Kritik an Microsofts Patch-Politik +++ Neue AT&T-Kunden bekommen iPhones direkt über den Apple Store +++ Sling Player für das iPhone nur über Wi-FI +++ Undercover spürt gestohlenes Macbook in Norwegen auf +++ Steve Jobs darf sein altes Haus abreißen +++ Intel erwartet jahrelangen Rechtsstreit mit EU +++ Musikwirtschaft begrüßt Internetverbot für Raubkopierer +++ Neue Logos für Altersfreigabe bei Spiele-Software +++ AAPL weiter mit starken Verlusten
(14.05.2009)
Der Sicherheitsspezialist Swa Frantzen vom SANS Institute's Internet Storm Center (ISC) hat Microsoft aufgrund seiner jüngsten Sicherheitsupdates schwer kritisiert. An diesem Dienstag hat das Unternehmen Sicherheitspatches für die Windows-Versionen von Powerpoint herausgebracht, Updates für die Mac-Versionen, welche die gleichen Sicherheitsrisiken behandeln, sollen aber nicht vor Juni erscheinen. De facto habe Microsoft damit auf eine Sicherheitslücke aufmerksam gemacht, bevor ein Patch bereit stehe. Dieses Verhalten legen ansonsten nur unverantwortlich Hacker an den Tag, was Frantzen nicht versteht: "Microsoft schreit sonst immer am lautesten über ‚verantwortliche Veröffentlichungen’", schreibt Frantzen im ISC-Blog. Hersteller wollen Informationen über Sicherheitslücken so lange zurückhalten, bis sie Lösungen parat haben. Diese Politik habe aber zwei Seiten: Was man von anderen verlange, müsse man auch selbst befolgen. Insgesamt sind durch Microsofts Patch für Office unter Windows drei unter Office 2004 und Office 2008 bestehende Fehler bekannt geworden.
Apple hat in den USA nach einem bericht unserer Kollegen von Macworld die Bestellprozedur für das iPhone weiter gelockert. War es bisher nur möglich, sich über den Online Apple Store ein iPhone 3G zu reservieren, sich zu registrieren und das Gerät anschießend im Apple Store der Wahl abzuholen, bekommt man das Telefon nun direkt per Paketkurier zugestellt. Es besteht jedoch eine Einschränkung: Nur neue Kunden des Providers AT& können sich derart bequem das iPhone liefern lassen. Bestandskunden können sich zwar registrieren, müssen das Telefon aber weiterhin im Laden aboplen.
Die Software Sling Player Mobile, mit der man TV-Inhalte auf das iPhone streamen kann, ist seit kurzem im App Store erhältlich. Die Software bietet jedoch eine wichtige Einschränkung: Das Übertragen von Fernsehinhalten ist nur über eine Wi-Fi-Verbindung erlaubt und nicht, was technisch möglich wäre, über das 3G-Netzwerk des Providers. AT&T-Sprecher Mark Siegel hat gegenüber unseren Kollegen von Macworld die Einschränkungen verteidigt. Die Vertragsbedingungen verbieten es, TV-Signale über das Mobilfunknetz auf mobile Computer zu übertragen, in diese Kategorie falle auch das iPhone. Zur Begründung nennt Siegel Sorgen über die Zuverlässigkeit des Netzes, das durch den hohen Datendurchsatz von TV-Streams stark belastet werden könne: "Wir wollen sicherstellen, dass alle unsere Kunden Zugang zum Netz bekommen." Die Sling-Player-Anwendung ist nicht nur für das iPhone erhältlich, sonder auch für Symbian-Handys und Blackberrys, auch bei diesen Geräten besteht AT&T auf die gleiche Einschränkung.
AT&T sieht einen wesentlichen Unterschied zwischen dem Youtube Palyer des iPhones und dem Sling Player. Letzterer sei dazu gedacht, vollständige Programme auf dem Handy anzusehen und damit einem komplett anderen Nutzerverhalten als der Youtube Player und vergleichbare Lösungen zu dienen: "Das könnte eine starke Belastung im Netz erzeugen und für andere Kunden den Zugriff erschweren."
AT&T bietet selbts für Handy-Kunden für eine zusätzliche Monatsgebühr einen Serviec für Mobile-TV mit ausgewählten Sendungen an. Hier zahle der Kunde im Endeffekt für die genutzte bandbreite, betont Siegel. Für das iPhone hat AT&T keine derartige Lösung im Angebot.
Der Sling Player für das iPhone kostet 30 US-Dollar und arbeitet mit den aktuellen Mediaplayern des Herstellers Sling Media zusammen. Eine Vorab-Version ließ sich auch im Mobilfunknetz von AT&T zum Empfang von Streams nutzen.
Skepsis begleitet die Software Undercover, seit dem der Hersteller Orbicule die Lösung auf den Markt brachte, die verspricht, gestohlene (mobile) Macs ausfindig zu machen. Zu diesem Zweck schickt die Software unauffällig erstellte Screenshots und iSight-Bilder an einen zentralen Server und gibt Informationen über die benutzte IP-Adresse preis. Dass die Methode funktioniert, will Orbicule nun bewiesen haben. Der Firmenblog berichtet von einem Fall in Norwegen, in dem ein gestohlenes Macbook ausfindig gemacht werden konnte. Anfang Februar kam demnach dem Undercover-Nutzer Petter Røisland bei einem Einbruch sein Macbook abhanden, was er der Undercover-zentrale unverzüglich gemeldet habe. Zwei Monate später, als die Polizei den Fall zu den Akten gelegt hatte, erkannte Røisland auf den von seinem Macbook erstellten Fotos den "führenden Drogendealer unserer Region". Das Macbook wurde daraufhin sicher gestellt, alle Daten seien noch intakt gewesen.
Der Rat der kalifornischen Gemeinde Woodside hat den Abrissantrag für das alte Haus des Apple CEOs Steve Jobs genehmigt. Jobs bewohnt die 1925 im spanischen Stil errichtete 14-Zimmer-Villa längst nicht mehr und will auf dem Grund ein kleineres und energieeffizienteres Gebäude errichten lassen. Woodsides Bürgermeister Peter Mason, selbst Architekt, bedauert laut MacNN die Entscheidung: "Es ist wirklich schade, dass wir historische Gebäude niederreißen, bloß weil sie alt sind." Steve Jobs argumentierte über seine Anwälte, dass eine Renovierung der baufälligen Villa um mehr als 5 Millionen US-Dollar teurer käme als ein Neubau.
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