Das A(dvent)BC des Macintosh

 
Adventskalender 2009: 4

Das A(dvent)BC des Macintosh

D wie Dock

Mac-OS X vs. Windows - Die Schlacht geht in Runde 7. Nicht von ungefähr kommen die Vorwürfe, Microsoft würde von Apple abkupfern. Obwohl: Irgendwie geht es auch anders herum

Von Peter Müller (04.12.2009)

"Redmond, Start Your Copy Machines", fordert Apple auf der WWDC 2004 mit einem Plakat frech den Konkurrenten heraus. Microsoft tat sich seinerzeit mit dem XP-Nachfolger Vista aka "Longhorn" schwer, während Apple mit Mac-OS X 10.4 Tiger weitere Innovationen vorstellte. Microsoft hat seit jeher den Ruf, von Apple die besten Ideen zu übernehmen und in seine Produkte zu integrieren. Ganz falsch ist das nicht, nur hat die Geschichte auch einen für Apple peinlichen Hintergrund: Microsoft hat schon früh Apples Entwicklungen in Lizenz genommen und einen langjährigen Rechtsstreit um Urheberrechtsverletzungen schließlich weitgehend für sich entschieden. Apple hat sich seinerseits 1997 dazu verpflichtet, alle Klagen fallen zu lassen. Nur die Sticheleien lässt Apple nicht und stützt sich dabei auf einige auffällige Ähnlichkeiten: Was Apple seit Tiger "Widgets" nennt, kennen Windows-Anwender als "Gadgets". Die glänzende Oberfläche des Mac-Systems "Aqua" kommt aus Redmond als "Luna". Systemeinstellungen präsentiert Apple länger als Microsoft in einer Symbolansicht, das automatische Windows-System-Update hat eindeutig sein Vorbild in der Software-Aktualisierung. Nur das Dock, das hat eher Apple bei Microsoft abgeschaut denn umgekehrt.

Die Lösung der Frage vom 3. Dezember

Bob Mansfield leitet bei Apple die Hardware-Entwicklung. Der Macs. Antwort B war also falsch. Tony Fadell leitete die Hardware-Entwicklung von iPod und iPhone. Antwort A wäre also noch vor etwa einem Jahr richtig gewesen. Mark Papermaster schließlich, den IBM lange nicht her geben wollte, folgte im April 2009 auf Fadell und verantwortet nun die Entwicklung der "Devices". Mal sehen, was für eine Art von Gerät Apple in der Pipeline hat…

Taskleiste nannte Microsoft den mit Windows 95 eingeführten Platz am unteren Bildschirmrand, in dem geöffnete Dokumente abgelegt werden, um sie leicht wieder in den Vordergrund holen zu können. Auf den ersten Blick mag das Dock von Mac-OS X von der Win-95-Taskleiste inspiriert sein, doch leistete Apples Lösung von Anfang an mehr. Nicht nur offene Dokumente finden beim minimieren Platz, auch Ordner, die mit Mac-OS X 10.5 eingeführten Stapel oder oft genutzte Programme legen Anwender in das Dock ab. Von Anfang an ließ sich das Dock nicht nur unten, sondern auch rechts und links platzieren oder gar bei Nichtgebrauch ausblenden. Stets kommen neue Funktionen hinzu, in Mac-OS X 10.6 ruft das Dock auf Wunsch auch Exposé-Funktionen auf. Der Papierkorb lümmelt nicht mehr wie in klassischen Zeiten auf dem Desktop herum, sondern hat seinen festen Platz im Dock. Wer in "klassischen" Zeiten oder in den ersten Jahren von Mac-OS X erstmals an einem Mac versuchte, eine Diskette oder eine CD wieder aus dem Laufwerk zu bekommen, staunte, dass man dazu das Symbol auf den Papierkorb ziehen muss - Geschichte. Die Methode ist zwar die gleiche geblieben, mittlerweile erscheint im Dock anstelle des Papierkorbs ein anderes Symbol, sobald man ein Volume auf dem Desktop anfasst - entweder das für das Auswerfen oder das schwarz-gelbe für das Brennen. Kurz: Das Dock ist eine der zahlreichen Beispiele für die intuitive Bedienung von Mac-OS X. Mittlerweile "klaut" sich Microsoft die Idee zurück: In die Taskleiste lassen sich nun auch Programme dort ablegen.

Vergleich Snow Leopard und Windows 7

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Der Finder von Mac-OS X 10.6 bietet die gewohnten Übersichtsfunktionen und soll deutlich schneller sein.

Unsere heutige Frage zielt auf die Einführung von Windows 95, der Taskleiste, des Windows-Papierkorbs und des Start-Menüs: Kurioserweise stoppt man Windows seither, indem man auf "Start" klickt. Das Betriebssystem wurde von einer sündhaft teuren Werbekampagne begleitet, allein die Rechte für Musik verschlangen 12 Millionen US-Dollar. Welcher Song feierte den Start?

  1. Start Me Up (Rolling Stones)

  2. We Didn’t Start the Fire (Billy Joel)

  3. Wanna Be Startin’ Somethin’ (Michael Jackson)

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