Angriff auf Google |
Von Panagiotis Kolokythas (02.06.2009)
Mit Bing wirft Microsoft eine gut durchdachte Suchmaschine auf den Markt, die über diverse nützliche Funktionen verfügt. Dabei wird das Rad nicht neu erfunden, sondern vor allem Wert auf Details gelegt, die das Leben der im Web suchenden Anwender leichter gestalten sollen. Auffällig ist, dass Bing oft direkt Antworten liefern will, anstatt Suchergebnisse zu präsentieren, die auf andere Websites führen. Und Microsoft nutzt Bing, um Suchtechnologien zu integrieren, die das Unternehmen entweder selbst entwickelt hat oder durch die Übernahme eines Unternehmens erworben hat.
Spannend wird, wie die Masse der Internet-Anwender ab dem 3. Juni auf den Start von Bing reagieren wird. Google hält über 80 Prozent der Marktanteile bei Suchmaschinen, während Microsofts Live Search zuletzt bei 2,5 Prozent Marktanteil dümpelte.
Die Frage ist aber: Sind Internet-Anwender so treu, dass sie jede neue Suchmaschine mit Missachtung strafen? Sicherlich nicht. Für den Erfolg von Bing wird es entscheidend sein, ob die neue Suchmaschine die Anwender bereits nach dem ersten Ausprobieren überzeugt oder nicht. Wenn ja, dann kommen die Anwender auch künftig zu Bing zurück. Wenn nein, dann kehren die Anwender zurück zu Google. Kein Wunder also, dass Microsoft bei Bing den Slogan "Bing & decide" (Bing und entscheide) nutzt.
Kommt der Prophet nicht zum Berg, dann muss halt der Berg zum Propheten
Microsoft selbst wird dafür Sorge tragen, dass die Internet-Gemeinde von Bing erfährt. Immerhin will das Unternehmen zwischen 80 und 100 Millionen US-Dollar in eine Werbe-Kampagne stecken und so mittels Internet-, TV-, Print- und Radio-Werbung auf Bing aufmerksam machen.
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