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Von Sebastian Hirsch (01.04.2005)

Hart mit sich selbst

Apple geht damit einen konsequenten Schritt, nachdem der Mac-Hersteller Klage gegen Betreiber mehrerer Mac-Fanseiten erhoben hatte, die ebenfalls über unveröffentlichte Produkte vorab berichtet hatten. Mit apple.com habe man allerdings einen besonders krassen Fall vor sich, da dort seitenweise über das noch nicht verfügbare neue System berichtet werde, so die Apple-Klageschrift. "Vom Recht auf freie Berichterstattung sind solche Vorgänge nicht gedeckt", so ein Apple-Anwalt.

Dem Vernehmen nach wurde auch die jüngste Klageschrift auf Betreiben von Apple-Chef Steve Jobs persönlich eingereicht. Er soll gefordert haben, "interne Informationslöcher zu stopfen" und "die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen". Auf den Einwand, der Apple-Boss selber habe mehrfach öffentlich Demos des neuen Betriebssystems gezeigt, kam nur die Antwort: "Dann verklage ich mich halt selbst." Auf den Ausgang des Verfahrens darf man gespannt sein, erste Erfolge in vorangegangenen Prozessen hat Apple bereits errungen. Steve Jobs sieht dem Verfahren mit Gelassenheit entgegen: "Wir haben 6 Milliarden Dollar auf der Bank - da können wir uns noch zehn Mal verklagen."

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