Das A(dvent)BC des Macintosh

 
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Das A(dvent)BC des Macintosh

A wie Airport

Apple hat seit jeher ein geschicktes Händchen für die Bezeichnung von Produkten. Klingt IEEE 802.11 recht dröge, vermittelt der Begriff Airport doch gleich, um was es beim drahtlosen Funk geht.

Von Peter Müller (01.12.2009)

Heute ist das fast überall verfügbare drahtlose Internet beinahe der Normalzustand. Selbst Desktop-Rechner wie der iMac kommen mit einer WLAN-Karte, niemand muss mehr kompliziert seine Wohnung verkabeln, um online gehen zu können. Dabei ist es gerade einmal zehn Jahre her, dass Apple das drahtlose Netz populär machte. Den von der IEEE (Institute of Electrical and Electronics Engineers) definierten Standard 802.11b gab es schon länger, doch mit den bunten iBooks von 1999 gelangte das drahtlose Netz nachhaltig in den Blick der Öffentlichkeit. Apples Marketing-Chef Phil Schiller zeigte zunächst den "iMac to go" auf der Bühne der Sommerausgabe der Macworld Expo 1999 in New York, mit einem beherzten Sprung von dieser Bühne demonstrierte er, dass das Henkel-iBook "ohne Schnur" den Weg in das Internet fand. Wie geht das denn? Mit Airport.

Die Geschichte des Macbook

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iBook Tangerine
Die Geschichte der Apple-Laptops für Heimanwender beginnt 1999 mit dem iBook. Hier in der Ausführung "Tangerine". Dieses Modell hat einen G3-Prozessor mit 300 MHz und sechs Gigabyte Festplattenplatz.

Airport ist Apples Bezeichnung für die drahtlose Netzwerktechnologie, die das Unternehmen mittlerweile in all seinen Rechnern (im Mac Pro nur optional), dem Apple TV, den WLAN-Basisstationen Airport Extreme, Airport Express und der Time Capsule verwendet. Anders als in der Vergangenheit bei manch drahtgebundenen Schnittstellen für den Anschluss von Tastaturen oder Monitoren, setzte Apple von Anfang an bei Airport auf den von der IEEE definierten Standard. Daher ist jeder Mac über seine Airport-Verbindung auch zu drahtlosen Netzen kompatibel, die mit WLAN-Routern anderer Hersteller eingerichtet sind. Auch wenn einem eine Airport Extreme schicker und eine Time Capsule schicker und praktischer erscheint, der Mac findet den Weg ins Netz ebenso mit den weit verbreiteten WLAN-Routern etwa von Netgear oder der populären Fritzbox. Aber auch andersherum nutzt der Standard: Rechner mit Betriebssystemen wie Windows und Linux sind in der Lage, auf das drahtlose Netz einer Airport-Basisstation zuzugreifen. Apple legt den Basisstationen zudem ein Airport-Dienstprogramm für Windows bei, mit dem man die Stationen auch unter Windows konfigurieren kann. Anders als andere Hersteller von WLAN-Routern bietet Apple keine Basisstationen mit eingebautem DSL-Modem an, so dass man für den Internetzugang zusätzlich ein DSL-Modem benötigt.

Ein Airport-Netz ist am Mac rasch und sicher konfiguriert, die Verbindung in wenigen Sekunden eingerichtet, sofern Airport über die Systemeinstellung "Netzwerk" aktiviert ist. Airport versteht sich zudem auf sichere Verschlüsselungen, insbesondere mit Apples eigenen Geräten ist zum Beispiel eine WPA2-Verschlüsselung leicht einzuschalten. Sicherheit geht vor - wer weiß, was Nachbarn oder Passanten über einen offenen Internetknoten anstellen. Ob sogenannter Elektrosmog tatsächlich eine Gesundheitsgefährdung darstellt, darüber werden sich Experten noch in Jahrzehnten streiten, die zunehmende Popularität drahtloser Netze führt jedoch dazu, dass Geräte immer öfter zu Lasten der Verbindungsgeschwindigkeit und der Netzwerkstabilität miteinander interferieren, das Airport-Dienstprogramm hilft jedoch unkompliziert bei der Auswahl einer neuen Frequenz.

Zuletzt hatte Apple im Oktober seine Airport-Produkte Airport Exterme und Time Capsule überarbeitet und mit einer konkreten Maßnahme eine bessere Netzwerkleistung und eine höhere Reichweite versprochen. Womit?

  1. Time Capsule und Airport Extreme haben nun ein Aluminium- statt ein Plastikgehäuse

  2. Time Capsule und Airport Extreme haben nun jeweils eine dritte Antenne

  3. Time Capsule und Airport Extreme verwenden nun den Funkstandard 802.12n

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