Das A(dvent)BC des Macintosh |
Wem der Desktop zu klein geworden ist, hat eine Alternative zu externen Monitoren: Spaces nennt Apple seine Technik der virtualisierten Schreibtische.
(20.12.2009)
Zeit und Raum sind nur unterschiedliche Dimensionen der Raumzeit, das ist seit über 100 Jahren bekannt und insbesondere in Einsteins Allgemeiner Relativitätstheorie auch schön in mathematischen Formalismen zusammengefasst. Zeit und Raum änderten sich im Mac-Universum massiv mit Mac-OS X 10.5 Leopard im Herbst 2007. Seither ist Backup dank Time Machine nicht mehr da Gleiche wie zuvor, seither schaffen Spaces zusätzliche Dimensionen. Wem es zu eng auf dem Schreibtisch wurde, konnte weitere Monitore an seinen Mac hängen, seit Apple Intel-Prozessoren verwendet, können auch iMacs externe Monitore ansprechen und ihren Arbeitsbereich erweitern - obwohl Apple mittlerweile immer neue Größenrekorde aufstellt, wie der jüngste iMac mit 27-Zoll-Monitor beweist.
Apple hat nur indirekt mit den Oakland Raiders zu tun, weder hat Steve Jobs sie je gekauft noch gibt es in der NFL Trikot-Sponsoring. Richtig ist: Die damals in Los Angeles beheimateten Raiders gewannen am 24. Januar 1984 den Superbowl XVIII mit 38-9 gegen die Washington Redskins. In der zweiten Viertelpause lief im Fernsehen jener Werbespot "1984", der den Mac über Nacht berühmt machte.
Insbesondere Macbook-Anwender sind froh, wenn sie auch unterwegs auf einem geräumigen Desktop arbeiten können, ohne einen 30-Zöller mitzuschleifen. Spaces nennt Apple seine Verwaltung virtueller Schreibtische, die seit Mac-OS X 10.5 Leopard Bestandteil des Systems ist und in Snow Leopard praktisch keine Änderungen erfahren hat.
Zur Aktivierung der Funktion dient die Systemeinstellung "Exposé & Spaces", dort lässt sich auch die Anzahl der virtuellen Schreibtische festlegen. Bis zu 16 sind insgesamt möglich, arrangiert in maximal vier Zeilen und Spalten. Außerdem kann man die Tastenbelegung anpassen: In den Standardeinstellungen ist festgelegt, dass nach Druck auf F8 eine Übersicht aller Spaces erscheint. Von einem Desktop zum nächsten gelangt man per Control-Pfeiltaste. Die ersten neun Spaces lassen sich außerdem über Control-Zifferntaste direkt anwählen.
Um etwas Ordnung in die deutlich gewachsene Arbeitsfläche zu bringen, können Sie einzelne Programme einem Space zuordnen. Das heißt, das Programm öffnet seine Fenster dann immer auf einem bestimmten Schreibtisch und Bereiche für bestimmte Aufgaben sind derart eingerichtet. Das könnte ein Arbeitsplatz für Bildbearbeitung sein oder ein Office-Space mit Adressbuch, iCal und Mail. Öffnet man ein Programm oder wählt es über das Dock aus, springt Snow Leopard automatisch zum richtigen Space. Wichtige Programme lassen sich auch allen Desktops zuordnen, damit sie wie Dock und Laufwerke immer sichtbar sind.
Die heutige Frage: Beim Konzept der virtuellen Schreibtische hat Apple sich von Drittherstellern inspirieren lassen, lauteten die Vorwürfe bei der Vorstellung von Leopard. Welche Software - die es in einer Lite-Version auch einmal auf Macwelt-CD gab - konnte bis zu 100 virtuelle Schreibtische verwalten?
A100Desktops
Virtual Desktop
MoreSpace
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