iPhone 3GS |
Das iPhone 3GS hat Apple noch mehr Marktanteile bei Smartphones verschafft. Deutlich schneller als sein Vorgänger iPhone 3G und mit dem iPhone-OS 3 ausgestattet, setzt das iPhone 3GS neue Maßstäbe. Macwelt und iPhone-Welt haben das iPhone 3GS ausführlich getestet und haben jede Menge Ratgeber, Tipps und Tricks für das Kult-Handy von Apple.
Von Markus Schelhorn (16.06.2009)
Bis zu doppelt so schnell wie sein Vorgänger ist das iPhone 3GS, hat Apple versprochen. Äußerlich gegenüber dem iPhone 3G nicht verändert, kommt das neue Modell mit dem neuen Betriebssystem iPhone-OS 3, das für Besitzer älterer iPhones kostenlos ist und für Besitzer eines iPod Touch 7,99 Euro kostet. Das iPhone nutzt nun den Open GL ES 2.0 Standard für hochauflösende 3D-Grafiken. Dies verbessert den mobilen Einsatz von Spielen. Das neue iPhone 3GS unterstützt nun 7.2 MBps HDSPA für eine schnellere Netzwerkverbindung. Per USB-Kabel oder per Bluetooth lässt sich zudem das iPhone als Internetverbindung für einen Mac oder einen PC verwenden, ohne das dazu zusätzliche Software auf dem Rechner nötig ist.
Mit der Videokamera, dem Kompass und der Spracherkennung hat Apple einige völlig neue Funktionen in das neue iPhone eingebaut. Unser Test des iPhone 3GS zeigt: Der größte Pluspunkt ist die höhere Geschwindigkeit. Programme starten jetzt beispielsweise deutlich schneller. Zudem wird es in Zukunft Spiele mit besserer Grafik geben, die nur auf dem iPhone 3GS ihre volle Pracht zeigen. Nutzer, die wenig mit aufwändigen Programmen oder großen Dateien arbeiten, werden die Leistung nur beim Surfen positiv bemerken. Andere Veränderungen wie die theoretische Downloadrate von 7,2 MBit/s oder die verbesserte Akkulaufzeit machen sich in der Praxis kaum bemerkbar. Im UMTS-Netz konnten wir keinen deutlichen Unterschied feststellen. Bei intensiver Nutzung schwindet die Akkulaufzeit wie zuvor sehr schnell.
Die eingebaute Kamera bietet eine Auflösung von 3,2 Megapixel und kann Videos im VGA-Format aufnehmen (640 x 480 Pixel bei 30 Bildern pro Sekunde). Videos lassen sich am iPhone auch schneiden. Neu ist außerdem eine automatische Makro-Funktion, dem Motiv kann man sich bis auf zehn Zentimeter nähern. Die Autofokus-Kamera stellt Bildschärfe, Belichtung, Farbe und Kontrast selbstständig ein. Mit der neuen "Tab to focus" Funktion berührt man einfach ein gewünschtes Objekt oder einen Bereich auf dem Display und die Kamera passt Bildschärfe und Belichtung automatisch an. Fotos und Videos lassen sich per E-Mail und MMS versenden oder auf Mobile Me sowie Youtube veröffentlichen.
Auch an Anwender mit körperlichen Einschränkungen hat Apple gedacht: Mit Voice Over liest das iPhone vor, was auf dem Display angezeigt wird. Eine neue universelle Zoom-Funktion vergrößert den gesamten Bildschirm und "White on Black" ermöglicht einen höheren Kontrast. Zudem kann man per "Mono Audio" den linken und den rechten Audiokanal kombiniert. Beide Spuren erklingen so gleichzeitig auf beiden Ohrhörern, das ist eine Hilfe für Personen mit Hörverlust auf einem Ohr. Zu den Neuerungen zählt auch eine Sprachsteuerungsfunktion. Man muss lediglich die passenden Anweisungen in das eingebaute Mikrofon oder Head Set Mikrofon sprechen, um über Namen oder Nummer zu wählen. Mit der Sprachsteuerung kann man Musik anhand des Künstlers, Albums oder der Playlist abspielen. Das Kommando "Spiele bitte mehr Lieder wie dieses" aktiviert die Genius-Funktion. Man kann dem iPhone zudem sagen, die Musik zu pausieren, das nächste Stück abzuspielen, den Shuffle Modus zu aktivieren oder es fragen, was gerade gespielt wird. Zusätzlich bieten die mitgelieferten Kopfhörer des iPhone 3GS nun eine Fernbedienung.
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