Von Günter Schuler (19.10.2007)
Last but not least: Ursächlich mitverantwortlich für ein professionelles Satzbild sind auch die im Hintergrund arbeitenden Ästhetikeinstellungen.
Normale Textgrößen brauchen nicht weiter behandelt zu werden. Ausnahmen sind allerdings folgende Konstellationen:
Sogenannte Caption-Größen – Schriftgrößen unterhalb von 8 Punkt – erfordern eine leichte Öffnung der Schrift: eine zusätzliche Erhöhung der Laufweite. Leider sind die Laufweite-Intervalle in den beiden führenden Layoutapplikationen sehr unterschiedlich. Daher eine Standardvorgabe: In Xpress sollten Werte zwischen +1 und +3 ausreichen, Kleingedrucktes lesbarer zu gestalten. In Indesign sind für denselben Zweck zwischen 5 und 20 Einheiten erforderlich. Zusätzlich optimieren lässt sich das Satzbild durch die Verwendung eigener Caption-Schnitte. Entsprechende Schnitte – wie zum Beispiel in der Minion Pro – sind schon von Haus aus laufweitenoptimiert; und offerieren einen etwas kräftigeren Zeichenbau.
Grundsätzlich als vorteilhaft hat sich hier die Verwendung von Condensed-Schriftschnitten erwiesen. Falls keine solche vorhanden oder geeignet ist, empfiehlt sich die Verwendung einer insgesamt eng gestalteten Schrift (Beispiel: die Times).
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