Das A(dvent)BC des Macintosh |
Gut, dass sich Apple Inc. Mit der Beatles-Plattenfirma Apple Corps nach einem jahrzehntelangen Rechtsstreit geeinigt hat. Denn der Mac ist ein nahezu perfektes Musikinstrument.
Von Peter Müller (07.12.2009)
Nachdem der Vergleich zwischen den beiden Apples endlich geschlossen war, konnte Steve Jobs ja gestehen, dass die Beatles-Plattenfirma als Pate für das kalifornische Computerunternehmen stand. Ein Konflikt war vorprogrammiert, denn der Mac eignet sich bestens nicht nur zur Musikwiedergabe, heute hauptsächlich via iTunes, sondern auch zur Musikproduktion. So wie in den frühen Neunzigern Macs in der Druckvorstufe Einzug gehalten hatten, setzen schon bald darauf immer mehr Tonstudios auf die leistungsfähigen und gut zu bedienenden Rechner aus Cupertino. Produktionssoftware und -hardware blieben zwar eine Sache für Spezialisten. Apple selbst ließ einige Jahre bei seinen Consumer-Rechnern den Audio-Eingang weg, so dass die ersten Anwender von Garageband zunächst einen USB-Line-in-Adapter oder besser ein Audio-Interface benötigten, um die Musikproduktionssoftware für Einsteiger mit echten Instrumenten zu nutzen.
mLAN ist nicht grundverkehrt, so nennt jedoch Yamaha seine Umsetzung des Standards IEEE 1394 und nicht Sony. MoreWire ist der Phantasie unserer Quizmaster entsprungen, iLink hingegen ist das korrekte Sony-Sprech für IEEE 1394 aka Firewire.
Mit Mac-OS X 10.3, das im Oktober 2003 auf den Markt kam, änderte sich die Situation wieder. Das in Mac-OS X 10.3 Panther integrierte Framework "Core Audio" fasst alle Vorgänge um Toneingang, -bearbeitung und -ausgang auf Betriebssystemebene zusammen. Davon profitierte nicht nur die professionelle Musikproduktionssoftware Logic, die Apple mit deren deutschen Hersteller Emagic im Jahr 2002 übernommen hatte, sondern eben auch das mit iLife 04 erschienene Programm Garageband.
Garageband stellt diverse Musikinstrumente und Effekte zur Verfügung, mit denen man mit analogen und digitalen Instrumenten Tonspuren einspielen und zu einem Song arrangieren kann. Garageband verfügt auch über viele für Podcasts optimierte Funktionen, sodass es sich nicht nur für Musiker eignet. Nicht zuletzt lassen sich mit Garageband auf einfache Weise Klingeltöne für das iPhone erstellen - auch aus Songs ohne Kopierschutz.
Garageband ist zudem ein geeignetes Werkzeug zum Digitalisieren analoger LPs und Kassetten nutzen, die Aufnahmen können Sie schneiden, Effekte oder Filter nutzen und für iTunes exportieren.
Der Assistent "Magic Garageband" stellt für eine vorgewählte Stilrichtung eine virtuelle Band mit passenden Instrumenten zusammen. So finden Anfänger schnell einen Einstieg. Für Profis bietet Garageband Multi-Take-Aufnahmen, also die Verwaltung mehrerer Versionen der gleichen Einspielung. Und wer seine Fähigkeiten als Musiker verbessern will, bekommt seit Anfang des Jahres 2009 von einem Musiklehrer Basics für Gitarre und Klavier beigebracht. Im "Store für Übungen" lehren renommierte Musiker in "Künstlerlektionen" ihre Songs.
Um den "Store für Übungen" dreht sich auch unsere heutige Frage.
Was kosten die Lektionen, etwa von Sting (Roxanne, Message in a Bottle, Fragile) John Fogerty (Proud Mary, Centerfield) oder Norah Jones (Thinking About You)?
Zwischen 50 Cent und 3,95 Euro
Zwischen 2,25 und 4,45 Euro
Jeweils 4,95 Euro
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