16 Seiten Klage, 19 Seiten Beweise
Apples Klageschrift gegen Psystar ist veröffentlicht und bietet einige interessante Details und erste Einblicke auf die Prozessstrategie.
Von Peter Müller (18.07.2008)
Am 3. Juli hatte hatte Apple das Dokument am Bezirksgericht von Nordkalifornien eingereicht, dabei auf 16 Seiten die Beschwerden gegen Psystar aufgeführt und 19 weitere Seiten für Beweise genutzt. Apple verlangt vom Gericht, dass es Psystar verbietet, weiter seine "Open Computer" - PCs mit Billig-Komponenten, auf denen Mac-OS X installiert ist, zu verkaufen. Zudem soll Psystar alle bereits verkauften Geräte zurückziehen.
In seiner Beweisführung bezieht sich Apple vorwiegend auf die Lizenz für Mac-OS X, die es verbietet, das System auf anderen Rechnern als Macs zu installieren. Es ist zudem untersagt, dies Dritten zu ermöglichen. Dass Psystar von den Regelungen der Lizenz gewusst hat, beweist unter anderem ein Artikel der Information Week, in dem ein Psystar-Angestellter die Rechtswirksamkeit der Lizenz bezweifelte.
Der Schaden für Apples Marke sei enorm, zumal viele Käufer sich über die mangelnde Qualität des geklonten Macs schon beschwert hätten. Seit 1994 habe Apple drei Milliarden US-Dollar in die Darstellung seiner Marke investiert und sehe sie von dem zweifelhaften Unternehmen abgewertet. Als Beweis für die mangelnde Seriösität Psystars führt Apple den mehrmaligen Wechsel der Adresse des Unternehmens und seine Probleme mit einem Anbieter von Online-Zahlungen an. Zusammengefasst heißt es: "Psystars Aktivitäten schädigen Verbraucher, in dem es ein schlechtes Produkt verkauft, das jedoch in einer Art und Weise angeboten wird, die fälschlicher und unfairer Weise einen Bezug zu Apple herstellt."
Info: RFCExpress.com
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