Definition von Schriftgruppen
Das Schema: Ist etwa auf einem Rechner nicht die Arial vorhanden, sondern die Helvetica, switcht die Browser-Anzeige zu der vorhandenen Schrift der angegebenen Gruppe um. Um ganz sicher zu gehen, wird bei der Bestimmung einer Webseiten-Grundschrift zusätzlich auch der Typ angegeben. Also nicht nur „Arial und Helvetica“, sondern „Arial, Helvetica und Sans Serif“.
Der Basis-Befehlsbaukasten: HTML
Lesefreundlich: Ein Beispiel für gute Typografie ist beispielsweise der Webauftritt des Musikportals Laut.de.Die Besonderheiten des Mediums Internet zeigen sich nicht nur bei der Schriftwahl, sondern auch bei den zahlreichen interaktiven Elementen, die für das World Wide Web charakteristisch sind. Bei der Gestaltung von Text bietet das Internet einerseits zahlreiche Freiheiten, andererseits auch eine Reihe von Einschränkungen. Anders als bei herkömmlichen Drucksachen etwa spielen Seitenlängen keine Rolle. Im Prinzip kann Text ewig laufen; ob dies sinnvoll ist, steht auf einem anderen Blatt. Weniger praktikabel ist beim Webdesign hingegen die herkömmliche Aufteilung in mehrere Spalten. Technisch lässt sich dies zwar bewerkstelligen. Da der Leser eventuell mehrmals herunter- und wieder heraufscrollen muss, sollte man indes überlegen, ob eine solche Aufteilung wirklich Sinn ergibt. Eine grundlegende Besonderheit ist die Hyerlink-Technik. Da im Internet nicht wie in Büchern, Broschüren oder Zeitschriften geblättert werden muss, ermöglicht das Medium eine recht freie, nicht linear aufgebaute Seitenstruktur. Vieles, was im Internet auf den ersten Blick gar nicht oder nur sehr schwer funktioniert, ist in Wirklichkeit nur anders in Angriff zu nehmen als im Print-Design.
Die Basis-Tags der Befehlssprache für den Aufbau von Internet-Dokumenten muten teilweise zwar recht rudimentär an. Ob „hinter den Kulissen“ bei der Verwendung professioneller Webdesign-Anwendungen oder bei der puritanistischen Seitenerstellweise direkt mit Code: Zur Anwendung kommen beim Formatieren stets einige grundlegende Befehle. Da HTML vor allem Strukturen definiert, wird jeder Tag einmal am Anfang und einmal am Ende zur Auszeichnung angewandt – am Ende stets mit der zusätzlichen Abschluss-Kennung „/“. Die Anweisung, eine Passage fett zu formatieren, sieht zum Beispiel so aus: <b> am Anfang und </b> schließlich am Ende der Passage. Andere Dinge scheinen in HTML nach einer eigenen Logik zu funktionieren. Eine Besonderheit sind zum Beispiel relative Festlegungen. Ein Beispiel dafür sind Überschriftgrößen; variiert werden können hier Schriftgrößen von <h1> für die Hauptüberschrift (= sehr groß) bis hin zu der Zwischenüberschrift-geeigneten Auszeichnung <h6> (= vergleichsweise dezent). Für andere Formatierungsauszeichnungen gibt es konkurrierende Befehle. Beispiel: <b> und </b> sowie <strong> und </strong> für das Fetten von Textpassagen. Der Unterschied: <strong> ist zwar flexibler, weil es den beim Anwender eingestellten nächst fetteren Schriftgrad aktiviert. Nachteil allerdings ist, dass nicht alle Browser diesen Befehlstyp unterstützen. Trotzdem hat HTML für alle wichtigen Formatierungsaufgaben entsprechende Tags in petto.
Eine weitere leidige Unabwägbarkeit beim Webdesign ist die Umsetzung diverser Sonderzeichen, Anführungszeichen und Umlaute. Hinweise für die Kodierung finden sich ebenfalls im Kasten „HTML-Formatierungsbefehle“. Leider hängt auch hier vieles vom Browser des Lesers sowie den dort getroffenen Einstellungen für die Textanzeige ab. Dass der offene Befehlsstandard HTML in den Anfangszeiten des Internet entwickelt wurde, um Seiten auf eine möglichst einfache Weise darstellbar zu machen, merkt man bis heute, auch wenn er zwischenzeitlich um viele Zusätze und Zusatzsprachen erweitert ist.