Analysten: Apple-Handynetz unwahrscheinlich

Finanzanalysten sehen wenig Gründe für einen Einstieg

Die meisten Finanzanalysten halten es für unwahrscheinlich, dass Apple um Mobilfunkfrequenzen in den USA mitbieten wird. Ein eigenes Netz würde wenig Sinn machen, so die überwiegende Meinung.

Von Martin Strang (12.09.2007)

Michael Gartenberg, Analyst von Jupiter Research, hält ein eigenes Netz für unnötig, da Apple mit AT&T eine für beide Seiten vorteilhafte Kooperation abgeschlossen habe. Branchenkreise gehen davon aus, dass Apple zehn Prozent der mit jedem iPhone erzielten Umsätze kassiert.

Auch Van Baker vom Marktforschungsunternehmen Gartner glaubt, es sei „höchst unwahrscheinlich“, dass Apple Mobilfunkfrequenzen in den USA ersteigern werde. Es wäre für Apple ein vollkommen neuer Geschäftszweig, in welchem das Unternehmen über keine Erfahrung verfügen würde, so Baker. Der Gartner-Analyst schließt hingegen nicht aus, dass Apple zusammen mit einem Mobilfunkunternehmen ein eigenes Netz aufbauen könne. Die Gewinnraten im Mobilfunk seinen jedoch gering, gab Baker zu bedenken.

Apple-Netz könnte die Mobilfunkbranche aufmischen

Avi Greengart von Current Analysis sieht zumindest die Chance, dass Apple mit einem eigenen Netzwerk die volle Kontrolle über die Technik bekommen würde. Apple könnte eigene Produkte direkt auf das unternehmenseigene Mobilfunknetz abstimmen und die Branche mit einfachen Preismodellen aufmischen, so Greengart.

Keiner der Analysten hat jedoch von Apple oder anderen Quellen eine Bestätigung erhalten, dass Apple tatsächlich über ein eigenes Mobifunknetz nachdenkt.

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