Das A(dvent)BC des Macintosh |
Google und Apple werden immer mehr zu Konkurrenten. Schon die Android-Plattform macht dem iPhone Konkurrenz, mit einem eigenen Betriebssystem für Netbooks will Google den Kampf im nächsten Jahr verschärfen.
Von Peter Müller (03.12.2009)
In den letzten Jahren war der Dezember immer die Zeit, in denen sich Apple-Fans Gedanken machten, welche Produkte denn der Mac-Hersteller Anfang Januar auf der Macworld Expo vorstellen werde. Heuer ist das ein wenig anders, denn Apple wird 2010 nicht zur Macworld Expo kommen, die nunmehr auch nicht mehr im Januar stattfindet, sondern Mitte Februar. Apple argumentiert, mit seinen eigenen Stores wesentlich mehr Leute erreichen zu können als auf einer Messe, und das auch noch das ganze Jahr über. Ein weiteres Argument war der Januar-Termin, meist hatte Apple so früh im Jahr die neuen Produkte noch nicht fertig und zeigte Prototypen, die erst Wochen oder - wie im Fall des iPod Mini im Jahr 2004 - gar erst Monate später zu haben waren.
Falls Ihnen ein Backup alle 270 Minuten reicht, können Sie zu Software wie Time Machine Editor greifen. Der von Apple vorgegebene Ein-Stunden-Rhythmus, nach dem gestern gefragt war, hat sich jedoch bewährt. Natürlich ist es jedem freigestellt, seine Daten ausschließlich um Mitternacht zu sichern, ohne Zusatzsoftware oder Kenntnisse des Terminals von Mac-OS X ist das mit Time Machine jedoch nicht möglich.
Also spekuliert die Szene, was Apple im Frühjahr 2010 ohne Messe auf den Markt bringen wird. Das könnte ja ironischer Weise zum neuen Termin der Macworld Expo sein. Heißester Kandidat ist ein Mac-Tablet, auch als iTablet, iPad oder iPod Touch XL im Gespräch, Apples Antwort auf den boomenden Netbook-Markt.
Einem Minicomputer, wie man ihn heute kennt, hat Apple wiederholt eine Absage erteilt, zu einem Preis von 400 bis 500 US-Dollar sei dieser Mac-like nicht zu machen. Hartnäckig halten sich aber Spekulationen, Apple würde mit seiner Interpretation des Netbooks den Markt völlig neu definieren: Größer als der iPod Touch würde dieses sein und sich nicht nur zum Surfen eignen, sondern auch ideal zum Betrachten von Videos oder als E-Book-Reader. Produktiv müsse man mit dem Gerät dann eher nicht sein, eine das Design einschränkende Tastatur könnte entfallen, die vom iPhone bekannte virtuelle Tastatur würde allemal ausreichen.
Einen Mac mit berührungsempfindlichen Bildschirm bietet Axiotron mit dem Modbook schon länger an. Basis ist das Macbook, aus dem der Hersteller ein Touchpad macht. Problem dabei: Das darauf laufende herkömmliche Mac-OS X und die Apple-Software sind nicht für die Bedienung ausschließlich mit den Fingern gedacht. Also müsste Apple ein eigenes Betriebssystem für sein Tablet entwickeln, auf Basis des iPhone-OS.
Und gerade auf diesem entscheidenden Feld begegnet Apple einem neuen Konkurrenten, der bis dato ein eng verbandelter Partner war: Google. Der Suchmaschinenriese hat mit Android nicht nur ein Betriebssystem für Smartphones mit Touchscreen im Angebot, mit dem sich sicher auch Netbooks ausrüsten ließen, sondern arbeitet ganz konkret an einem eigenen Desktop-Betriebssystem für die neue Rechnerklasse.
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