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Von Peter Müller (17.07.2008)

7. Coolness

Hast du schon ein iPhone? Wann kaufst du dir eines? Wann kommt das Modell mit 32 GB? Als Apple-Anwender war man jahrelang gewohnt dass einen die Leute wahlweise mitleidig belächelten oder - was häufiger vorkam - einen als saucoolen Hund und Nonkonformisten bewunderten. Jetzt werde ich ständig mit Fragen bombardiert und gelte als uncool, weil mich bis dato sechs Gründe vom Kauf eines iPhone abgehalten haben. Das ist der siebente Grund, warum mich das iPhone nervt.

8. Individualität

Alle Welt hat ein iPhone, nur ich nicht. Und wenn ich nun, um meinen Coolnessfaktor wieder zu erhöhen, in den nächsten T-Punkt pilgere, die bisher sechs Hinderungsgründe in den Wind schieße, einen neuen Zweijahresvertrag unterschreibe, meinen bisherigen Handyvertrag teuer ablöse, was bekomme ich dann? Richtig, ein Telefon, das schon alle haben und mir nicht mal mehr einer klauen würde. Individuell lassen sich allenfalls Bildschirmhintergrund und Klingelton gestalten (Ich bevorzuge ja Pink Floyd: Time. Richtig, das Weckergerassel …). Könnte man nicht wenigstens die hintere Plastikschale austauschen? Zu Zeiten meines Nokia 3210 gab es so wahnsinnig viele hässliche Schalendesigns, dass die schon wieder schön waren. Wäre die Schale tauschbar, käme man auch leichter an den Akku ran. Denn so ein iPhone möchte man schon über die Vertragslaufzeit hinaus nutzen, wenn die Batterie aber nach drei bis vier Jahren schlapp macht, kommt der Austausch in jedem Fall teuer.

9. Mobile Me

So richtig komplett wird das iPhone 3G erst mit Apples Webdienst Mobile Me. Von überall auf seine Adressen, Termine, Mails und Bilder zugreifen, und dabei auf jedem Rechner und dem iPhone den gleichen Datenstand zu haben, ist eine schöne Sache. Der Haken: Der Service hat seinen Preis. 79 Euro für 12 Monate, respektive für 12 Monate und 30 Tage, wenn man Apples Kulanz nach den Startschwierigkeiten von Mobile Me mit in Betracht zieht. In Weißbier will ich das gar nicht erst umrechnen.

10. Zehn Gründe zu finden, die noch keiner fand

Kaum ein Handy legte einen derart beachteten Start hin. Der App Store hält 800 Programme vor, fast überall gilt das iPhone als ausverkauft. So schlecht kann das iPhone 3G also nicht sein, es sind ja wohl kaum so viele Irre unterwegs. Und dennoch führen Nörgler echte oder vermeintliche Nachteile an, von fehlenden MMS-Funktionen über GPS-Schwächen bis hin zu diesem Grund: Mich nervt, zehn Gründe finden zu müssen, warum das iPhone nervt. So. Und jetzt vergessen Sie alles, was Sie in diesem Artikel gelesen haben und tun mir es gleich: Gehen Sie zum T-Punkt (oder zu Gravis oder zum Saturnmediamarkt). Begeben Sie sich direkt dort hin. Gehen Sie nicht über Los. Geben Sie etwas mehr als 1.000 Euro über 24 Monate aus. Kaufen Sie … (der Rest der handschriftlichen Notizen ist leider unlesbar. Den wirr "iPhone. Muss. Es. Haben." vor sich hin stammelnden Kollegen konnten wir auch nicht mehr befragen, als ihn zwei weiß gekleidete Herren aus dem Büro heraus trugen. Anm. des Setzers)

Mehr zum Thema: iPhone, T-Mobile, UMTS, 3G

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