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Von Günter Schuler (23.05.2008)

Fazit

Manche traditionelle Regel muss man beim Webdesign lediglich modifizieren. Grundsätzlich gilt darum: In Sachen lesbar gestalteter Texte sind sich die beiden großen Medien Print und Internet gar nicht so unähnlich. Letztlich.

12 Regeln für das Webdesign

1. Schriftwahl Immer Standards verwenden! Am besten funktionieren Font-Gruppen, bei denen man dem Browser unterschiedliche Alternativen vorgibt. Beispiel: Times New Roman, Times, Serif.

2. Style Sheets Für das Finetuning der Typo-Attribute eignen sich Style Sheets am besten. Zum einen lassen sie sich auslagern und so zentralisieren. Zum zweiten ermöglichen sie detaillierte Festlegungen für Attribute wie Zeilenabstand oder Ausrichtung.

3. Umlautskodierung Umlaute wie „ä“, „ö“ oder auch das scharfe Ess-Zett („ß“) müssen gegebenenfalls durch entsprechende HTML-Kodierungen erzwungen werden (siehe Kasten Seite 75).

4. Links Unterstreichung ist nicht schön; es gibt andere Möglichkeiten wie eine alternative Farbe.

5. Unterstreichungen Als Stilmittel nicht nur generell hässlich, sondern im Kontext einer Webseite auch verwirrend, da meist für Links verwendet.

6. Flattersatz Da Browser meist nicht automatisch trennen, verursacht Blocksatz oft wenig schöne Löcher im Text. Aus diesem Grund ist linksbündiger Flattersatz in aller Regel vorzuziehen.

7. Absätze Von der Befehlsumgebung sind sie oft zwar umständlich umzusetzen. Für eine übersichtliche Textstruktur sind sie jedoch generell wichtig.

8. Farbgebung Zu viele Farben verwirren. Eine übersichtliche, lesefreundliche Farbgestaltung ist für die Erfassung von Texten immens wichtig. Schwarz als Grundschriftfarbe ist auch beim Webdesign eine sichere Lösung.

9. Grafisch aufbereitete Schriftelemente sowie Logos Aufgrund der unter Punkt eins aufgeführten Schriftbeschränkung sollten sie immer als Bild – sprich als GIF- oder JPEG-Datei – eingebunden werden.

10. Unterschneidungen und Sperrungen Da Kontrolle letztlich nicht möglich ist, erfordert ihre Anwendung besondere Sorgfalt. Möglichkeit: Einbindung entsprechender Anweisungen in Style Sheets.

11. Hoch- und tiefgestellte Zeichen, Fußnoten Für die Umsetzung stehen zwar entsprechende HTML-Befehle zur Verfügung. Da die Schriftgrößendarstellung dabei unverändert bleibt, sehen die Ergebnisse entsprechend schlecht aus. Ein effektives Mittel für die Erzeugung lesefreundlicher Zeichen existiert bislang leider nicht. Vorgehensweise: Entweder sparsam anwenden oder zurechtpfriemeln, indem man versucht, über die zur Verfügung stehenden Tags die Größe mit zu beeinflussen.

12. Zahlenangaben Telefonnummern, Postleitzahlen, Kontonummern und Ähnliches sollten nach Möglichkeit korrekt untergliedert werden. Um zu verhindern, dass gegliederte Zahlenangaben durch Zeilensprünge getrennt werden, sollte man für die Abstände lediglich geschützte Leerzeichen (Kodierung:  ) verwenden.

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Mehr zu diesen Stichwörtern: Typografie, Webtypo, Design, HTML

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