Filmindustrie will P2P-Nutzer verklagen

Musikindustrie nachgeeifert

Dem Vorbild des US-Phonoverbands RIAA nacheifernd, will nun auch die Filmindustrie Nutzer von Tauschbörsen verklagen.

Von Peter Müller (05.11.2004)

Wie die Motion Picture Association of America (MPAA) am Donnerstag bekannt gegeben hat, werden die Mitglieder des Verbandes ab dem 16. November Filmpiraten vor den Kadi ziehen. Die Kläger wollen diejenigen, die Filme in Peer-to-peer-Netzen verteilen, anhand ihrer IP-Adresse identifizieren, gegen wie viele Beklagte sich die ersten Prozesse richten, hat die MPAA nicht spezifiziert. Gegen Nutzer von Musiktauschbörsen sind in den USA derzeit 6.200 Prozesse anhängig. MPAA-Präsident Dan Glickman nennt das Piratereie-Problem die "größte Bedrohung der Filmindustrie in ihrer 110-jährigen Geschichte." Für jede nachgewiesene Urheberrechtsverletzung will die MPAA 30.000 bis 150.000 Dollar Schadensersatz erstreiten.

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