iTunes in Europa |
Die EU-Kommission hat mit Betreibern von Musikdownloadservices, der Musikindustrie und Rechteverwertern eine Vereinbarung unterzeichnet, die Kunden in der Europäischen Union den Zugang zu Online-Musik erleichtern soll.
Von Peter Müller (21.10.2009)
Zu den Unterzeichnern gehören neben den Musikriesen EMI und Universal die Distributoren, Apple, Amazon und Nokia sowie diverse Verwertungsgesellschaften von Musikrechten wie die deutsche GEMA. Wie die Wettbewerbskommissarin der EU Neelie Kroes mitteilte, schreibt die Vereinbarung einige "generelle Prinzipien" zur paneuropäischen Distribution von Online-Musik fest. Verbraucher sollen derart leichteren Zugriff auf die Angebote bekommen, profitieren wird jedoch auch Apple, das seinen iTunes Store nun leichter auf weitere europäische Länder ausweiten kann. Die größten Hürden für den Musikvertrieb innerhalb der EU waren bis dato die nationalen Verwertungsgesellschaften, paneuropäische Anbieter wie Apple mussten für jedes Land einzeln verhandeln. In Folge der nationalen Schranken bei der Rechteverwertung ist es beispielsweise Kunden in Deutschland nicht möglich, in anderen Niederlassungen des iTunes Store einzukaufen. Zwei der bisher stursten Verwertungsgesellschaften, die französische SACEM und die spanische SGAE stehen laut unserer Kollegen von Macworld UK kurz davor, ihre Zurückhaltung in Sachen grenzenlosen Musikvertrieb aufzugeben.
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