Ratgeber: Fehler in Snow Leopard

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Ratgeber: Fehler in Snow Leopard

Mehr Ärger mit Snow Leopard

Apple verkauft Snow Leopard als kleines Update – doch einige der Nebenwirkungen sind haarsträubend und lassen sich auch Monate nach seinem Erscheinen nur teilweise umgehen.

Von Walter Mehl (30.11.2009)

Ein Betriebssystem ist komplex und trotz aller Tests tauchen einige Probleme erst auf, wenn man es im Alltag verwendet. Das ist mit Snow Leopard nicht anders, allerdings stehen manche der Änderungen, die Apple wissentlich in das neue Betriebssystem eingebaut hat, in recht starkem Kontrast zum bisher üblichen. Es wäre gut gewesen, wenn Apple diese Änderungen (wie das fehlende Appletalk-Protokoll für Drucker) vorher bekannt gemacht hätte.

Schriften mit neuer Höhe

Ein Rechenfehler führt dazu, dass eine Schrift zum Beispiel in Quark Xpress unter Mac-OS X 10.5....
Ein Rechenfehler führt dazu, dass eine Schrift zum Beispiel in Quark Xpress unter Mac-OS X 10.5....
Appe hatte einen Fehler in 10.6 eingebaut, der nicht nur Layouter und Designer auf die Palme brachte: Snow Leopard berechnet bei bestimmten Schriftarten die Höhe der Buchstaben anders als bisher. Mit der Ergebnis, dass etwa in Quark Xpress 7 und 8 (aber auch in Software wie Apple iWeb 09) manche Dokumente unleserlich werden. Die geänderte Zeilenhöhe führt dazu, dass weniger Zeilen in den vorgesehenen Platz passen und der überschüssige Texte dann fehlt.

...eine andere Höhe hat als hier in diesem Bild unter Snow Leopard.
...eine andere Höhe hat als hier in diesem Bild unter Snow Leopard.
Der Fehler entstand durch eine geänderte Neuberechnung der Höhe bestimmter Buchstaben einer Schrift – aber nur bei bestimmten Postscript-Schriften ("Postscript Type 1 Font"). Bestätigt ist der Fehler vor allem bei Postscript-Schriften von Adobe und Monotype, die Analyse hat aber gezeigt, dass eine weite Palette an Schriften anderer Hersteller zu ähnlichen Problemen führt. Zum Teil waren solche Schriften noch bis vor drei oder vier Jahren im Handel.

Einstieg in Mac-OS X 10.6

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Der Aktivitätsmonitor zeigt zu allen laufenden Prozessen den Typ an. Er unterscheidet dabei Power-PC- und Intel-Code. Außerdem zeigt er, welche Programme im 64er-Modus arbeiten.

Verantwortlich dafür ist anscheinend ein Wechsel in den Softwarebibliotheken. Anstelle von "Apple Type Services" (ATS) übernimmt in Snow Leopard "Core Text" die Aufgabe, Postscript-Schriften zu analyisieren und die Buchstabenhöhe zu berechnen. Die Software-Entwickler von Quark haben zuerst auf die Umstellung hingewiesen und arbeiten derzeit mit den Entwicklern von Apple an einer Lösung. Eine knappe Veröffentlichung auf den Internet-Seiten von Quark lässt den Schluss zu, dass die unterschiedliche Berechnung mit dem Update auf Mac-OS X 10.6.2 beseitigt wird, so dass Layout-Änderungen nicht mehr auftreten sollten. Solange das Update aber nicht offiziell zur Verfügung steht, bleibt das eine Spekulation.

Mit dem Update auf Mac-OS 10.6.2 ist dieser Fehler behoben.

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Mehr zu diesen Stichwörtern: Mac-OS X, 10.6, Troubleshooting

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