Gute Webtypo
Im Internet sind herkömmliche Typo-Regeln nicht anwendbar? Falsch. Das Medium mag nach anderen Regeln funktionieren als Print-Design, aber ein gutes Schriftbild ist hier genau so wichtig.
Von Günter Schuler (23.05.2008)
Bei der Gestaltung von Text für das Web ist vieles anders als im Printdesign. Der allerwichtigste Unterschied: Für den Druck legt der Grafiker das Erscheinungsbild bis ins Detail fest, das Erscheinungsbild einer Webseite hängt in vielen Dingen jedoch nicht vom Designer ab, sondern vom Leser. Wie eine Webseite auf dem Monitor aussieht, bestimmen Faktoren wie die für die Browseranzeige zur Verfügung stehenden Systemschriften, die Browsersoftware selbst, Monitorauflösung und Monitorgröße, die Anwendereinstellungen für die bevorzugte Grundschriftgröße sowie Komponenten wie beispielsweise die bevorzugte Fensterbreite oder das Vermögen eines Monitors, Farben korrekt anzuzeigen. Die Reduzierung auf einige wenige Systemschriften ist wohl mit das wesentlichste Merkmal bei der Gestaltung von Text für Internet-Aufritte. Der Grund: Für die Schriftanzeige relevant sind lediglich die Schriften, die auf dem Rechner des Surfers überhaupt zur Verfügung stehen. Folgerichtig sind Arial, Helvetica, Verdana, Times und Courier nach wie vor Standards.
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