Drohkampagne gegen Raubkopierer zweifelhaft

51 Prozent der Befragten unbeeindruckt

Mit Strafandrohungen und Anzeigen versucht die Filmindustrie Raubkopierer durch eine kontroverse Kampagne zu verunsichern - mit schwer messbarem Erfolg.

Von Ole Leitloff (18.12.2003)

In einer Umfrage ermittelt das Forsa-Institut für den "Stern", dass 51 Prozent der Befragten sich von der Initiative unbeeindruckt zeigen und das eigene Kopier-Verhalten nicht ändern würden, auch wenn Schwarzkopierern bis zu fünf Jahre Haft drohen. Knapp die Hälfte der Befragten, die schon mal Musik oder Filme kopiert oder aus dem Internet heruntergeladen haben, gaben hingegen an, dies künftig nur selten oder gar nicht mehr tun zu wollen. Ein Viertel möchte gar keine illegal Kopien mehr machen.

Die Filmindustrie unter Führung der "Zukunft Kino Marketing GmbH" droht in einer seit November laufenden, start kritisierten Kampagne mit drastischen Strafen für Musik- und Video-Piraten. So freuen sich zwei Inhaftierte in einem der Werbespots auf die Vergewaltigung gerade eingelieferter Schwarzbrenner.

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