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Morgenmagazin: Rosen

Mittwoch, 13. Mai

Apple veröffentlicht Mac-OS X 10.5.7 +++ Sicherheitsupdates für Tiger +++ Safari 3.2.3 für Tiger und Leopard +++ Adobe schließt Lücken in Acrobat +++ Googlemail mit Simultanübersetzer +++ Google gibt Geschäft mit Radiowerbung auf +++ 24 Websites haben Chance auf Grimme Online Awards +++ Internetsperre für französische Raubkopierer +++ AAPL verliert deutlich

(13.05.2009)

Apple veröffentlicht Mac-OS X 10.5.7

In der Nacht zum Mittwoch hat Apple das womöglich letzte Update für Mac-OS X 10.5 Leopard veröffentlicht. Mac-OS X 10.5.7 bringt laut Hersteller mehr als 20 Fehlerbereinigungen und eine handvoll Sicherheitsupdates. Zu den Verbesserungen zählt Apple unter anderem die Unterstützung der RAW-Formate weiterer Kamera-Modelle, Optimierungen bei der Grafik- und Videoausgabe von neueren Macs mit Nvidia-Grafikchips und eine Problemlösung für Tastaturen mit dem Dvorak-Layout, das unter Mac-OS X 10.5.6 aufgetreten war. Auch einige Netzwerkprobleme, die in Verbindung mit dem Yahoo-Adressbuch und Googlemail bestanden, soll das Update nun behoben haben, ebenso soll es das Verhalten zahlreicher Dashboard-Widgets verbessern. Bestimmte Probleme mit iCal und der Synchronisierung über Mobile Me will das Update ebenso adressiert haben wie die bestimmter Spiele im Vollbildmodus und dem schnellen Benutzerwechsel.

Bessere Sicherheit sollen Module wie PHP, Apache, Core Graphics und andere erhalten haben. Drei der auf der Sicherheitskonferenz CanSec West vorgeführten Lücken schließt laut Apple das Update auf Mac-OS X 10.5.7, das über die Software-Aktualisierung und Apples Download-Server bereit steht. Das Update ist sehr umfangreich, der Combo-Updater ist 729 MB groß. Auch für Mac-OS X Server liegt nun Version 10.5.7 vor. Mehr Details zum Betriebssystemupdate lesen Sie im Laufe des Tages auf macwelt.de

Sicherheitsupdates für Tiger

Nicht nur in Mac-OS X 10.5 Leopard will Apple diverse Sicherheitslücken geschlossen haben, auch für die Vorgängerversion des Mac-Betriebssystems liegt ein Sicherheitsupdate vor. Das Security Update 2009-02 wendet sich nach Herstellerangaben an diverse Komponenten des Systems, etwa CUPS, Disk Images, Flash Player plug-in, Help Viewer, Spotlight und X11. Insgesamt vier Versionen de Updates stellt Apple bereit, jeweils für Mac-OS X und Mac-OS X Server für Intel- oder PPC-Macs. Alle setzten Mac-OS X 10.4.11 voraus und sind auch über die Software-Aktualisierung erhältlich.

Safari 3.2.3 für Tiger und Leopard

Nicht nur für das Betriebssystem hat Apple gestern Sicherheitsupdates herausgebracht, auch der Browser Safari erfährt in seinen Versionen für Mac-OS X 10.4, 10.5 und Windows Aktualisierungen. Die Änderungen betreffen nach Herstellerangaben unter anderem Libxml- und WebKit-Dateien, mit denen Buffer-Overflows und die Speicherverwaltung besser gehandhabt werden sollen um Angreifern einen Riegel vorzuschieben. Unter bestimmten Umständen konnten Hacker auf Websites Code schmuggeln, der sich auf Rechnern ausführen ließ, die zur manipulierten Seite gelockt wurden. Wer das Update auf Mac-OS X 10.5.7 installiert, erhält die aktuelle Safari-Version mit dazu.

Adobe schließt Lücken in Acrobat

In der gleichen Nacht wie Apple schließt auch Adobe jüngst aufgetauchte Sicherheitslücken. Wie es der Softwarehersteller in der vergangene Woche angekündigt hat, stehen seit dem 12. Mai Updates für Acroabt und Adobe Reader bereit, die den Fehler CVE-2009-1492, der die Implementierung von JavaScript in die PDF-Software betrifft, beheben sollen. Hacker konnten über die Sicherheitslücke PDFs derart manipulieren, dass sie beliebigen Schadcode auf angegriffenen Rechnern ausführen konnten. Das Sicherheitsupdate soll einen weitere Lücke schließen, die nur unter Unix aufgetreten ist.

Googlemail mit Simultanübersetzer

Auf der Cebit Conference and Expo im australischen Sidney hat Google eine spektakuläre Neuerung seines Maildienstes Googlemail vorgestellt. Ein Übersetzungstool soll fremdsprachige E-Mails im Eingangspostfach des Services auf Knopfdruck ins englische übersetzen. Das Feature soll im Lauf des heutigen Mittwochs zur Verfügung stehen, über Details zu den unterstützten Sprachen oder Übersetzungen in andere Sprachen ist derzeit noch nichts bekannt. Googles Direktor für Produkt Management Matthew Glotzbach nutzte einen Vortrag über Cloud Computing für die Ankündigung.

Google gibt Geschäft mit Radiowerbung auf

Der Internet-Konzern Google gibt das Geschäft mit der Vermittlung von Radiowerbung auf. Die Erwartungen hätten sich nicht erfüllt, begründete das Unternehmen den Schritt. Das Problem sei gewesen, dass Google keinen guten Weg gefunden habe, im Radio die Effizienz der Werbespots zu messen, sagte Konzernchef Eric Schmidt dem «Wall Street Journal» vom Dienstag. Zahlreiche Rundfunksender hätten sich geweigert, ihre Werbefenster mit Hilfe des Google-Systems zu befüllen, berichtete die Zeitung. Auch große Werbung schaltende Unternehmen seien nicht eingestiegen. Die Idee von Google war, auf Basis der im Internet so gut funktionierenden Plattform als Vermittler auch im Werbegeschäft in Radio, TV und Printmedien Fuß zu fassen. Im Kern werden Werbezeiten dabei versteigert. Das Geschäft entwickelte sich jedoch schwächer als von Google vor einigen Jahren erwartet. In diesem Jahr stellte Google bereits die Vermittlung von Zeitungsanzeigen ein. Um in das Geschäft mit Radiowerbung einzusteigen, hatte der Internet-Konzern im Jahr 2006 die spezialisierte Firma dMarc gekauft. Der Kaufpreis lag bei 102 Millionen Dollar. (dpa)

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