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Morgenmagazin Frühstück

Donnerstag, 25. Juni

iPhone: T-Mobile-Bindung bald vorbei +++ Android bekommt Flash +++ Notruf nur noch mit SIM-Karte +++ Verfassungsklage gegen Web-Sperren geplant +++ Stadt München ist bald Windows-frei +++ Pirate Bay erneut vor Gericht - Vorladung per Twitter +++ AAPL: Kleiner Aufschwung

(25.06.2009)

iPhone: T-Mobile-Bindung bald vorbei

Laut einem Bericht soll die Exklusivität des iPhones bei T-Mobile bald ein Ende haben. Ende des Jahres 2009 soll der Vertrag mit Apple auslaufen, die Konkurrenz steht bereits in den Startlöchern. Der Anbieter O2 verhandele laut Spiegel Online derzeit mit Apple. Dabei geht es vor allem um den Vertrieb in Großbritannien. Aber auch Deutschland ist im Visier des Providers. Man sei zuverlässig, auch in Deutschland zum Zuge zu kommen. Auch T-Mobile sprach auf Anfrage des Magazin nur von einer definitiven Zusammenarbeit bis Ende des Jahres.

Seit 2007 verkauft T-Mobile das iPhone exklusiv in Deutschland. Dies könnte sich zum Jahreswechsel ändern. O2 ist bereits in Großbritannien der exklusive Partner von Apple. 2010 könnte O2 auch Deutschland als Markt übernehmen oder zumindest in Konkurrenz zu T-Mobile treten. Mehr Wettbewerb könnte Druck auf die Preise ausüben und für günstigere Tarifoptionen sorgen. O2 bietet derzeit drei Internettarife, zwei davon sind Flatrates. Die günstigere kostet 10 Euro im Monat und wird nach 200 MB Datentransfer gedrosselt. Die "große" Flatrate kostet 25 Euro monatlich und wird nach fünf Gigabyte gedrosselt.

Android bekommt Flash

Mit dem HTC Hero kommt laut Hersteller das erste Smartphone auf den Markt, das Flash-Inhalte darstellen kann. Das Handy, das auf der freien Android-Plattform basiert, hat in Zusammenarbeit mit Adobe den ersten mobilen Flash-Player erhalten. Damit soll man sowohl Videos als auch Spiele im Browser nutzen können. In einer Video-Demonstration zeigt Adobe-Mitarbeiter Adrian Ludwig, wie die Funktionen arbeiten. Das Video verrät jedoch nicht, wie flüssig aufwändige Videos oder Animationen laufen und wie sich das leistungshungrige Flash auf die Akkulaufzeit auswirkt.

Apples iPhone beherrscht zurzeit noch keine Flash-Medien. Angeblich sollen beide Unternehmen an einer Lösung arbeiten. Apple hält die abgespeckte Lösung "Flash Lite" für unzureichend während der vollwertige Flash-Player noch zu leistungshungrig und langsam sei. Dies könnte sich jetzt ändern, möglich ist ein Flash-Plugin für Mobiltelefone offenbar bereits, wie das neue Android-Handy zeigt.

Info: Adobe-Video

Notruf nur noch mit SIM-Karte

Ein Notruf per Mobiltelefon ist vom 1. Juli an nur noch mit aktivierter persönlicher Chipkarte (SIM-Karte) möglich. Bislang konnte auch von einem stillgelegten Handy die Nummer 112 erreicht werden, um Hilfe zu holen. "Doch leider kam es häufig zu Missbrauch", erklärte der Präsident des Telekommunikationsverbands BITKOM, August- Wilhelm Scheer, am Mittwoch in Berlin. Deshalb wurde die Notrufverordnung zum Telekommunikationsgesetz am 18. März entsprechend geändert, bis Ende Juni gilt aber noch eine Übergangsfrist.

Die Berliner Feuerwehr begrüßte die Neuerung: "Die Leitstelle wurde in ihrem Arbeitsablauf behindert", sagte Sprecher Stephan Fleischer. Grund für die zahlreichen Fehlalarme seien nicht nur Scherzbolde gewesen. Mancher testete auf diese Weise auch die Funktionstüchtigkeit eines Gebrauchthandys vor dem Kauf, sagte Fleischer.

Von Juli an dürfen die Mobilfunknetzbetreiber nur noch Notrufe weiterleiten, die von Handys mit betriebsbereiter SIM-Karte eingehen. Scheer erinnerte daran, dass der Missbrauch des Notrufs eine Straftat ist und mit einer Freiheitsstrafe von bis zu einem Jahr oder Geldstrafe geahndet werde. Der Täter muss außerdem für mögliche Einsatzkosten von Polizei, Feuerwehr oder Krankenwagen aufkommen. Über die Rufnummer kann der Anrufer jetzt stets ermittelt werden. Sie wird auch dann der Notrufleitstelle angezeigt, wenn die Nummernübermittlung am Gerät ausgeschaltet ist. (dpa)

Verfassungsklage gegen Web-Sperren geplant

Die Initiatorin der Online-Petition gegen die Internet-Sperrung von Kinderpornografie, Franziska Heine, hat eine Verfassungsklage gegen das neue Gesetz angekündigt. "Ganz sicher werden wir auch die juristischen Wege beschreiten und Verfassungsklage einreichen", sagte Heine in einem Streitgespräch mit Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen (CDU) in der Wochenzeitung Die Zeit. Heine hatte für ihre Online-Petition gegen das in der vergangenen Woche vom Bundestag verabschiedete Gesetz binnen weniger Tage 134.000 Unterschriften gesammelt.

In dem Gespräch wies von der Leyen den Vorwurf der Zensur zurück. Wenn Bilder von vergewaltigten Kindern nicht frei zugänglich seien, «ist das keine Zensur», sagte die Ministerin. "Im Internet gelten keine anderen Freiheiten als anderswo. Denn wer kinderpornografische Bilder im Netz anklickt, der missbraucht die Kinder erneut und gibt einen Anreiz für die Produktion immer neuer Bilder", sagte die Ministerin. Von der Leyen war von Gegnern des Gesetzes als "Zensursula" bezeichnet worden.

Heine wiederholte dagegen ihren Zensurvorwurf. "Es wird mir unmöglich gemacht nachzuvollziehen, ob ich zu einem Thema tatsächlich umfassend Informationen im Netz finde. Das ist für mich Zensur." (dpa)

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