Zune schwarz

Microsoft soll iPod-Partnerschaft mit Apple gesucht haben

Creative- und Dell-Player "nerven"

Einen eigenen Player als Konkurrenz zum iPod zu bauen, soll Microsoft im Jahr 2003 beschlossen, dabei aber auch eine Partnerschaft mit Apple erwogen haben.

Von Peter Müller (22.01.2007)

Das geht aus internem Mailverkehr des Unternehmens hervor, der in einem Antikartellprozess in Iowa veröffentlicht wurde, berichtet der Wirtschaftsnachrichtendienst Bloomberg. Der Windows-Vorstand Jim Allchin habe dem für Media-Software zuständigem Manager Amir Majidi mehr unter dem Betreff "nervende Mediaplayer" vorgeschlagen, eine Partnerschaft mit Apple als Alternative zu einem eigenen Player zu überdenken. Apple habe man davon überzeugen wollen, den iPod auch für Windows Media zu öffnen. Microsoft fürchtete, dass Anwender wegen des iPod immer mehr von Windows Media abkämen. Der bis dato präferierten Strategie, auf Player von Herstellern wie Creative zu setzen, habe Allchin eine harsche Absage erteilt. "Meine Güte, ist das furchtbar", habe Allchin über einen Creative-Player geschrieben. "Ich verstehe nicht, wie der vergleichbar mit dem iPod sein soll, obwohl man es mir so gesagt hat."

Einen eigenen Player mit dem Namen Zune gegen den iPod zu setzen, hat jedoch nur bedingt Erfolg. Im Weihachtsgeschäft setzte Microsoft zwar hunderttausende davon ab, Apple verkaufte jedoch 21,1 Millionen iPods im vierten Quartal.

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