Auch die Niederlande wenden sich gegen iTunes

Ablehnungsfront in Europa wird größer

Die Niederlande schließen sich dem europäischen Protest gegen die Nutzungsbedingungen von iTunes an.

Von Martin Strang (29.01.2007)

Der holländische Verbraucherverband hat eine offizielle Beschwerde eingereicht. "Wir wollen von Apple, dass das Unternehmen die Hürden beseitigt, die es derzeit unmöglich machen, iTunes-Lieder auf anderen Abspielgeräten als dem iPod anzuhören", sagte Ewald van Kouwen der Nachrichtenagentur AP. "Verbraucher, die ein Musikstück vom iTunes Store herunterladen, sollten nicht für den Rest ihres Lebens auf einen iPod angewiesen sein", erklärte der Verbraucherschützer.

Europäischer Widerstand gegen Apple

Die Niederlande folgen damit den Protesten von Deutschland, Frankreich sowie der skandinavischen Staaten (Macwelt berichtete). Norwegen hat Apple eine Frist bis Ende September gesetzt, um die Nutzungsbedingungen des iTunes Store zu ändern.

Derzeit lassen sich Musiktitel aus dem iTunes Store lediglich auf Apples MP3-Player iPod abspielen. Verbraucher, die andere Geräte nutzen wollen, müssen die Musik zuerst auf CD brennen und dann wieder als MP3-Datei importieren.

Ein Apple-Sprecher sagte, sein Unternehmen hoffe, dass die europäischen Regierungen sich für ein wettbewerbsfreundliches Umfeld einsetzen, das Innovationen ermöglicht. Nähere Kommentare lehnte der Mac- und iPod-Hersteller ab.

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