Hannah Seiffert

Internetprovider fürchten Massenverfahren der Unterhaltungsindustrie

Protest gegen Herausgabe von Nutzerdaten

Der Verband der deutschen Internetwirtschaft Eco wendet sich gegen die Forderungen der Film- und Musikindustrie, Internetprovider zur Herausgabe von Nutzerdaten zu zwingen.

Von Martin Strang (19.06.2007)

„Sollte sich die Film- und Musikbranche durchsetzen, fürchten wir einen Dammbruch“, sagte Hannah Seiffert von eco der Berliner Zeitung. Film- und Musikkonzerne fordern, Daten von Internetnutzern direkt von den Providern zu erhalten, um gegen illegale Kopien vorgehen zu können. Ein Gesetzentwurf der Regierungskoalition, der am Mittwoch im Bundestags-Rechtsausschuss beraten wird, geht der Industrie nicht weit genug.

Der Verband wandte sich gleichzeitig dagegen, gespeicherte Verbindungsdaten für Prozesse gegen Urheberrechtsverstöße zu verwenden. „Diese Daten dürfen nur zur Aufklärung schwerer Straftaten verwendet werden, nicht für Massenverfahren etwa wegen der Verletzung von Urheberrechten“, sagte Seiffert der Zeitung. Seiffert kritisierte Politiker, die eine stärke Überwachung des Internetnutzers fordern. „Das führt zu einer wahnsinnigen Verunsicherung der Internetnutzers“, so Hannah Seiffert. Das sei nicht förderlich für den Nutzen und die Entwicklung des Mediums.

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Mehr zu diesen Stichwörtern: Verband der deutschen Internetwirtschaft, eco, Unterhaltungsindustrie, Urheberrecht

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