
iPhone-Software verletzt General Public License
Cisco hat zugegeben, dass seine Firmentochter Linksys mit dem iPhone gegen die Nutzungsbedingungen von Linux verstößt. Das Unternehmen hatte den Source-Code der iPhone-Software nur teilweise veröffentlicht.
Von Martin Strang (22.01.2007)
Das Problem wolle man beheben, schrieb John Earnhardt von Cisco in einem Blogeintrag. Sein Unternehmen untersuche die Vorwürfe, die der Open-Source-Aktivist Armijn Hemel öffentlicht gemacht hatte (wir berichteten).
Hemel hatte kritisiert, dass die Cisco-Tochter Linksys den Source-Code für das iPhone WIP300 nur teilweise veröffentlicht hatte. Damit verletze das Unternehmen die Nutzungsbedingungen des Open-Source-Betriebssystem Linux, das auf dem iPhone zum Einsatz kommt. Hemel ging mit seinen Vorwürfen an die Öffentlichkeit, nachdem Cisco Apple wegen Verletzung seiner Rechte am Namen iPhone verklagt hatte. Der Aktivist warf Cisco Doppelmoral vor.
Mittlerweile hat Hemel einen detaillierten technischen Bericht an Cisco geschickt und auf die fehlenden Stellen im veröffentlichten Source-Code hingewiesen. Der Aktivist vom GPL Violations Project geht jedoch davon aus, dass Cisco an mehreren Stellen nachbessern müsse. Er wolle sehen, welche Änderungen das Unternehmen in der Zukunft veröffentlichen werde. Bislang hat Cisco seinen veröffentlichten Quellcode nicht ergänzt.
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