
Die richtige Optik
Im professionellen Einsatz wie auch bei vielen Fotoamateuren finden sich immer mehr Kameras mit Wechselobjektiven und einem Sensor statt Film. Analog zur Entwicklung im Film stellt nicht mehr der Sensor den qualitätsbegrenzenden Faktor dar, sondern Optik und System müssen auf hohem Niveau harmonieren.
(19.09.2006)
In der guten alten Zeit, als Licht von empfindlichen Silbersalzen aufgenommen und in einem chemischen Prozess in einen stabilen und weiter verwertbaren Datenträger umgewandelt wurde, war alles ganz einfach: Der Film ist ein tolerantes Aufnahmemedium, bei dem gilt, je mehr desto besser.
Also liefern Kleinbildfilme eine gute Qualität, Mittelformatfilme eine bessere und Großformatfilme die Krönung. Beim Film kann man Empfindlichkeit, Körnigkeit, Farbcharakter und Kontrast individuell auswählen und bekommt sehr konstante Ergebnisse. Die Bildqualität war eine Domäne des Objektivs, das Ergebnis konnte nur so gut sein wie das von der Optik projizierte Bild. Eine offene Blende beschränkt die Auflösung und führt zu einer Randabdunklung. Lichtstarke Objektive bedeuteten qualitative Einschränkungen und lichtschwache verweigerten Flexibilität bei wenig Licht oder Kreativität durch niedrige Schärfentiefe.
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