(25.07.2005)
TPM bedeutet Trusted Processor Module und stellt die Basis des umstrittenen Digital Restrictions Management (DRM)-Konzepts TCPA (Trusted Computing Plattform Alliance) dar. Hiermit sollen mittels System-nativer Verschlüsselung die Nutzungsrechte des Users eingeschränkt werden. Die TCPA-Mitgliederfirmen behaupten, dass TCPA nur dem User dienen soll. Aber Lobbyarbeit der Medienindustrie um einen solchen "Fritz-Chip" (benannt nach Ex-US-Senator Fritz Hollings, der im Senat für Disney massiv Lobbyismus betrieb) verpflichtend zu machen und Microsofts Windows Media DRM zeigen klar, wohin die Reise gehen soll: Die Medienindustrie will alle Mediendaten innerhalb eines Computers vollständig verschlüsselt sehen um P2P und Film-/Musik-Kopieren einen wirksamen Riegel vorzuschieben. Aber es geht nicht nur um unautorisiertes Kopieren: Dank TCPA können Nutzungsrechte fein gesteuert werden, die Musik mit Verfallsdatum, welche sich die Musikindustrie schon so lange wünscht, würde damit endlich Realität. Auch kann die Industrie damit das Konsumverhalten jedes einzelnen Konsumenten aufzeichnen und auswerten, Big Brother lässt grüßen. Ebenso ließe sich festlegen, wie oft ein Musikstück oder ein Film konsumiert wird bevor es/er „verfällt“. Die letzten beiden Nutzungseinschränkungen sind im Gegensatz zu Windows Media mit dem momentanen DRM „Fairplay“, das Apple im iTunes Musicstore integriert, nicht möglich. Dies ist höchstwahrscheinlich der Grund, warum es von den Konsumenten weitgehend toleriert und von der Musikindustrie im Gegenzug misstrauisch beäugt wird.
Momentan sind TPMs noch als separater Chip (in Apples Intel-Mac, in dem ein leicht angepasstes Intel D915GUX Motherboard steckt, etwa von Infineon) erhältlich, im nächsten Jahr sollen diese bereits in die Prozessoren direkt integriert und damit nur noch sehr schwer knackbar sein. Intel nennt ihre Integration eines TPM "La Grande". Aber selbst wenn es möglich wäre dies zu knacken macht man sich dank der neuen Gesetzgebung strafbar, selbst wenn man sich nur eine Kopie des legal erworbenen Musikstücks fürs Auto erstellen will. Begründung: Man umgeht damit einen Kopierschutz.
Ein Daemon ist ein Prozess, der im Hintergrund abläuft und der eine spezielle Aufgabe erledigt, beispielsweise auf gewisse Daten warten und eine entsprechende Antwort geben.
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