Apple wegen 20-Zoll-iMac-Displays verklagt +++ Gene Munster: 45 Millionen iPhones im nächsten Jahr +++ iPhone treibt Smartphone-Verkäufe an +++ Erstes Update für Roxio Toast 9 +++ Google will seine Web-Applikationen offline nutzen lassen +++ Apples Sound Solution Event kommt nach München +++ TDC einigt sich mit Musikkonzernen auf Gratis-Musik für Handy und PC +++ Neuseeländischer Hacker bekennt sich vor Gericht schuldig +++ Deutschlands Blogger treffen sich auf Internet-Konferenz re:publica +++ AAPL legt zu
(01.04.2008)
Die Anwaltskanzlei Kabateck Brown Kellner aus Los Angeles hat im Namen mehrere Kunden Apple wegen irreführender Werbung für die Displays der 20-Zoll-iMacs verklagt. Das 20-Zoll-Modell im Aluminiumlook würde keineswegs eine bessere Leistung als das Vorgaängermodell liefern. Während die 24-Zoll-iMacs mit ihren 8-Bit IPS-Screens in der Tat „Millionen von Farben“ anzeigen könnte, brächten es die 20-Zöller wegen des minderwertigen TN-LCD-Bildschirms nur auf 262.144 Farben. Die Grafikleistung der iMac-Displays sei also eher als minderwertig zu bezeichnen, mit der geringeren Farbtiefe und dem kleineren Einblickwinkel. „Apple zieht mehr Profite aus dem Geschäft, indem es minderwertige Koponenten verwendet, die Kunden aber unwissentlich einen höheren Preis zahlen,“ beschwert sich der Kanzleichef Brian Kabateck. In einem ähnlichen Fall hat Apple erst kürzlich einen Vergleich geschlossen, die „Millionen Farben“ des Macbook Pro hat Apple nur mit Hilfe von Software-Dithering erreicht, worauf zwei Fotografen den Hersteller im Mai letzten Jahres verklagten.
Der Analyst Gene Munster von Piper Jaffray sieht für Apple im Jahr 2009 laut AppleInsider glänzende Verkaufszahlen voraus: Zunächst werde Apple in den nächsten drei bis sechs Monaten ein neues 3G iPhone-Modell mit zusätzlichen Funktionen vorstellen. Zudem erwartet der Analyst, dass spätestens im Januar 2009 eine komplette iPhone-Familie vorliegen wird. Dann soll auch ein preisgünstigeres Modell erscheinen, das zwischen 200 und 300 US-Dollar kostet. Auch für die anderen iPhones erwartet Munster Preisanpassungen: Grund zu Optimismus sieht er in den bisherigen Absatzzahlen, das iPhone läge hier im Wachstum zwei bis drei Jahre vor dem iPod seinerzeit. Dabei habe Apple habe erst damit begonnen, den internationalen Markt zu bedienen - in den nächsten zwei Jahren werde sich die Zahl der möglichen Kunden jedes Jahr verdoppeln. Vor allem der chinesische Markt sei dabei wichtig.
Die Prophezeiung, Apples iPhone würde insgesamt den Smartphonemarkt beleben, ist nach Ansicht von Experten eingetreten. Analysten die sich am Vorabend der Fachmesse CTIA zur Konferenz Smartphone Summit in Las Vegas trafen, sehen das Segment stärker wachsen als den Rest des Handymarktes. Mark Donovan von M:Metrics sieht in den USA 14,6 Millionen Smartphone-Anwender, doppelt so viel wie ein Jahr zuvor. Während in Europa das iPhone bisher eher zurückhaltend angenommen wird, sei es in Asien schon sehr beliebt, bevor es dort offiziell erhältlich ist, erklärt Jonathan Goldberg von Deutsche Bank Equity Research: Er habe auf einer Asienreise jüngst das iPhone für 40 Prozent Aufpreis im Handel gesehen. Dass in Europa Apple bislang weniger iPhones als erwartet verkauft habe, liegt an der hiesigen Marktstruktur, meint Pete Cunningham von Canalys: „Die Europäer sind es nicht gewohnt, für die Anschaffung ihres Telefons zu zahlen. Apple muss auf sein Business-Modell schauen, um mehr Zug in den Verkauf zu bringen.“ Zudem warte Europa auf ein 3G-Modell, fügt Goldberg hinzu.
Kaum veröffentlicht, bringt Roxio für seine CD/DVD-Mastering-Software Toast 9 das erste Update heraus. Laut Hersteller behebt Toast 9.0.2 Probleme beim Encoding von Inhalten aus High-Definition-Quellen und der Erstellung von Blu-Ray-Disks. Auch habe man ein Problme behoben, dass beim Abspielen von in Toast gemasterten DVDs auf Sonys Playstation 3 aufgetreten sei. Das Update ist kostenlos für registrierte Benutzer von Toast 9.
Google startet einen weiteren Angriff auf den Desktop der Anwender. Wie Ken Norton, Googles Produktmanager für Google Docs ankündigte, werde Google seine Web-Applikationen Google Docs (Text und Tabellen) und Google Apps innerhalb der nächsten drei Wochen zur Offline-Nutzung freigeben. Den Anfang werde der Texteditor machen, dessen Nutzer Dokumente auch ohne eine bestehende Internetverbindung bearbeiten sollen. Kurz darauf werde es einen Offline-Modus für die Tabellenkalkulation geben, zunächst soll aber nur Lesen der Dokumente möglich sein. Zunächst nur im Online-Modus bleibt die Präsentationssoftware, sie soll jedoch wie andere hosted Applikationen Googles wie Googlemail, Calendar oder Talk zu einem noch nicht bestimmten späteren Zeitpunkt auch offline verfügbar sein. Mit dem lang erwarteten Zug greift Google Microsoft und dessen Office-Suite an. Während die Programmsammlung Google Docs sich vorwiegend an Privatanwender richtet, will Google mit Google Apps eine Angebot für kleinere und mittelgroße Firmen machen. Der Offline-Zugang zu den Programmen ist nach Ansicht der Analystin Rebecca Wettmann von Nucleus Research eine wichtige Strategie, um im Unternehmensmarkt erfolgreich zu sein. Mit der Erweiterung zeige Google den Firmen besser, welchen Nutzen die Anwendungen für sie hätten. Google müsse jedoch genau herausarbeiten, welchen Vorteil die hosted Applications gegenüber traditioneller Desktop-Software hätten.
Wer Apples Sound Solution Event in Berlin verpasst hat, bekommt nun im Süden der Republik eine erneute Chance. Präsentiert werden professionelle Lösungen im Audio-Bereich, im Mittelpunkt steht aber erneut Logic Studio von Apple. Der Eintritt ist kostenlos, lediglich auf Apples Webseite sollte man sich vorher registrieren. Die Veranstaltung findet am 10. April in der Kleine Georg-Elser-Halle in München statt. Der Einlass beginnt um 18.30 Uhr.
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