Mobile World Congress |
Die Unternehmen befürchten, dass die großen Ex-Monopolisten die Krise ausnutzen, um ihre Preise zu erhöhen und von den Regulierungsbehörden größere Freiheiten zu erlangen.
(17.02.2009)
«Die Krise sollte tatsächlich eine Chance sein, um von neuem mit der Marktöffnung zu beginnen», sagte der Chef des italienischen Betreibers WIND, Luigi Gubitosi, am Dienstag auf dem Mobile World Congress in Barcelona. Zu der neun Unternehmen umfassenden Gruppe gehört auch der deutsche Anbieter E-Plus. Regulierungsferien für die großen Ex-Monopolisten würden am Ende von Kunden über höhere Preise bezahlt, warnte Gubitosi. Er kritisierte, dass die Regulierung zu langsam und ineffizient sei. So befürchten die kleinen Wettbewerber Nachteile aus Roaming-Allianzen zwischen den großen Anbietern. Außerdem sprechen sie sich für eine weitere Absenkung der Terminierungs-Entgelte aus, die die Mobilfunkbetreiber für Anrufe in fremde Netze zahlen müssen. Der Chef der Düsseldorfer E-Plus-Gruppe, Thorsten Dirks, erneuerte die Forderung nach einer Neuverteilung der Mobilfunkfrequenzen in Deutschland und Europa. Um mobile Breitbandnetze zu bauen, würden weitere Spektren benötigt, die zum Beispiel aus freigewordenen Rundfunkfrequenzen stammten. Allerdings müssten nach Ansicht von Dirks zunächst die bereits vergebenen Mobilfunkspektren im Bereich von 900 Megahertz neu verteilt werden, um Wettbewerbsverzerrungen zu verhindern. (dpa)
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