Finetuning für das Formatieren: Style Sheets
Font-Menü: Professionelle Applikationen wie Dreamwaver offerieren beim Einrichten von Style Sheets die passenden Font-Gruppen per Menü.Effektivste Lösung, die Defizite von HTML beim Finetuning von Text zu kompensieren, sind Style Sheets (offizielle Bezeichnung: Cascading Style Sheets oder abgekürzt CSS). Bei Style Sheets handelt es sich um eine Zusatzsprache, die die Möglichkeit bietet, HTML-Tags durch zusätzliche Spezifizierungen für die Textformatierung zu erweitern. In vielem ähneln sie den früher im Fotosatz gebräuchlichen Typogrammen oder aktuellen Formatdefinitionen in Word, Indesign oder Xpress. Im Gebrauch bieten sie gegenüber HTML einen entscheidenden Vorteil: Einsetzen lassen sie sich sowohl punktuell als auch als zentrale Vorgabe – entweder für die jeweilige Seite am Anfang des Dokuments oder auch als ausgelagerte Datei. Grundsätzlich bieten ausgelagerte Style Sheets den Vorteil, Formatierungsattribute für den Text zentral festzulegen.
Ein weiterer Vorteil: Verglichen mit dem oft umständlich einzugebenden HTML-Code, lassen sich über Style Sheets auch versierte Typo-Festlegungen einigermaßen steuern – so zum Beispiel der Zeilenabstand oder Abstände zwischen den Zeichen. Auch beim Zeilenabstand empfehlen sich übrigens relative Angaben, beispielsweise durch die Definition „line-heigt:2em“. Line-height ist hier das Style-Sheet-Tag für „Zeilenabstand“, „em“ die Kennzeichnung für eine relative Zugabe, gemessen in Pixel. Festlegbar ist auch die Ausrichtung des Textes – sowohl als HTML-Quellcode als auch in Style Sheets. Anders als bei Print, wo Blocksatz dominiert, eignet sich auf Webseiten eher die Festlegung linksbündig. Da Browser Wörter gewöhnlich nicht trennen, reißen auseinandergetriebene Wörter unter Umständen riesige Löcher in Texte – vor allem bei schmalen Spaltenbreiten.