Microsoft weist IBMs Prozessor-Offerte zurück

Kein Windows für Power-Server

Von Peter Müller (01.06.2005)

Nachdem sich Microsoft entschlossen hat, für seine Spielkonsole Xbox den Prozessorlieferanten zu wechseln, schlägt nun IBM vor, Redmond solle das Windows-Betriebssystem auf die Power-PC-Architektur portieren. Dr. Frank Soltis, Chef-Ingenieur für die iSeries-Server-Serie meint, nur so könne Microsoft im Markt für skalierbare Firmenserver auf Dauer mithalten. Die Power-Architektur der iSeries-Server sei der Konkurrenz um "mindestens drei Jahre voraus". Für Windowsanwendungen seien Administratoren auf iSeries-Maschinen bislang auf x86-Co-Prozessoren angewiesen, ein nativ auf der Architektur laufendes Windows würde ohne Hilfskonstruktionen auskommen. Für die Xbox sei der Systemport auf die Power-Architektur von IBM gelungen, der Rest sei an Microsoft, meint Soltis.

Microsoft hat jedoch Avancen von IBM zurückgewiesen. Windows Group Programm Manager Clyde Rodriguez sagte unseren Kollegen von der Computerworld, dass die Power-Plattform keine Alternative sei. Die langfristige Windows-Roadmap setze auf x86, x64 und Itanium. Man beobachte zwar den Markt und evaluiere Alternativen, hege derzeit aber keinerlei Pläne für einen Power-Port.

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