechnen, schreibt der leitende Analyst Gene Munster an seine Kunden. Insbesondere das Weihnachtsgeschäft gebe Apple mit "seinem innovativsten Produktangebot aller Zeiten" einen Umsatzschub, zur Macworld Expo im Januar seien zudem neue Produkte zu erwarten. In den letzten vier Jahren hätten Anteilsscheine des Mac-Herstellers zwischen dem 1. Oktober und dem 1. Dezember im Schnitt um 42 Prozent zugelegt. Apple steht nur mit wenigen anderen Firmen auf der Alphaliste von Piper Jaffray, die allgemeine Empfehlung für das Papier ist "Kaufen", wobei die Investmentbank einen 12-Monats-Kursziel von 250 US-Dollar nennt. Aktuell bewegt sich die Apple-Aktie jedoch in die andere Richtung, nach einem Minus von 2,44 US-Dollar oder 1,47 Prozent ging das Papier gestern mit 163,95 US-Dollar an der New Yorker Technologiebörse aus dem Handel. In Frankfurt fielen Anteilsscheine des Mac-Hersteller um 79 Cent oder 0,71 Prozent auf 111,27 Euro.

Studie: Das Internet kann in zwei Jahren überfüllt sein

Einer Studie der unabhängigen Analysten der Nemertes Research Group zufolge gelangt das Internet in zwei Jahren an die Grenzen seiner Kapazität. Wenn Backbone-Provider nicht bis zu 137 Milliarden US-Dollar in neue Infrastrukturen investieren, drohen aufgrund ständig neu hinzukommender Videoinhalte verstopfte Leitungen. Backbone-Provider haben bisher Investitionen in nur halber Höhe bis zum Jahr 2010 angekündigt. Allein in den USA sind nach der Studie der Nemertes Research Group Investitionen zwischen 42 und 55 Milliarden US-Dollar nötig, um mit der steigenden Nachfrage nach Netzkapazität Schritt zu halten. Bruce Mehlmann, einer der Nemertes-Vorsitzenden, erklärt dem IDG News Service: "Video hat zu einer Explosion des Internet-Contents geführt." In diesem Jahr würden Nutzer rund 161 Exabytes an neuen Daten online stellen, das Wachstum von Anwendungen gehorche dem aus der Chip-Entwicklung bekannten empirischen Moore'schen Gesetz. Neben den Providern sei aber auch der Gesetzgeber gefordert, mit dem raschen Wachstum Schritt zu halten. Staatliche Kredite beim Hausbau sollten etwa an die Verpflichtung zum Einbau geeigneter Breitbandstrukturen gekoppelt werden. Eine Telekommunikationssteuer aus dem Jahr 1898 sollte hingegen abgeschafft und Provider beim Ausbau ihrer Infrastrukturen unterstützt werden.

Heise.de entlastet Apples iPhone vom Spionagevorwurf

Ein wenig voreilig haben sich zahlreiche Online-Medien gestern auf einen vermeintlichen Spionage-Fall durch Apple gestürzt. Das iPhone, so die Meldung eines Bloggers und ein Eintrag im Hackint0sh-Forum, verbinde Abfragen von Aktienkursen und der Wettervorhersage mittels der integrierten Applikationen mit der IMEI-Nummer [Wikipedia-Link] des Geräts. Damit wären Abfragen - womöglich auch anderer Dienste - problemlos zum jeweiligen Eigentümer zurückzuführen, da Apple diese eindeutige Geräte-ID und den dazugehörigen iTunes-Account-Daten kennt. Heise.de räumt vorerst mit dieser Vermutung auf: Im Code der Widgets haben sie zwar Hinweise gefunden, in den HTTP-Anfragen an Apple stünden aber andere Zahlenketten als die der individuellen IMEI. Was diese Zahlenketten allerdings bedeuten, konnten die Kollegen nicht klären.

Luxuriöse Lautsprecher für den iPod

Axiom Audio hat am Montag Audiobyte, ein neues „Luxus“-Computer-Lautsprechersystem für iPods, Macs, PCs und andere Geräte vorgestellt. Die Preise reichen je nach Ausführung von 350 bis 560 US-Dollar. Audiobyte besteht aus einem Verstärker mit zwei Stereo-Lautsprechern. Optional gibt es dazu den passenden Subwoofer. Die Audiobyte Lautsprecher sind in sieben Ausführungen erhältlich: Von schlichtem Matt in Schwarz / Weiß / Silber / Graphit über hochglänzendem Kirsch- oder Walnuss-Imitat bis hin zu Echtholz Wurzel-Walnuss mit 12 handgefertigten Lackschichten.

Der Verstärker liefert 55 Watt pro Lautsprecher und ist 12,7 x 12,7 x 31,4 cm groß. Die Lautsprecher messen 16,6 x 14 x 10,2 cm und enthalten jeweils einen 1“ Titanium-Kuppel Hochtonlautsprecher und einen 3“ Aluminium-Kegel Woofer. Axiom bietet passend zum Verstärker auch einen matt-schwarzen Subwoofer an.

Der Verstärker besitzt eine USB-Schnittstelle, an die ein iPod mittels eines Dock-Kabels angesteckt werden kann. Damit kann die Batterie des iPods aufgeladen bzw. die Musik übertragen werden.

Die schlichte Ausführung ist erhältlich für 350 US-Dollar, die hochglänzende Version kostet 400 US-Dollar und die Echtholz-Variante 560 US-Dollar. Der Verstärker wird für 180 US-Dollar angeboten.

Native Instruments und Beatport präsentieren Beatport SYNC

Native Instruments und Beatport haben gemeinsam Beatport SYNC vorgestellt, einen kostenlosen Musik-Player für Mac und Windows. Beatport SYNC ist eine reine Audiodatenbank mit integriertem Online-Musikdienst Beatport-Store zum Download einer umfangreichen Auswahl von elektronischer Musik. Zusätzlich kann es jedoch dank der DJ-Software Traktor von Native Instruments Musikstücke überblenden. In zwei Decks werden die Titel angezeigt und via Cross-Fading automatisch taktgenau und Lautstärke angepasst nahtlos aneinandergereiht. Neben der Geschwindigkeitsanpassung bietet Traktor die Unterstützung einer Vielzahl von komprimierten und kompressionsfreien Audioformaten.

Zur Verwaltung der Songs ist ein Tag-Editing-System eingebaut und Musik von allen angeschlossenen Speichermedien wie MP3-Player, PDAs, USB-Sticks oder Mobiltelefonen kann katalogisiert und abgespielt werden. Auch alle Audiodateien von iTunes und angesteckten iPods werden geladen und können in Beatport SYNC verwendet werden.

Beatport SYNC kann kostenlos auf den Webseiten von Native Instruments und Beatport geladen werden (35,1 MB). ITunes- und iPod-Songs werden in der Musikdatenbank angezeigt.

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