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Von Peter Müller (09.01.2007)

Bitte anfassen!

Die Bedienung des iPhone erfolgt über den Touchscreen, auf einen Eingabestift oder eine Tastatur (Jobs: „Technologie des vergangenen Jahrhunderts“) hat Apple bewusst verzichtet: „Jeder von uns hat die zehn besten Eingabegeräte überhaupt: Unsere Finger.“ Mit einfachen Berührungen lassen sich die verschiedenen Funktionen des iPhone auswählen, automatisch wird zudem das Gerät etwa vom Musikabspielgerät zum Telefon, wenn ein Anruf kommt. Wie der iPod synchronsiert sich das iPhone mit dem Mac, via Bluetooth oder WiFi und überspielt Adress- und Kalenderdaten so wie Fotos, Videos und Musik. Das teils umständliche Wählen von Telefonnummern soll der Vergangenheit angehören. Mit an Bord ist eine 2-Megapixel-Kamera, das 3,5-Zoll-Display des iPhone arbeitet mit einer Aulösung von 160 dpi. Das Vergnügen kostet jedoch: Die 4-GB-Variante ist zusammen mit einem Zweijahresvertrag mit Cingular Wireless für 500 US-Dollar zu haben, die 8-GB-Fassung kostet inklusive Telefonvertrag 600 US-Dollar. Erst im Juni wird das Telefon in den USA zu haben sein, die für die Freigabe durch die Behörden notwendigen Tests dürften sich noch eine Weile hinziehen. Apple musste wohl schon zu einem derart frühen Zeitpunkt die Ankündigung machen, bis zur endgültigen Freigabe war das iPhone nicht mehr geheim zu halten. Mehr zum iPhone lesen Sie hier...

Apple TV mit Festplatte

„iTV“ durfte Apples Lösung zur Verbindung von Computer und Wohnzimmer nicht heißen. Unter diesem Entwicklungsnamen hatte Apple vor vier Monaten erstmals das Gerät vorgestellt, Elgatos „EyeTV“ klingt zu ähnlich und hat die älteren Rechte. Das iTV heißt nun also Apple-TV, wobei der Mac-Hersteller die offizielle Schreibweise mit seinem Logo versieht: „Apple-Symbol“ tv also. Was gegenüber der Vorankündigung neu ist: Apple-TV hat eine 40-GB-Festplatte integriert und synchronisiert sich mit einem (Intel)Mac der Wahl. Bis zu fünf Rechner können jedoch ihre Medien drahtlos auf das Apple-TV streamen. An Funkstandards unterstützt das Gerät IEE 802.11 b und g sowie den noch nicht verabschiedeten draft n. Nicht in seiner Keynote erwähnt hatte Steve Jobs die neue Airport-Extreme-Basisstation, die ebenfalls auf IEEE 802.11n draft setzt und abwärtskompatibel ist. Mehr zu iTV finden Sie hier...

Keine Macs auf der Macworld Expo

Neu ist zudem die Kooperation mit dem Filmstudio Paramiount Pictures, das seine Filme für den iTunes Store beisteuert. Apples Downloadservice beitet nun 250 Filme an. Einen Meilenstein hat iTunes zudem zu feiern: Zwei Milliarden Musikdownloads, Filme haben Kunden seit Start des Sercvices im September 1,3 Millionen heruntergeladen. Apple ist mittlerweile der viertgrößte Musikhändler in den USA und hat Amazon überholt.

Von Macs war nichts zu sehen und zu hören, Apple ist daher nur konsequent und ändert seinen Firmennamen von „Apple Computer Inc.“ auf „Apple Inc.“ Welches Umsatzpotential die Hinwendung zum Mobilfunk hat, veranschaulichte Steve Jobs zum Ende seiner Ansprache. Demnach bedeutete nur ein bescheidener Anteil von einem Prozent weltweit zehn Millionen verkaufte iPods. Der Anteil im Computermarkt steigt zwar stetig für Apple, jeder zweite Kunde der Apple Stores kauft sich dort zum ersten Mal einen Mac. Doch nennenswertes Umsatzwachstum verspricht sich der Mac-Hersteller nun anderswo. Die Anleger hat es gefreut: Schon während der Jobs-Keynote stieg der Kurs der Apple-Aktie kräftig und kletterte wieder über 90 US-Dollar.

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