Kartellverfahren |
Philips und andere Hersteller werden derzeit von der EU wegen möglicher Preisabsprachen untersucht. Sie sollen so den freien Wettbewerb behindert haben. Es droht ein hohes Bußgeld.
(27.11.2009)
Dem niederländischen Elektronikkonzern Philips und anderen Bildschirmherstellern droht ein hohes EU-Bußgeld. Die EU-Kommission wirft ihnen vor, mit illegalen Absprachen den freien Wettbewerb behindert zu haben. Sie eröffnete deswegen Kartellverfahren, wie EU-Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes am Donnerstag in Brüssel mitteilte. Details zu den Absprachen sowie Anzahl und Namen der beteiligten Unternehmen nannte sie nicht. Es handele sich insgesamt um zwei Kartelle mit jeweils mehreren Firmen, die Elektronenröhren für Fernseher und Computer herstellen.
Philips bestätigte auf seiner Internetseite, ein Schreiben mit den sogenannten Beschwerdepunkten der Kommission bekommen zu haben. Das Unternehmen werde die Liste prüfen und eine Antwort vorbereiten, teilte Philips mit. Die Ermittlungen hatten 2007 mit Razzien begonnen. Falls die Kommission ihren Verdacht erhärten kann, drohen den Unternehmen Bußgelder von bis zu zehn Prozent eines Jahresumsatzes. Üblicherweise wird dieser Rahmen aber nicht ausgeschöpft. (dpa)
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